MTB in den Harburger Bergen - Specialized Womens Ride im Februar - Ride with the flow

Endlich wieder auf das Mountainbike!

Letztes Wochenende war es endlich mal wieder soweit, die Ladies steigen auf ihre Mountainbikes beim Specialized Womens Ride in den Harburger Bergen!

Da ja der Winter bekanntlich nicht so ideal ist um stundenlang auf dem Rennrad zu sitzen bietet sich eine knackige Runde auf dem MTB an. Treffpunkt war also am Samstag an der Kärntner Hütte in Harburg. Wir bereiteten die Bikes vor, denn wir hatten einige heißbegehrte Leihbikes im Gepäck und schon trafen die ersten Ladies ein.

Nach einer kleinen technischen Einführung (Dämpfer einstellen, Bremsen ausprobieren...) waren alle bereit für die ersten Kilometer. Die Harburger Berge sind zum moutainbiken ideal, insbesondere wenn frau so wie ich  damit nicht so 100% geübt ist wir auf dem Rennrad. Es gibt Schotterwege, steile Trails und entspannte Wege durch die Wälder... Auf einigen Singletrails lässt es sich hervorragend rollen, gute Laune garantiert. Das Gebiet ist gut ausgeschildert, dass man verloren geht, ist eigentlich ausgeschlossen. An irgendeiner Straße in der Nähe kommt man immer wieder raus.

Als Programm stand zunächst ein kleines Techniktraining an vier Stationen auf dem Plan gefolgt von 1,5 - 2 Stunden Ausfahrt in kleinen Gruppen. Wir, und wir waren eine beindruckende Gruppe von über 30 Frauen, rollten also zunächst zum Meyer Park. Dort gibt es eine kleine Wiese, die wir für unser Training nutzen.

Unsere Übungen

Wir installierten fix vier Stationen und unsere Technik-Queen Steffi erklärte die Übungen.

 

1. Station - Bremsen

Hört sich banal an, ist dann aber doch nicht so einfach... Mit Tempo ging es auf eine Linie zu. Ab der Linie durften wir bremsen, mussten aber in einem danach markierten Feld zum Stehen kommen ohne, dass die Räder blockieren. Gar nicht so einfach mit beiden Bremsen gleichmäßig dosiert zu bremsen. Die Bremse am MTB wird übrigens nur mit einem Finger benutzt. Kraft braucht frau dank Scheibenbremsen also nicht... Je höher die Geschwindigkeit bei der Anfahrt wurde, desto schwieriger das Bremsmanöver. Nach einigen Durchläufen hatten wir raus, wie die Bremse gut einzusetzen war... Auf ging´s zur nächsten Station.

 

2. Grundposition - "Vorausschauender Gorilla-Frosch"

An der zweiten Station ging es um die Grundposition auf dem MTB. Dabei steht man auf den waagerechten Pedalen und schaut nach vorne, während der Oberkörper über dem Lenker ist und der Po etwas herausgestreckt wird. Die Ellenbogen werden vom Körper weg gehalten, sodass man stabil und beweglich zugleich das Rad unter sich manövrieren kann. Der Begriff "Vorausschauender Gorilla-Frosch" fasst eigentlich alle wichtigen Punkte an der Position zusammen. Nach vorne gucken, breite Schultern und etwas "froschmäßig" hocken ;-) Voilá.

 

3.  Kurven fahren

Hört sich ebenfalls einfach an, erfordert aber Mut und Übung, denn durch die abgesteckte Kurve kommt man nur geschmeidig durch, wenn das Rad in die Kurve gelegt wird und man selbst über dem Schwerpunkt des Rades bleibt. Wir kurvten Kurven linksrum - rechtsrum - linksrum - rechtsrum bis die Kurven wie geschmiert liefen. Auszutesten wie weit das Rad geneigt werden kann war sehr spannend, es geht erstaundlich weit...

 

4. Vorderrad anheben

Ja, richtig, hoch mit dem Vorderrad. Dafür hatten wir einen kleinen Ast den wir überfuhren und versuchten davor das Vorderrad anzuheben. Für mich definitiv die Übung, die am meisten Wiederholungen erfordert, bis ich mich damit sicher fühlte. Als weiterer Schwierigkeitskgrad gab es einen etwas größeren Ast zum Überfahren, den hob ich mir aber für die nächste MTB-Technik-Übungs-Einheit auf, frau braucht ja Ziele ;-). Wie genau man das Rad vorne hochbekommt kann ich gar nicht in Worten beschreiben. Am Einfachsten geht es wohl wenn man aus der Grundposition sich nach ober streckt und versucht das Rad bei der Bewegung vorne mitzunehmen... Probieren....

 

Auf jeden Fall ein großer Spaß und wir waren nun warm für die anschließende Runde durch die Harburger Berge!

Die Ausfahrt

Nun machten wir uns auf den Weg durch die Berge! Martin führte mit mir die Gruppe über alle erdenklichen Hügel. Meist ging es auf Schotterwegen bergauf bis wir auf dem nächsten Hügel einen kleinen Zwischenstopp einlegten und Martin erklärte wie der Trail bergab zu fahren war.

Da es den ganzen Tag unter Null Grad blieb war der Boden fest und gefroren, sodass wir mit unseren Bikes über den Waldboden gut rollen konnten.

Wir probierten aus, wie wir am besten durch die Trails kamen. Ich stellte irgendwann fest, dass ich mit einer Mischung aus Lockerheit und Stabilität das Rad gut "alleine" über alle Unebenheiten lenken konnte. Ließ ich das Rad seinen Weg über die Steine und Wurzeln finden, ging es fast wie von selbst und ich war überrascht wie viele Löcher, Wurzeln und Steine das Fahrwerk des Specialized Era (Fully) schluckte ohne, dass es schwammig wurde. Tolles Gefühl. Mit jedem Trail wurden alle etwas mutiger und es rollte immer besser. Martins Aufforderung vor allem Spaß zu haben, gelang allen besser und besser je lockerer wir wurden. Herrlich abwechslungsreich, anstrengende Passagen bergauf und flüssige Trails bergab faszinierten mich, denn es wird nie langweilig... Könnte ich mich dran gewöhnen! 

Das Bike

Ich war mit einem Specialized Era unterwegs. Einem Fully, also mit gefedertem Vorder- und Hinterrad, das für Crosscountry-Rennen konzipiert ist und eine entsprechend knackige und direkte Geometrie hat.

Im Prinzip hatte ich eine recht aufrechte Zum Sitzposition wie man es eher von einem Touren-MTB kennt, allerdings spielt das ERA bergauf seine ganze Agilität aus. Das straffe und Dank der Mini-Brain-Federung perfekt und einfach einzustellende Fahrwerk machen alle Bedingungen zu einem Genuss...

Die 29er Laufräder rollen wirklich über jegliche Unebenheiten weg als ob sie nicht da wären, ein tolles Fahrgefühl, das zu jeder Zeit Sicherheit und Kontrolle vermittelt!

Gerne hätte ich das rad mitgenommen, ich glaube ich weiß, welches Rad sich als nächstes zu meiner Radfamilie gesellt ;-)...

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