HH-HB-HH

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Hahahaha...Hhahaa.

In Worten Hamburg-Bremen-Hamburg - Oder: wie ich unbeabsichtigt auch noch wieder zurück gefahren bin. Roadtrip.

Freitag. Feierabend. Wochenende! Gutes Wetter! Top Ausgangsbedingungen für einen schönen Ausflug auf dem Rad.

Eine Freundin hatte mich gefragt, ob ich sie nicht am Samstag in Bremen besuchen möchte. Finde ich ne gute Idee. Aber nur so hinfahren? Ne. Ich beschloss mit dem Rad hinzufahren. Ein kurzer Blick ins Internet genügte, ich fand eine fertige Strecke bei Gpsies.com und lud diese herunter. Etwas überrascht stellte ich fest, dass man ja nur geradeaus fährt...Aber gut, das ist dann ja auch der kürzeste Weg.

Die Strecke führte mich zunächst an die Landungsbrücken, wo ich mit der Fähre nach Finkenwerder übersetzen wollte und diese prompt verpasste. Ich begnügte mich damit die Sonne zu genießen, denn die ganze Stadt roch nach Frühling! Kurz darauf kam auch schon die nächste Fähre und ich setze nach Finkenwerder über. Von dort aus führte mich die Strecke an das Este-Sperrwerk und nach Hove. Von dort aus ging es nach Buxtehude und dann nur noch der Nase nach gerade aus. Ich verließ Buxtehude und endlich wurde der Verkehr weniger, es wurde stiller um mich herum und erst jetzt fiel mir auf, wie laut es doch eigentlich in der Stadt gewesen war. Der Wind schob mich leicht vorwärts und so hatte ich streckenweise nichtmal Wind in der Ohren und fuhr nur mit dem leisen Rauschen der Reifen auf der Straße die Strecke entlang.

Immer weiter gen Süd-Osten. Es lief gut, ich war am Anfang recht zügig mit  27/28 km/h unterwegs wurde jedoch allmählich entspannt langsamer und bummelte mit 25/26 km/h durch die Ebene. Die Sonne schien und ich konnte es kaum fassen, dass es sich wie Frühling anfühlte. Da es so gut lief, teilte ich mir gedanklich die Strecke in etwas größere Stücke ein, ich hatte in Buxtehude bereits 25km auf der Uhr und beschloss bis Zeven (ca. km 70 von 110km) zu fahren und dort einen Kaffee zu trinken. Zeven war ausgeschildert und ich rollte meinem Kaffee entgegen. In Zeven war ich jedoch etwas überrascht, dass die Stadt so schnell vorbei war und dann auch nicht ein Café am Streckenrad war. Zack. War ich auch schon wieder raus aus Zeven. Umdrehen? Ne. Ich guckte kurz auf meinen Spickzettel und entschied in dem nächsten Ort anzuhalten.

Gleiches Spiel. Bäcker geschlossen. Tanke gab´s nicht, also weiter. Ich begnügte mich mit 2 Cabanossis und einem Müsliriegel und fuhr einfach weiter. Bis nach Tarmstedt (km 85), dort hielt ich beim örtlichen Dönermann an, stärkte mich mit einem Kaffee und mache mich auf den Rest der Strecke. Ich war tatsächlich von Finkenwerder bis Tarmstedt durchgefahren. Ist mir gar nicht aufgefallen.

Ich machte mich wieder auf den Weg und kam dann über Lilienthal in Bremen an.

Am Nachmittag überlegte ich kurz wie ich am darauf folgenden Tag zurück kam. Ich hatte Zeit, die Strecke war gut zu fahren. Warum eigentlich nicht auch zurück fahren?! Wirklich?! Nochmal 110km?

 

Tja, und so saß ich Sonntag morgen tatsächlich wieder auf dem Rad und machte mich auf die 2. 110km binnen 48h. Gleich Strecke zurück, jedoch mit reichlich Musik in den Ohren und so flog die Landschaft und die Kilometer dahin. Zwischendrin legte ich kurz Rast ein (km 70?) fuhr dann jedoch zügig weiter und schipperte wieder über die Elbe nach Hause.

Für beide Strecken habe ich ungefähr gleich lang gebraucht und insbesondere der Hinweg war für mich ein absoluter mentaler Reset. Ich bin die gesamte Strecke von Buxtehude bis Lilienthal in annähernder Stille gefahren, unterbrochen von einigen Autos und zwitschernden Vögeln. Selten habe ich so viel Natur und so viel von so wenig Umgebung so intensiv wahrgenommen. Sei es der Frühling, die erste warme Sonne des Jahres, die "simple" beinahe meditative Strecke, es war einfach schön! Der Sommer kann kommen!

 


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