RTF Alp d´Hittfeld - Letztes Anwärmen vor den EuroEyes Cyclassics in Hamburg

Schon wieder August! Die Cyclassics stehen vor der Tür! Wer denkt, dass die Cyclassics eine vollkommen flache Veranstaltung sind, hat sich geirrt, denn es geht durch die Nordheide und da warten einige fiese Hügel auf die Teilnehmer. Was ist also ideal um sich darauf vorzubereiten? Richtig! Hinfahren - Drüber fahren. Und das geht sehr gut bei der RTF Alp d´Hittfeld. Die haben wir am Sonntag besucht und uns auf den 120km (Streckenlängen im Angebot 40km, 80km, 120km, 150km) die Nordheide angeschaut und mal getestet, wie gut wir die Hügel hoch kommen.

Ich glaube wir sind fit für die Cyclassics, denn die Runde lies sich sehr gut fahren. Aber lest selbst, was uns auf der Runde erwartet hat.

 

Start der 120er Runde war in Hittfeld/Seevetal, bis dorthin sind wir geschmeidig mit dem Metronom aus Hamburg angereist, was erstaunlich schnell ging! Zack - waren wir in Hittfeld und rollten mit vielen anderen vom Bahnhof bis zum örtlichen Gymnasium in dem die Anmeldung und der Start sein sollte! Wir meldeten uns schnell an, montieren die Nummern auf den Trikots und schon ging es los. 

 

DER START

 

Glücklicherweise war der Start etwas eher, sodass wir schon um 8:45 auf die Strecke durften. Wir fuhren in zügigem Tempo die ersten Kilometer in größerer Gruppe, ich reihte mich mich Simon im hinteren Drittel der Gruppe ein und wir versuchten an der Gruppe dran zu bleiben. Das Tempo passte nicht ganz und wie immer waren die Hügel dann doch hügeliger als gedacht... Wir führen also in unserem Tempo weiter, immer mal wieder begleitet von Radeln, die ein ähnliches Tempo hatten. Bis zur Streckenteilung war schon die erste Kontrolle passiert, dort schob ich mir nur kurz einen Schokolade-Schaumkuss rein. Warum weiß ich nicht, ich mag die Dinge eigentlich nicht und Hunger hatte ich auch nicht. Aber Stephan hielt mir einen entgegen und schon war der in meinem Mund verschwunden, beinahe ohne anzuhalten. Fix ging es weiter. Richtung Wulfsen, immer wieder war ich verwirrt ob der Streckenausschilderung und des heruntergeladenen Tracks, denn der Track war eher ungenau, und verlief irgendwo neben der Straße, manchmal auch 100m und mehr. Vor Wulfsen bog der ausgeschilderte Weg allerdings rechts ab und mein Track verlief geradeaus. Wir entschieden uns für den ausgeschilderten Weg, weil die anderen vor und nach uns da auch lang fuhren (gutes Argument... ;-) ). Als dann aber längere Zeit kein Hinweisschild mehr kam, waren wir doch etwas verwirrt. Naja, wir fuhren einfach weiter... Irgendwann kam dann doch noch ein Schild. Und es kam auch ein Hinweise zur Streckenteilung, ich hatte nämlich befürchtet, dass wir auf der 80er Runde gelandet wären (oh Gott, dann wäre wir ja viel zu schnell wieder am Start...), waren wir aber nicht, es ging weiter Richtung Amelinghausen zur 2. Kontrolle.

 

 

2.KONTROLLE

 

In Amelinghausen gibt es ein Strava-Segment namens "Mur de Amelinghausen" und das Segment macht seinem Namen alle Ehre. Man biegt um die Ecke, denkt, dass gleich die Kontrolle mit Kuchen und Bananenbrot kommt, und dann geht es da bergauf, dass man nur noch Zeit haut ganz schnell auf den ganz kleinen Gang zu schalten. Und dann muss man da hoch kurbeln. Kurz habe ich gedacht, dass ich absteige. Ging dann aber doch. Ich hab dann doch die drittbeste Frauenzeit auf dem Segment geliefert. Dann brauchte ich aber auch erstmal das Rosinenbrot an der Kontrolle... Und ein Sauerstoffzelt wäre gut gewesen, gab es aber nicht...

Frisch gestärkt ging es dann weiter. 

Nach der 2. Kontrolle teilte sich dann die Strecke, die 150er kamen an der 2. Kontrolle noch ein weiteres Mal vorbei, wir Bögen jedoch zur 3. Kontrolle ab. Nach einigen Kilometern kamen erneut in der Gruppe Zweifel auf, auf welcher Strecke wir waren. Einer der Mitfahrer in der Gruppe stelle verwirrt fest, dass dies die 120er Runde und nicht die 150er war. Ja, da war eine Streckenteilung an der Kontrolle. 120 links, 150 rechts. Das muss er wohl übersehen haben... Ob er dann umgekehrt ist, hab ich allerdings nicht mitbekommen.

In mir mehrte sich der Verdacht, dass die Streckenplaner einfach ALLE Hügel der Nordheide mit einem Strich verbunden haben, Zack fertig ist die Strecke. Es ging in der Tat immer wieder kurz "bergauf" und hinab. Für Rennradfahrer, die im Harz oder den Alpen oder sonstwo an Hügeln wohnen, ist das wohl eher ein Scherz, aber in der Kombi Wind und Hügel war es dann doch irgendwann zermürbend. 

 

 

 

3. KONTROLLE

 

An der 3. Kontrolle sammelten wir nochmal Kraft, es wurde tatsächlich auf Nachfrage ein Schluck Rotwein angeboten, den wir dann aber doch ablehnten... Wäre aber möglich gewesen...

Von der 3. Kontrolle ins Ziel ging es dann einen größeren Abschnitt auf dem Hinweg zurück, sodass wir schon wussten wo es lang ging. 

Happy und erledigt kamen wir nach exakt 120km im Ziel an und erhielten dankenswerter Weise noch eine Wurst und ein kühles Getränk!

 

Die Runde durch die Nordheide, ob 80er Strecke oder 120km oder die Lange Runde mit 150km ist eine gute Vorbereitung auf die Cyclassics. Es geht buchstäblich durch die Hügel der Nordheide, die zu dieser Jahreszeit wunderhübsch aussehen. Die Heide blüht (leider kein Foto gemacht...) und es mischt sich erste Herbststimmung in das satte Grün vom Sommer. Auf den Hügeln lässt sich noch der eine oder andere harte Antritt trainieren und für mich liegt die Herausforderung immer in der Kürze der Hügel, denn man kommt nicht so wirklich in einen Rhythmus. Für das große Blatt sind die Hügel zu flach, für das kleine zu steil und dann sind sie auch schon wieder vorbei. Immer wieder...und wieder....und nochmal.

 

Das Wetter war ideal, es war etwas bewölkt und kühler, aber zum Fahren sehr gut, da man nicht so gar gekocht wurde, wie bei 30 Grad. Zum Ende der Runde tröpfelten einige Regentropfen vom Himmel und die Wolken wurden bedrohlich dunkel, aber es hielt dann doch! 

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