Rund um Köln 1. Rennen in 2016! #yourrideyourrules

Rund um Köln! Erstes Rennen in 2016! Und was für eins! 

Das Rennen in Köln war für mich Premiere, da ich dort noch nie gefahren bin. Glücklicherweise ergab sich circa 6 Wochen vor dem Rennen eine spontane Runde am Deich mit Cecilia und einer Freundin aus Köln, die dort ebenfalls Specialized Ambassadorin ist, und es entstand die Idee in Kön mitzufahren.
Gesagt, getan, angemeldet, Strecke ausgesucht und los ging es! Wir haben uns für die "kleine" Runde entschieden mit immerhin 68km und ordentlichen Höhenmetern, zumindest sieht das Profil so aus, wenn man aus dem flachen Norden kommt... Da Ceci und ich am Samstag Vormittag noch was vor hatten, Cecilia war auf dem Triathlontest-Event eingebunden und ich habe mit den Mädels den Specialized Womens Ride im Juni gemacht, konnten wir erst am Sasmtag Nachmittag los. Ab auf die Bahn und nach Köln! Dort kamen wir um circa 21:00 Uhr an und waren dann noch fix mit unserer Freundin vor Ort noch lecker Pizza essen bei Toscanini in der Jakobstrasse. - Sehr zu empfehlen !!! -
Ich war mächtig nervös, das vergeht (hoffentlich) nie vor den Rennen und wenn doch, fahre ich keine mehr ;-), und so kam ich auch erst um 1 ins Bett und schlief etwas unruhig. Sehr entspannt frühstückten wir morgens, da der Start erst um 11:00 Uhr sein sollte, was uns sehr entgegen kam! Einen platten Schlauch hatten wir abends noch gewechselt, unsere Räder waren fit und so waren wir guter Dinge.
Platt kurz vor Start. 3 Mal!
Ein kurzer Blick auf eines der Räder machte uns dann jedoch morgens einen Strich durch die Rechnung, denn schon wieder war das Rad platt... Naja, wir waren ja fit im Wechseln, ich tauschte den Schlauch kurz, inspizierte sorgfältig den Mantel, denn der Schlauch war neu und wir waren ja nicht gefahren. Aber der war einwandfrei. Also aufgepumpt und bei 4 bar war auch schon wieder Schluss. PFFFFFT. Plattt. Konnte nicht wahr sein.... SO. Nun war der Ehrgeiz in mir geweckt. Ich inspizierte erneut Mantel und Felge und entdeckte, dass das Fegenband etwas verrutscht war und einen kleinen Grat an der Felge im Bohrloch des Ventils frei lag. Nun war guter Rat teuer, oder eben billig, denn ich überlegte kurz und klebte 2 Streifen Tesafilm über das Ventilloch als Ersatz und machte ein neues Loch für das Ventil rein. In der Hoffnung, dass das Tesa den Grat abdeckte. Und das tat es. Zack 8 bar, konnte los gehen. 
Unten vor der Tür wartete eine weitere Mitfahrerin, diese schaute uns beim Aufsteigen etwas verwirrt an und meinte sie hätte einen Platten.... WAS? Wir waren schon etwas spät dran, aber ich glaube wir legten den schnellsten Wechsel des Rennens hin, bevor das Rennen los ging. Reifen runter, Schlauch getauscht, Pumpe geholt, Reifen rauf, ab zum Start! Dort kamen wir sehr gut Warmgefahren an und reihten uns in den letzten Startblock ein, da wir sieben Mädels zusammen starten wollten.
START!
Los geht's. 
Es ging entspannt dahin, erstaunlich flach und zusammen.Die ersten Kilometer waren flach und schnell. Wir verloren uns etwas, ich war fortan  mit Cecilia unterwegs und ich war ehrlich gesagt etwas überrascht, dass es so flach war. Bis es plötzlich eine Linkskurve gab und gefühlt eine Wand hinauf ging. Bergauf, aber vom Feinsten! Puh! Da hieß es schnell umschalten und in den Bergaufmodus wechseln. Wir kurbelten uns hoch, einige schoben bergauf aber wir kamen ganz gut voran! Geschafft! OBEN! Es folgte eine schöne Abfahrt und viele begeisterte Zuschauer. Die vielen Zuschauer verbreiteten eine super Stimmung, wir grüßten Viele und viele freuten sich darüber umsomehr! Es war eine Klasse Stimmung!!! 
Am Vorabend hatte Tanja, unser Local, uns darauf hingewiesen, dass es zu einem Schloss mit Kopfsteinpflaster steil bergauf ginge, auf den letzten 200m. Ich wartete ständig auf dieses Stück aber es kam noch nicht. Wir rollten also weiter, machen ein paar Fotos, ein Video und strahlten um die Wette, auch weil das Wetter hielt und das angekündigte Gewitter nicht kam. Es war trocken! 
Dann plötzlich, UFF, ging es bergauf. Steil! SEHR STEIL! Ging nur im Stehen, 34/25 war nicht so ganz ausreichend, aber mit ordentlich Kraft ging es dann doch! Und dann kam das Stück Pflaster hinauf zum Bensberg Schloss. Und es kam ein Polizeiwagen, der sich in die einspurige Passage auf dem Pflaster vor mich drängte...was sollte das denn??? Ich musste Druck vom Pedal nehmen und merkte, dass es hinter dem Polizeiwagen zu langsam ist, denn er konnte die vor ihm fahrenden langsamen Radler nicht überholen. Ich fuhr nach rechts und schlängelte mich zwischen Auto und Absperrung vorbei. Vor dem Wagen zog ich nach links vor das Auto rüber und an den langsameren Fahrern links vorbei. Zu langsam kann ich nicht bergauf fahren!
Phänomenal, wir hatten die Passagen gut geschafft, Ceci und ich waren happy, es ging bergab nach Köln! Im Wesentlichen flach! Wir sammelten zumindest 5 der 7 Mädels wieder ein und fuhren die restlichen 20km zusammen. Ein junger Mann hängte sich an uns dran. Ein anderer Mann sprach ihn an, ob er unser Coach sei. Ich drehte mich um und sagte nur, dass wir das auch alleine könnten. Der junge Mann war verdutzt und sagte nur, dass wir ihm den Hintern retten würden, er sei schon ziemlich kaputt.... :-) 
Mit einem breiten Grinsen und bester Laune rollten wir zu fünft über die Ziellinie!
Es war eine ganz neue Erfahrung für mich ein Rennen in einem echten Team zu fahren! Ich habe die Runde so genossen und so viel Spaß gehabt und zusammen konnten wir die Zuschauer an der Strecke begeistern. Ein Rennen voller Begeisterung, Guter Laune, Positivem Spirit, Zusammenhalt, tollen Frauen, anspruchsvoller Strecke und so vielen tollen Momenten!
#yourrideyourrules war absolutes Programm!!!  

 

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