Mein neues Rennrad: Das Specialized Diverge Comp DSW CEN im Test

Ich hab ein neues Rad! Jahaa!!! Ganz neu!

Über eine Neuanschaffung habe ich schon einige Zeit nachgedacht, denn obwohl ich meine Ruby wahnsinnig gerne fahre und nach wie vor sehr zufrieden mit dem Rad bin, fehlt mir manchmal für manche Situationen das richtige Rad. Und da bekanntlich die passende Anzahl der Räder nach der Formel N+1 zu berechnen ist (N = momentane Anzahl Räder), liegt ja nichts näher als ein neues Rad zu erwerben! Damit stehe ich dann auch schon vor der Qual der Wahl, denn die Auswahl ist ja rieesig...

Zunächst habe ich mich gefragt, was ich mit dem Rad anstellen möchte. Dabei waren mir die folgenden Dinge besonders wichtig:

  • Problemlos über einen unbefestigten Feldweg fahren (Davon gibt´s hier in der Südheide nämliche viele...)
  • komfortable Geometrie
  • robust (der Winter steht vor der Tür...)
  • Möglichst mit Schutzblechaufnahme
  • Gepäckträgervorbereitung wäre gut, ich würde nämlich gerne mit dem Rad zur Arbeit fahren
  • trotzdem "rennradfeeling"
  • gutes Aussehen versteht sich von selbst...

Mit diesen Punkten habe ich mich auf die Suche gemacht... zunächst dachte ich, dass wohl ein Crosser die beste Wahl wäre, denn die Räder sind ja dafür gedacht sportlich abseits der Straße zu fahren. Also habe ich beim besten Radladen in town mal geschaut, was es bei den Crossern so gibt. Da wäre zunächst mal das Crux

Ein durchunddurch ein sportliches Gerät mit, wie sich bei einer kleinen Testrunde herausstellte, sensationellen Fahreigenschaften. Wenig, agil, spritzig und sehr spaßig zu fahren! Ein tolles Rad, das Lust auf eine sportliche Runde auf dem nächsten Forstweg macht. 

Wie sah es nun mit meinen Anforderungen, die ich an das neue Rad hatte, aus? 

  • Problemlos über einen unbefestigten Feldweg fahren - CHECK!
  • komfortable Geometrie - Hm, eher sportlich
  • robust - CHECK!
  • Möglichst mit Schutzblechaufnahme - NEIN
  • Gepäckträgervorbereitung - NEIN
  • trotzdem "rennradfeeling" - und wie!!!
  • gutes Aussehen versteht sich von selbst... - selbstredend!

Demnach: Ein tolles Rad, dem aber ein paar wichtige Details für den Weg zur Arbeit fehlten, denn ich wollte keine "Improvisierten" Schutzbleche, die sollten schon dran bleiben...Zwar lockte mich die agile Fahrweise aber ob ich damit entspannt die 30km zur Arbeit (oneway) fahren würde und entspannt ankäme? Immerhin war das Rad für knackige Cyclocrossrennen gedacht. Ich gucke also weiter!

 

Next Choice: Das DIVERGE! Eine kurze Probefahrt machte das Rad über alle Zweifel erhaben! Das ist es!

 

Mich überzeugte vor allem die komfortable Geometrie in Verbindung mit Offroadfähigkeit und dem trotzdem direkten Fahrverhalten! Beinahe eine eierlegende Wollmilchsau... ;-). 

 

Was sind nun meine ersten Eindrücke nach den ersten 100km auf meinen Diverge? 

Ich fühlte mich vom ersten Moment wohl auf dem Rad und das ist das wichtigste! Passt. Ich hatte im Vorfeld mit Ben vom Specialized bgfit am RETÜL-Bike verschiedene Modell und Rahmengeometrien ausprobiert und wir kamen zu dem Schluss, dass ich am besten auf dem 52er Diverge sitze. 

Mir gefällt das direkte Fahrverhalten, was im Prinzip wie auf einem Rennrad ist, allerdings mit einem deutlichen PLUS an Komfort, denn alleine durch den größeren Reifendurchschnitt federt das Rad wesentlich besser. Kopfsteinpflaster fühlt sich an wie eine unebene Straße und nicht mehr wie ein direkter Schlag auf die Hirnhäute. 

Darüber hinaus gefällt mir das direkte Lenkverhalten durch den doch relativ steilen Steuerrohrwinkel.

Und, last but not least, sind die Scheibenbremen der Hammer! Ich will nicht die andauernde Diskussion über Sinnhaftigkeit von Scheibenbremsen am Rennrad befeuern, aber der Bremsweg ist schon sensationell, mal abgesehen von gleich bleibender Bremsleistung auch bei Nässe! Definitiv ein weiteres PLUS! es bedarf dafür natürlich einer etwas feiner dosierten Bremskraft, sonst macht man nen Abflug... 

Meine drei Highlights an meinem neuen Specialized Diverge, quasi mein persönlicher Test!

  • Komfortable und dennoch sportliche Sitzposition
  • Grandiose Bremsleistung
  • Vielfältige Möglichkeiten dank Schutzblech- und Gepäckträgervorbereitung

Ich freue mich auf viele weitere Kilometer und werde von meinen Erfahrungen berichten. Ich hab das Rad natürlich gleich schon mal ein wenig angeschmutzt... Aber wie ich das wieder sauber bekomme wisst ihr ja schon...

 

 

Technische Daten

RAHMEN:

Premium Aluminum, Smartweld Technology

GABEL:

Specialized FACT Carbon, Zertz-Einsätze

VORBAU:

Specialized 3D forged alloy, 7 Grad Neigung

LENKER:

Specialized Alloy 125mm Drop, 70mm Reach, 40cm Breite

LENKERBAND
Specialized Roubaix mit Gel-Einlage

VORDERRADBREMSE:

Shimano BR-785 Hydraulic Disc

HINTERRADBREMSE:

Shimano BR-785 Hydraulic Disc

UMWERFER:

Shimano 105, 2-fach

SCHALTWERK:

Shimano 105, 11-fach

SCHALTHEBEL:
Shimano 685 11-fach

KASETTE:
Shimano 11-32

KETTE:
KMC x11

KURBEL:

FSA Gossamer Pro compact 50/34

PEDALE:
Shimano SPD

VORDERRAD:

AXIS 3.0 DISC SCS

HINTERRAD:

AXIS 3.0 DISC SCS

BEREIFUNG:

Specialized Roubaix Pro Faltreifen 28mm

SATTEL:

Derzeit noch: Specialized Toupé 143mm

SATTELSTÜTZE:

Specialized Aluminium

SCHUTZBLECHE:

Specialized Plug&Play

KLINGEL

Oi by Knog

NAVIGATION:
Garmin Edge 800

SATTELTASCHE:
Specailized Mini Wedgie, ja, falsche Farbe. kommt noch in neu.

FLASCHENHALTER:

Specialized Alu, ja, auch falsche Farbe, kommt auch noch neu.


Geometrie

STACK                                          544mm

REICHWEITE (REACH)             378mm

STEUERROHRLÄNGE               120mm

STEUERROHRWINKEL             71.25°

TRETLAGERHÖHE                     270mm

TRETLAGERABSENKUNG       77mm

NACHLAUF                                 64mm

GABELLÄNGE                             390mm

FORK RAKE/OFFSET                51mm

MITTE TRETLAGER - MITTE

 

VORDERACHSE                          596mm

KETTENSTREBEN (MM)          412mm

RADSTAND                                  995mm

OBERROHRLÄNGE

(HORIZONTAL)                           534mm

BIKE-ÜBERSTANDSHÖHE       740mm

SITZROHRLÄNGE                      447mm

SITZROHRWINKEL                    74°

LENKERBREITE                          400mm

VORBAULÄNGE                         90mm

KURBELLÄNGE                          170mm

 

SATTELSTÜTZEN-LÄNGE       400mm


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Kommentare: 2
  • #1

    Michael Vates (Mittwoch, 12 Juli 2017 16:41)

    Hi,
    und immer noch zufrieden mit dem Diverge?
    Hätte jetzt auch noch die Möglichkeit, dieses chromfarbene Diverge neu zu kaufen. Für 1750,-
    Was meinst du, kaufen oder auf das 2018er mit Headshock am Lenker warten?
    Rein optisch ist das deine auf alle Fälle um einiges schöner und das Auge fährt ja bekanntlich mit.

    Schöne Grüße
    Michael

  • #2

    Lena (Mittwoch, 12 Juli 2017 21:22)

    Hallo Michael,
    Ich bin vollauf zufrieden, es fährt zuverlässig und ist komfortabel und sportlich zugleich! Wenn du die Chance auf das Modell hast, ist das n guter Preis! Das 18er mit Future Shock ist natürlich auch ne tolle Sache!!!