Vätternrundan 2017 - 300km um den See in Futterstationen

Die Anreise

Unsere Anreise beginnt mit einer Überraschung, geplant war mit einem Wohnwagen gen Schweden aufzubrechen. Bei der Abholung selbigen eröffnete sich jedoch die Überraschung, dass alle verfügbaren Wohnwagen nur bis 80km/h zugelassen waren…. Damit würde die Anreise nach Motala doch recht lang werden… Kurzerhand wurde uns ein Wohnmobil angeboten, welches wir gegen geringen Aufpreis dann mitnahmen.

Schnell waren unsere Sachen im Mobil verstaut, wir hatten uns ja vorgenommen mit leichtem Gepäck zu reisen, und letzte Besorgungen waren gemacht. Ab ging die Post… Pünktlich um 20:00 waren wir auf der Autobahn gen Norden….

In sensationellen 2,5 Stunden waren wir von Hannover nach Lübeck gereist und weiter ging es nach Norden. Genaus schnell waren wir dann in Puttgarden, zwar fuhr die Fähre gerade ab, aber mit einer halbstündigen Taktung standen wir dann um 23:45 auf der Fähre nach Rödby. Dunkel war es, aber so warm… Gute 45 Minuten später, 4,26€ für nen Kaffee und 8€ am Daddelautomaten auf den Kopf gehauen, fuhren wir dann in Dänemark wieder von Bord. Ein strenger Zöllner fragte uns wohin wir wollen und was wir machen… Ernster Typ. Ernst bleiben. "Cycling-Sweden-Vätternrundan-Return on Monday-Gute Reise". Danke. Wir verschwunden in die dänische Nacht…

In Dänemark ging es zügig Richtung Kopenhagen, wir bestaunten den roten Mond und ich war fasziniert von dem nächtlich hellen Himmel am Horizont im Norden. Gradewegs Richtung Norden blieb der Himmel in einem Fenster von vielleicht 70 Grad einfach hell… Eine Mischung aus Pastellfarben mit nächtlich grauem Schleier….Unglaublich schön.

Uuund zack war das kleine Dänemark auch schon durchquert, wir waren auf der Brücke nach Malmö und hatten endlich Schweden erreicht. An der Grenze erwartete uns erneut ein Zollbeamte, der uns allerdings nur kurz begrüßte und uns eine gute Reise wünschte.

Nun ging es durch das nächtliche Schweden, der helle Himmel wurde mehr, ein leichter Hauch von Morgendämmerung (ja, ich weiß ist kitschig, war aber wirklich schön) kam dazu und es wurde gaaanz langsam wieder heller. Wir hielten allmählich nach einer Tankstelle Ausschau und einer Möglichkeit für eine kurze Nachtruhe… Beides fanden wir um circa 3:30 hinter einem Rasthof. Da wir uns unser Bett ja umgeschnallt hatten, war der Weg nicht weit, wir pennten schnell ein, und schlummerten friedlich….

Zuuuufälligerweise war McDonalds gegenüber und behielt für uns ein Frühstück bereit. Gestärkt traten wir den Rest der Strecke bis Motala an. Durch endlose Wälder, an Seen vorbei bis nach Jönköping und da war der See schon! Nun war es nur noch ein Klacks nach Motala. Den See zur Linken, die morgige Strecke zur Rechten philosophierten wir über die morgige Runde.

Letzte Vorbereitungen

Da waren wir, auf dem vorübergehend eingerichteten Campingplatz Räsnass direkt am See. Wir schlugen unsere Zelte auf und erkundeten die Umgebung. Wasser, Duschen, WC alles vorhanden und so langsam füllte sich der Platz mit vielen Zelten, Wohnwagen und Wohnmobilen. Letzte Dinge der Vorbereitung waren vor allem das Abholen der Startunterlagen, welches wir mit einem kleinen Bummel über da Eventglände in Motala verbunden, und das Aufrüsten der Räder. Das hoben wir uns jedoch für den Freitag vor dem Start auf. Den Donnerstag verbrachten wir mit Entspannung, einem leckeren Grillen und dem genießen der schwedischen Natur. Die Schweden haben nämlich gefühlt 100 Singvögel, die direkt neben unserem Wohnmobil den ganzen Tag zwitschern... Nach wahnsinning erholsamer Nachruhe war der Tag gekommen auf den wir so lange gewartet hatten! Aus reiner Nervosität musste ich zunächst mein Rad fertig machen. Es war noch reichlich Zeit bis zum Start um 22:34 aber wer weiß.... Pünktlich um 14:00 fing es an zu regnen. Und das nicht zu knapp. Es schüttete. Richtig. Der Regen prasselte auf das Wohnmobil - eigentlich ganz gemütlich. Im Inneren ging ich die Optionen durch. Schutzbleche, Regenjacke hatte ich mit, dicke Handschuhe auch. Aber ich hatte keine Lust auf Regen und die Vorhersagen versprachen, dass es gen abend aufhören sollte!

Ich machte erstmal mein Rad fertig. Getränke, Oberrohrtasche, Zusatzakku für den Garmin, Beleuchtung, Schutzbleche (erst beide, dann eins wieder ab...hin und her...) 2 Riegel, ein paar Trockenfrüchte. Und meine Klamotten legte ich bereit. Ich entschied mich für:

kurze Hose mit Knielingen, Merinounterhemd, Kurzarmtrikot, Thermoarmlinge, Windjacke mit abzippbaren Ärmeln, dünne Mütze, Warnweste für ie Nummer und warme Handschuhe (das Thermometer des Garmin sagte später 7 Grad nachts, 25 tagsüber). So ging es zum Start!

Der Start und die ersten 47km

Vergingen wie erwartet im Flug. Timon und ich fuhren bei einander, gute 30 - 33km/h in die aufziehende Nacht. In einer großen Gruppe zogen sich vor uns endlose Mengen von Radlern durch die Nacht. Der himmel wurde dunkler aber nicht so dunkel, dass man nichts mehr sehen konnte. Den See zur Rechten rauschten wir durch die Felder, leichter Nebel legte sich über die Wiesen, ich konnte manchmal wirklich nicht genug gucken, so faszinierend sah die Szenerie aus. Trotzdem aufpassen! Um mich herum waren ja noch einige andere Fahrerinnen und Fahrer.

Von Motala nach Ödeshög waren ein paar kleinere Hügel zu absolvieren, keine Quälereien, die Straße folgte einfach der Landschaft...


ÖDESHÖG 47km

Wie gesagt schnell erreicht. Ich überlegte ob ich rein fahren wollte.... eingetlich hatte ich noch ausreichend Getränk, es lief gut. Aber da ich den Rest meiner bande verloren hatte, fuhr ich kurz ran und fand den Rest der Mispoke schnell wieder. Nach einem Brötchen und einem Stück slaziger Gurke ging es mit Timon gemeinsam weiter.

Richtung Ölmstad wurde es ein klein wenig hügeliger, der eine oder andere Hügel war zu erklimmen, ich rollte aber gut drüber und kam gut voran. Weiter durch die recht helle Nacht (nicht so, dass man kein Licht bräuchte, aber die Landschaft war ziemlich gut zu erkennen) durch Gränna durch, das die besten Zuckerstangen der Welt macht, glücklicherweise hatte ich schon welche auf dem Hinweg gekauft. Auf dem Koopfsteinpflaster durch den hübschen Ort vorbei an erstaunlich viel Partyvolk ging es weiter nach Ölmstad.

ÖLMSTAD 83km

Erstaunlich schnell war ich an der nächsten Station in Ölmstad, dort traf ich erneut die Jungs wieder und stärkte mich mit Zimt-Brötchen, salzigen Gurken und 2 Bechern Blaubeersuppe, die so süß war, dass ich den Zucker förmlich aufsog. Und lauwarm. Schmeckte verdammt gut und gab mit neue Kraft für den weitern Weg. Bis nach Jöönköping wo es Köttbullar gab, war es nicht mehr weit. Nur noch 20 Kilometer und dann hatten wir schon das erste Drittel rum!

Nach einem kurzen Besuch auf dem Dixi ging es weiter. Hügelig wie zuvor und zu gut fahren!


unkel? Ist doch Midsommer!

 

Midsommer - da wird´s ja gar nicht dunkel. Denkt vielleicht mancher...

Von wegen... zwischen 23:00 und 2:30 wird es schon ziemlich dunkel, nicht so, dass man seine Hand vor Augen nicht erkennen kann, aber ohne Licht sollte man auch nicht fahren. Daher wird bei allen Startern am Start das ift kontrolliert. Den Reflektorkrams braucht man nicht, aber Licht sollte schon gehen....

Aufgrund des guten Wetters war es nachts verhältnismäßig hell, bei Bewölkung sieht das jedoch ganz anders aus...


JÖNKÖPING 103km

Von Ölmstad ging es hügelig nach Jönköping wo uns in einer Eishockeyhalle (ohne Eis ;-) ) ein warmes Essen erwartete. Köttbullar mit Preiselbeeren und Gurke sowie einer erfrischenden Milch gaben neue Kraft! Wir entspannten uns ein paar Minuten und aßen noch eine Portion... Es geht nichts über warmes, deftiges Essen nach 100km! Wir machten uns wieder auf den Weg und mittlerweile dämmerte es bereits deutlich. Durch Jönköping durch, das noch im Schlaf lag... Gleich den ersten nervigen steileren Hügel rauf... Mit den Köttbullar im Bauch... ;-)

FAGERHULT 133km

Nach kurzweiligen 30 Kilometern kündigte sich schon das nächste Depot an, was war mittlerweile hell, ich hatte 2 spektakuläre Sonnenaufgangsfotos gemacht und war begeistert von der Organisation der Schweden. Auf einem Streckenabschnitt im Wald, der auf einem größeren Radweg verlief war alle 10m Licht installiert, welches den Weg hervorragend ausleuchtete. Wunderbar, so lies es sich fahren! Der Asphalt tat ein übriges zum Genuss, der der ist auf 250km exzellent, auf ein paar Stücke rauh, aber immer gut zu fahren!

Fagerhult ließen wir schnell hinter uns, der Weg führte durch scheinbar endlose Wälder immer ein wenig bergauf und bergab...

HJO 171km

HJO! Sehr gut! Wir hatten den Scheitelpunkt erreicht! Umkehren machte nun keinen Sinn mehr! Es gab leckere Lasagne und eine  Park in dem wir einen Moment entspannen konnten!

Auf dem Weg von Hjo zum nächsten Depot in Karlsborg (schönes Fort!) ödete mich die Strecke ein wenig an, ich hatte irgendwie kurzzeitig die Lust verloren. Ständig ging es rauf und runter immer durch Wälder... Vielleicht hing ich auch einfach nur im Fresskoma und brauchte einen Mittagsschlaf... Hinter Hjo machte ich den einen oder anderen Pipi-Stop, Timon war vor mir, ich wollte ihn nicht warten lassen bis ich endlich wieder angeplünnt und abfahrbereit war. Spätestens ab Jönköping lohnt sich ein Rast für die Bio-Pause im Wald und nicht auf den Dixis der Depots. allemal sauberer und entspannter als im warmen Dixi sich die Buxe hochzuhalten...


KARLSBORG 204km

Karlsborg! Hier wollte ich unbedingt halten, weil es so ein schönes Fort hat. Konnte ich aber irgendwie nicht genießen. Die Mitfahrer waren grade abgefahren, als ich ankam und die Station war recht wuselig... Ich füllte nur kurz meine Getränke auf und zog Armlinge und die Jacke aus. Es war recht warm geworden! Nachts war es recht frisch, nicht, dass mir kalt gewesen wäre, aber ich war um meine warmen Winterhandschuhe froh, und nun schien die Sonne mit aller Macht! Schön! Müdigkeit war verflogen, es war mittlerweile irgendwas am späten morgen (?) ich guckte nicht auf die Uhr... und schon ging es weiter. 

BOVIKEN 225km

Eine der Stationen, die man nur anfahren muss wenn Getänke alle sind oder war anderes fehlt. Ich ging nur kurz auf die Station, die ein Rastplatz an der Landstrasse ist, und lockerte mich etwas und beschloss gleich weiter zu fahren. Die Straße schlängelte sich nun durch Wiesen immer mal wieder einen Hügel hoch und die Kilometer vergingen.

HAMMARSUNDET 257km

Hierdrauf hatte ich mich gefreut! Über die große Brück am Nordende des Sees! Gang oben auf der Brücke hielt ich an und machte ein paar schöne Bilder. Warum sonst wenige Fahrer für Fotos anhalten war mit ein Rätsel... Ich genoss den Ausblick! Die Landschaft war einfach schön! Und hinter der Brücke war schon das nächste und für mich letzte Depot! Dort traf ich auch Timon wieder, der seit Hjo durchgefahren war! Klasse Leistung!

Wir beschlosse gemeinsam den Rest zu fahren und ließen die letzte Station aus.


Wie gesagt, die Station in Medevi schenkten wir uns auch wenn der Ort wahsinnig schön ist und der älteste Kurort Schwedes mit tollen Häuschen, eine Reise wert!

Die Strecke zieht sich auf den letzten 25km ziemlich...nochmal rechtsrum, nochmal links, kleiner Hügel, kleiner Wald und so weiter!

Ein Teil der letzten Strecke verläuft auf einer größeren Straße auf der erstaunlich viel Verkehr war (für Schwedische Verhältnisse) und man gehörig aufpassen muss. Immer wieder überholen größere Gruppen rufend links und wollen auf den letzten Kilometern noch Zeit gut machen! Hier gilt es rechts zu fahren und vorsichtig zu sein!

 

Das ZIEL kommt nach gefühlt dem 100. Hügel hinter der Brücke in Motala! Stolz wie Oskar bekommt man seine Medaille umgehängt und kann sich dann im Ziel erstmal erholen! Wir gönnten uns ein Bier vom Supermarkt und Tortillachips...


Auf der Strecke waren so viele tole Menschen, Damen auf City- und Treckingrädern, Veterane, die die Strecke schon 50 mal gefahren haben, Neulinge, die sich auf sich konzentrieren und noch ganz viele tolle andere!

 

Wer sich mit dem Gedankgen trägt einmal mitzufahren, der kann ich nur sagen: Macht es! Die Strecke ist gut für jede halbwegs trainierte zu schaffen! Und verspricht ein einmaliges Erlebnis!

 

Vätternrundan 2017 war ein voller Erfolg! Wetter, Menschen, Strecke, Unterkunft, ein voller Erfolg!!!
Vielleicht komme ich nochmal wieder!

 

 

Die letzten Vorbereitungskilometer für die Vätternrundan 2017

Da wären wir... die letzten Kilometer Vorbereitung auf die Vätternrundan 2017 sind absolviert! Wir sind geradelt ohne Ende und ich habe fleissig Tabata gemacht, damit ich gut nach 300 km vom Rad absteigen kann!

Dass ich die Runde gut schaffe hoffe ich seit dem wir angemeldet sind, da bin ich mittlerweile ziemlich sicher!

Ich bin in den letzten 2-3 Monaten jede Woche im Schnitt 70 bis 270 Kilometer gefahren und glaube, dass ich ausreichend Kilometer zusammengefahren habe!

Doch was sind nun die entscheidenden letzten Dinge, die auf den letzten Metern der Vorbereitung wichtig sind?

 

 

Equipment

Ja, die große Frage des Equipments...Was braucht Frau am Rad, was nicht, was wäre ganz schön? Für mich ist wichtig, dass ich keine Experimente auf der Runde um den Schwedensee mache. Ich bleibe also bei meinem Set-Up auf dem Specialized Ruby. Sitzposition, Sattel, Cleats...alles bleibt wie es ist. Trotzdem ist es Zeit für ein paar neue Dinge am Rad.

Nachdem mir in Spanien mein Garmin edge geklaut wurde (grrrrr....) bin ich die letzten 4 Wochen sehr entspannt ohne ein Gerät unterwegs gewesen und habe nur über Strava getrackt...Funktioniert so mittel...die #Stravafails häuften sich, und so habe ich mich nach langem hin und her doch wieder für einen Garmin entschieden, weil mir Navigation am Gerät sehr wichtig ist. Es wurde dann der Garmin edge 820, weil der 1000er einfach wie ein Telefon aussieht. Der ist mir zu groß. Als zweites klassisches Austauschteil hab ich Ruby einen neuen Satz Mäntel gegönnt. Sie ist nun auf Specialized Turbo pro unterwegs, in 26mm. An dieser Stelle muss ich nochmal meinen Vorgängerreifen loben! Ich hab zwar mal den Vorderrreifen auf hinten gewechselt und einen neuen vorne draufgezogen, aber das heißt, dass der nun ausgewechselte Specialized Espoir mehr als 10.000km gelaufen hat...Bei allen Wetterbedingungen. Nicht schlecht!!!

Morgen gibt´s noch als letzter Part ne neue Kasette und ne neue Kette, die sind eigentlich schon seit Herbst fällig...aber solange alles schaltet... Nun ist aber die maximale Lebensdauer erreicht...

Ansonsten Equipment.... ? Ich nehme eine Oberrohrtasche mit mit Zusatzakku für den Garmin und das ist es dann eigentlich... So viel braucht frau auf den 300km ja nicht, es gibt ja dauernd essen und Stationen....

Klamotten

Die Frage der Fraagen ist natürlich die Großwetterlage... Bisher sieht es nach trockenen Bedingungen aus, was ganz gut wäre....

Ich bin auch hier mit normalem Equipment unterwegs. Hose, Unterhemd, Trikot, Windweste, Windjacke, vielleicht Knielinge, Armlinge, Handschuhe. 2013 wurde es nachtss doch recht frisch, ein paar warme Handschuhe sind da ganz gut.

Mehr zur passenenden Bekleidung gibts sonst noch hier im Blog zu lesen.

Aus 20143 und einigen Brevets habe ich gelernt, dass ich meistens zu viel Kram mithabe. Das werde ich diesmal reduzieren. Schließlich ist die Vätternrundan keine Fahrt ans Nordcap, sondern in Mittelschweden, in der Zivilisation... Less is more....

Drumherum...

Joa, sonst so? Wir fahren mit einem Wohnwagen hin und haben uns vorgenommen, die Atmposphäre in Motala zu genießen und eine gute Zeit zu haben.

Mit unseren Mitfahreren aus Münster treffen wir uns auf dem temporären Campingplatz in Motala, da bin ich gespannt wie es dort ist.

Mit ausreichend Kottbullar und Blaubeersuppe wird schon alles glatt gehen... und wenn nicht, wird es eben ein kleines oder größeres Abenteuer!

Schweden, wir kommen! Wir freuen uns!!!

Mit den Worten meiner niederländischen Kollegin: "VORSPAß!"

Riegel oder Gel oder was? Essen und Verpflegung auf dem Rennrad...

Was sollte ich wann essen?

Nunja, immer wieder stelle ich mir die Frage, was wann zu essen ist. Mittlerweile habe ich den einen oder anderen Riegel ausprobiert und möchte meine Erfahrungen gerne teilen, weil mir gerade am Aanfang meiner Rennradfahrerei oftmals ein Fragezeichen im gesicht stand, wenn es um die Frage der Verpflgung auf dem Rad ging. In diesem Blog geht es also um Optionen der Verpflegung in Abhängigkeit von der Runde, die ansteht. 

Alle vorgestellten Produkte habe ich selbst ausprobiert und auch selbst gekauft, ich bekomme nix für die Vorstellung hier.

Für mich teilen sich die Optionen der Verpflegung eigentlich in drei Optionen ein.

1. Was esse ich vor der Runde ? (Dazu wird es später auch nochmal einen Blog geben.

2. Was esse ich während ich auf dem Rad sitze? (Darum geht es in diesem Blog...)

3. Was esse ich danach? Mein Favorit: Kakao. Damit ist alles nötige abgedeckt.... ;-)

Welche Optionen der Verpflegung stehen mir nun während des Radfahrens zur Verfügung? Prinzipiell gibt es zwei große Produktgruppen. feste (Müsli-)Riegel und flüssige Gels. Darüber hinaus kann man natürlich während des Radfahrens alle anderen gängigen Speisen auch essen. Auf vielen Brevets bin ich mit gekochten Eiern in der Tasche an den Start gegangen, eine Bifi geht auch gut oder n kleine Bockwurst zu mittag gibt auch neue Energie. Abraten würde ich nur von zu viel und zu deftig. Nach ner leckeren Schweinshaxe steige ich nämlich nicht mehr gerne aufs Rad... Aber davon abgesehen kann man auch gut ein belegtes Brötchen für eine Pause unterwegs einstecken.

Ich wähle meine Verpflegung in Abhängigkeit von der Runde, die ich fahren will. Je kürzer und anstrengender, desto schneller brauche ich schnell verfügbare Energie. Im Extremfall während eines Radrennens stecke ich nur Gels ein, denn mit Schweiß auf der Stirn und pumpender Lunge kaut sich ein Müsliriegel echt schlecht...

Für die sonntögliche gemütlichere Ausfahrt funktionieren Riegel sehr gut, oder ein eingeplanter Kuchenstop! Wenn ich nach dem Frühstück starte, und länger als eine Stunde auf dem Rad sitzen möchte nehme ich etwas zu essen mit. Einen Hungerast zu haben, ist unangenehm und beendet die Runde schnell. Ausreichend Essen, auch wenn nicht sooo der große Hunger da ist, ist also wichtig!

Build for Speed - Gel

Wie schon gesagt, wenn´s schnell wird, geht bei mir nur ein Gel! Ich finde die etwas flüssigeren Gels super, weil sie im Mund nicht so kleben und nicht direkt was trinken muss. Squeezy Energy Gel gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen unter anderem in "Tomate" und "Weizenbier", ja, wirklich! Schmeckt beides gut, die Tomate ist eine gute Abwechslung weil da Gel nicht so süß ist. Das andere Gel von Powerbar (super Geschmack!) mag ich auch, gbts in verschiedenen Geschmacksrichtungen und auch mit Koffein. Das Gel von Taxofit und Maxim ist recht flüssig und somit gut zu schlucken. Alle Gels sind gut zu öffnen! Mit anderen Verschlüssen muss man etwas Erfahrung sammeln welche gut aufgehen! Von Dextro-Energy gibt es ebenfalls ein flüssiges Gel mit Schraubverschluss. Das öffne ich vorm Rennen einmal und drehe es dann wieder zu. Während des Rennens an Verschlüssen fummeln nervt nämlich und stellt ein Sicherheitsrisiko in der Gruppe dar! Gleiches gilt für Tuben mit Gels. Die sind oft versiegelt. Da kann man dann lange drücken bis was raus kommt... Am besten vorher ausprobieren! Anders als beim Laufen hat man auf dem Rad die Hände ja nicht frei um komplizierte Öffnungen zu bedienen...

Wenn´s mal länger dauert - Riegel

Im Land der Riegel gibt es beinahe schlaraffenlandähnliche Zustände. Es gibt Müsliriegel, Mandelriegel, Fruchtriegel, Sportriegel und Allerlei mehr!

Ich bin überwiegend mit Müsliriegeln und Fruchtriegeln unterwegs! Die sind günstig und lecker. Ohne Schokolade sind sie gut aus der Verpackung zu bekommen und liefen ebenso schnelle Energie wie der High-Tech-Sport-Riegel!

Die Energiebombe von Seitenbacher besteht aus viel Mandel mit Schokolade drum. Gute Energie mit leckerem Geschmack, wenn man Marzipan mag. Der Energize-Riegel von Powerbar ist ebenfalls lecker, aber nur sommertauglich und sollte am Körper getragen werden. Unter 15 Grad wird das Ding steinhart, dann kann man eher ein Stück abbrechen...

Der Sport-Snack von Dextro Energy ist ebenfalls lecker, genauso wie der Riegel von Nutrixxon, den es auch in der leckeren Sorte "Cappuccino" gibt. Eine wilkommende Abwechslung.

Fruchtriegel sind ebenfalls eine gute Option, sie sind günstig und liefern schnelle Energie!

 

Und wenn süß nicht mehr schmeckt - Alternativen

An Alternativen mangelt es eigentlich nicht, aber eine passende praktische Alternative auszuwählen ist dann doch nicht so einfach... Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich gerne auf längeren Runden ein paar hart gekochte Eier mitnehme. Das ist für mich eine gute Alternative! Natürlich liefern die Eier nur wenige schnell verfügbare Kohlenhydrate, aber Eiweiß ist reichlich enthalten und das benötigt der Körper bei langen Touren auch!

2. Eiweiß-Alternative ist Trocken-Fleisch. Da gibt es ja mittlerweile einige Hersteller, die getrocknete Streifen anbieten. Für mich ebenfalls nur eine Alternative auf langen Touren, denn zum Kauen sind die Streifen ja eher mühsam. Ne Cabanossi oder Bergsteiger-Dauerwurst geht aber auch gut... Landjäger haben sogar ne rechteckige Form, die kann man in der Packung aufs Oberrohr kleben, mit Gaffa-Tape. Hab ich schon ausprobiert... Geht! ;-).

Als schnell verfügbare Kohlenhydratalternative geht ne Menge, die meisten Süßigkeiten haben ja von sich aus viel Zucker! Welche Süßigkeiten alerdings gut verträglich sind, muss jede selsbt ausprobieren...

Ich finde n heißer Kaffee und n Stück Kuchen im Café unterwegs sind auch gute Alternativen, essen muss nicht immer zwangsläufig mitgenommen werden.... ;-)

 

Welches ist deine liebste Verpflegung auf dem Rad?

 

Und wie es mit den Getränken und Trinkblasen ist, kannst du hier bei den Bikesisters lesen!

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Costa Blanca Boot Camp - Trainingslager Deluxe

Auf dem Rad durch die blühenden Orangenplantagen...

Wow! Was für ein Duft!

Die Orangen blühen um die Wette! Wir waren kaum aus dem Flugzeug ausgestiegen, da stieg uns der betörende Duft schon in die Nase! Blühende Organgen überall.... Ich hatte große Lust auf rad fahren. Wir hatten folgenden Plan. Zwischen Dienstag und Sonntag wird Radgefahren, gesonnt, Cocktails getrunken am Pool relaxt und wir gönnen uns eine Massage. Die Räder waren an Tag 1 schnall ausgeliehen und fit gemacht und dann ging es auch schon los.

 

Tag 1. Einrollrunde mit 114km und knapp 1000hm...

Ich wollte eigentlich den 1. Tag entspannt angehen lassen, aklimatisieren, rollen, Sonne genießen. Also rauf aufs Rad, zunächst mal 10 Kilometer runter uns Dorf gerollt und dann um den schönen Montgó (ein Berg, der wie ein liegender Elefant aussieht) Richtung Cafeteria am Strand zu fahren. Irgendwie verpasste ich mit einem Mitfahrer die anderen, wir teilten uns auf, es war ein wenig chaotisch und Henrik und ich machten uns zu zweit auf den Weg. Nach einigen Irrungen mit dem Weg und einige Sackgassen und eine Baustellenqueerung später waren wir auf dem Kurs Richtung Cafeteria... So richtig präsent hatten wir den Weg nicht, war uns aber ich ein Stück weit egal, die Sonne schien, wir fuhren erstmal... Bis hinter Denia, da verloren wir erneut den Weg und hoppelten wieder über einen Feldweg und offroad an die nächste Straße. Ich ahnte noch nicht, dass sich das ein wenig wie ein Motto durchziehen würde... Naja, nach 45km kamen wir an der Cafeteria an, die zu war.... Möööp. Weiter gings also (immer besser was zu essen einstecken..) die ersten Hügel rauf und wieder runter... Wir umrundeten einen kleinen Höhenzug und rollten wieder gen Haus zurück. Erstaunliche 114km standen nach Tag 1 auf meinem Garmin. Niiicht schlecht!

Tag 2. Mehr Höhenmeter auf weniger Strecke.

Die Überschrift beschreibt es eigentlich schon vollumfänglich. Wir fuhren im Jalon-Tal in wunderbarer, warmer Sonne und ich konnte es manchmal nicht glauben, dass ich in Kurz-Kurz und Sonnenschein auf dem Rad saß. Auf der Runde machten wir eine nette Pause in einer Cafeteria wo es Mixed Pickles als Snack zur Bocadillo gab. Die Empfehlung als Post-Ride-Snack in Spanien! Snacken sich nach einer anstrengenden Runde gut weg, schön salzig und sehr lecker! Über Benissa und Teulada fuhren wir zurück. Da ich nun mittlerweile schon das 4 Mal dort auf der Ecke war, kannte ich einige Ecken schon und das entspannt die Ausfahrten für mich ziemlich, wenn ih ungefähr weiß wo es lang geht. So kann ich mir meine Kräfte auch besser einteilen... Noch 1 Anstieg, 2 Gegenanstiege und zurück 10km mit 2-4% zum Haus hoch... Damit kann ich gut fahren. Fertig war ich trotzdem nach dem 2. Tag.

Tag 3. Day off.

Am 3. Tag musste ich die Beine hochlegen. Bevorzugt am Pool. Nach dem Frühstück und dem Losrollern der anderen schlief ich komatös 2 Stunden im Palmenschatten am Pool. Muss auch sein!

Tag 4. Beine anwärmen. Knackige Runde über den Montgó nach Denia.

Während ein Teil der Jungs sich  beim Koppeltraining die letzten Körner aus den Beinen quetschte, machte ich eine doppete Runde nach Denia. Dafür fuhr ich zunächst runter nach Javea, dann geht es ordentlich bergauf über den Montgó nach Denia. Runter zu Strand. Dort genoss ich eine kleine Pause an der Hafenpromenade und wieder hoch über den Montgó mit Abstecher an den Leuchtturm und runter nach Javea. Auf den Montgó hat man von Javea aus ca. 200hm auf 4km, da kann man sich schonmal gut durchwärmen. Mir reichte der Anstieg auf hin und Rückweg, sodass ich mit Rückfahrt hoch zum Haus auf 720hm auf 50km kam...

Tag 5. Was weg ist, ist weg...

Eigentlich die schönste Etappe... Wenn ich mit all meinem Equipment wieder zurückgekehrt wäre...

Ich machs kurz. Sportliche Runde zum Coll des Rates, 10km Anstieg, 6-9% im Schnitt, ich brauchte 40 Minuten, warauf ich Stolz war, da ich unter 45 Minuten bleiben wollte. Stolz kam ich oben an im Restaurant, wo es bezaubernden Apfelstrudel gab... Da man sein Rad eigentlich nichtmal mit auf das Gelände nehmen darf, stellte ich es zumindest innen an der Gartenmauer ab. Mein Gehirn war etwas blutleer. Ich erholte mich beim Apfelstrudel, kam zum Rad zurück und der Garmin war weg... Die Erkenntnis kam schnell...was weg ist ist weg... Bock auf Radfahren war auch weg... Ich musste dann erstmal ne Stunde auf m Rad schweigen... Sowas dummes....

Tag 6. Abschluss-Offroad-Runde mit Henrik

So, völlig neues Fahrgefühl ohne Garmin. Ohne Strecke fuhren wir einfach erstmal los. Bis zur Cafeteria waren es sicherlih 40km. Dann hatten wir vor nicht die übliche straßenlastige Runde zurück nach javea zu fahren, sondern abseits etwas verkehrsberuhigter...

Wir schummelten uns also etwas durch, grob orientiert durch die Himmelsrichtung und standen dann an einer Fußgängerbrücke über eine Autobahn... Wir fuhren also tatsächlich Fahrstuhl während unser Rannradrunde... ;-)

Danach wurschtelten wir uns so durch und fuhren eine tolle neue Strecke mitten durch die Organgenplantagen... Tolle Runde.

Letztendlich kamen wir wieder an einer größeren Straße raus an der wir schon mehrfach zurück gefahren waren und suchten auch hier eine Alternative. Irgendeinen Weg musste es doch parallel zur Hauptstrasse geben.

Die Bilder sprechen für sich... Gab es nicht... Wir standen irgendwann auf einer Art "Kleingarten" in mitten einer spanischen Familie, die uns angesichts der schon seit längerem nicht vorhandenen Strasse eeeetwas komisch mit den Rennrädern angucken... Henrik meinte eine Strasse erkannt zu haben, das war jedoch nur die Gartenmauer... Wir habens dann doch noch zu Fuß geschafft und einen neuen Weg gefunden. Ohne Garminaufzeichnung finden wir den vermutlich nur nie wieder...

Yeah! Sonnenschein! Das Trainingslager steht vor der Tür! Nix vergessen....

Eeeeendlich geht´s los! Nach einigen Wochen virtuellem Trainingslager mit den Bikesisters geht es nächste Woche auf ins Reality-Trainingslager! Im Frühjahr ist ja bekanntlich die Trainingslagersaison im Süden, beliebt ist Mallorca doch ich kenne eine phantastische Alternative auf dem Festland und fahre nun dieses Jahr zum vierten Mal nach Javea zwischen Valencia und Alicante in Spanien! Ich freue mich wahnsinnig!
In diesem Blog gibt es einen kurzen Abriss, was ich im Trainingslager vor habe und was ich alles einpacke! Viel Spaß also beim Lesen und gedanklichem Mitpacken! Was darf bei deinem Trainingslager nicht fehlen?

Das Rad...

Eine fast schon philosophische Frage ob man oder frau das eigene Rad mitnimmt oder doch vor Ort ausleiht. Beides hat ja bekanntlich Vor- und Nachteile.

Pro eigenes Rad:

  • gewohntes und vertrautes Fahr- und Radgefühl
Kontra eigenes Rad:
  • Transportaufwand (Kosten für Ausleihen oder Fluggepäck rechnet sich im Schnitt ab 2 Wochen Aufenthalt)
  • Radkoffer benötigt
  • Unsicherheit wie mit dem liebsten Stück auf dem Transport umgegangen wird (Carbonrahmen mögen das vielleicht nicht so sehr...)
  • Noch mehr Gepäck vom Flughafen zur Unterkunft

Pro Leihrad:

  • Bei gutem Radverleih: Aktuelles Rad
  • Gut gewartet, technisch fit
  • Möglichkeit neue Räder auszuprobieren
Kontra Leihrad:
  • Nötige Gewöhnung an neues Rad
  • Kein Fitting wie auf dem eigenen Rad, Fittingwerte meist nur bedingt übertragbar.
Da es in dem beschaulichen Örtchen einen super Radshop (Xabia´s Bike) mit Specializedbikes gibt, leihe ich mir ein Rad aus. Der freundliche Martin im Shop spricht Deutsch und hat eine super Auswahl an Rädern & Zubehör vorrätig. Wir haben unsere Bikes reserviert, nicht vergessen das gewünschte Pedalsystem anzugeben und los geht's.

Die Touren und das Training...

...ist nicht umsonst bei diversen Profiteams beliebtes Reiseziel für den Jahresbeginn, die Landschaft ist vielfältig und abwechslungsreich und bietet für alle Vorlieben etwas.

Ich kann gar nicht sagen, welche Strecke ich am liebsten Fahre, schon ist es fast überall. Es gibt diverse Streckenabschnitte, die abseits des großen Verkehrs gute Straßenbeläge haben und als Radfahrerin wird man überall freundlichst begrüßt. Eine erfrischende Cola mit Cafe curtado gibt es in jedem kleineren und größeren Ort.

Wir sind schon diverse Strecken gefahren und mein Favorit ist immernoch eine Runde über Castell de Castells über das Jalon-Tal zurück. Rauf nach Castell de Castells ist es sicherlich keine kleine Tour, aber die vielen Höhenmeter lohnen sich und man belohnt sich mit einer grandiosen Abfahrt. Zunächst geht es nach Castell de Castells, eine Abfahrt mit teils 20%, da kommt man ganz schön ins Staunen. Und im Anschluss erfolgt eine entspannte Rollerrunde zurück mit breiter Straße, wenig Verkehr und 2-3% Gefälle bis nach Benigembla.

Eine weitere Option ist eine Runde über den Coll de Rates zu fahren und den örtlichen Stoppomaten für eine Zeitnahme zu nutzen.

Und eine weitere Option ist die Marina Alta Prueba, eine Art virtuelles Rennen für das man sich online anmeldet und per SMS-Code von unterwegs meldet und so seine Zeiten einträgt. Als Belohnung landet man als Finisher in einer Online-Ergebnisliste. Wir hatten die Marina Alta Prueba schon mehrfach vor, aber nicht gemacht. Dieses mal steht sie wieder auf de Zettel und will absolviert werden...

 

Das Drumherum...

...sollte nicht zu kurz kommen.

Denn auch wenn es "Trainings"-lager heißt ist es ja Urlaub, ein wenig Müßiggang und Entspannung muss für mich als mit von der Partie sein.

Natürlich lädt unser Pool dazu ein eine Runde zu schwimmen, könnte allerdings frisch werden, im Meer ebenso... Aber zum Herumliegen ist es am Pool hervorragend geeignet. Als weiteren Entspannungsbaustein lohnt sich eine Besuch in der Bodega Xalo, örtliche Spezialitäten locken und für daheim nehme ich sicherlich das eine oder andere mit.

Da zu viel Training dazu führt, dass Muskeln eher weniger als mehr werden, lege ich mindestens einen Ruhetag, meist nach der Hälfte der Zeit ein. Wenn dann noch eine ausgedehnt Massage am Ruhetag drin ist, perfekt...

Du möchtest eine Übersicht für Trainingslager zum Ausdrucken? Kein Problem...

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Frühling - die Zeit der ewig falschen Bekleidung. Wie ich die passende Klamotte für die Frühlingsausfahrt finde...

Wer kennt das nicht, die Sonne lockt zu den ersten sonnigen Ausfahrten im Frühling, man schwingt sich voller Vorfreude auf den Renner und kommt bis zum ersten schattigen Stück im Wald und dann ist es zu kalt... Also anhalten und irgendwas überziehen, sofern man so schlau war noch was mitzunehmen... Die Frage bleibt also, was im Frühling die passende Bekleidung ist, wenn zwar die Sonne scheint, aber der Sommer noch in vager Entfernung ist.
Im Winter ist es etwas einfacher, frei nach dem Motto "Mehr ist mehr" hilft im Zweifel noch ein Unterhemd oder ein Nierenwärmer. Für das etwas flottere Training im Frühling bei dem vielleicht auch schon wieder der eine oder andere Schweißtropfen läuft, finde ich es eher unangenehm, wenn mir zu warm wird. Auskühlen möchte ich aber auch nicht.
Zeit sich mal dem Thema Bekleidung etwas ausführlicher zu widmen, mehr dazu in diesem Blog, inklusive praktischem PDF zum mitnehmen mit den wichtigsten Bekleidungsempfehlungen. 

Darunter...

"Untendrunter" hat sich bei mir entweder Kurzarm, Langarm oder Tanktop bewährt. Ohne Unterhemd oder neudeutsch "Baselayer" fahre ich auch im Sommer eigentlich nicht, es sei denn es sind 30 Grad, was ja hier im Norden eher selten ist...

Also für die 1. Lage Sport-BH und Baselayer auswählen! Die Funktion des Baselayers ist im Prinzip die Haut halbwegs trocken zu halten, sodass man nicht friert. Dafür stehen verschiedene Materialien zur Verfügung. Ich persönlich mag Baselayer mit Merinowolle sehr gerne. Das hört sich zwar warm an, ist es aber nicht. Die Temperatur passt prima zu unterschiedlichen Klimabedingungen, im Frühling hält es warm, ohne zu warm zu sein. Und kratzig ist es auch nicht!

 

Darüber...

War kommt nun darüber? Nachdem wir mit der ersten Lage darunter vorwiegend dafür sorgen wollten, dass der Schweiß von der Haut weg transportiert wird, ist die Lage darüber eher bedarfsabhängig. Da bekanntlich die Bedingungen im Frühjahr und im Herbst schnell wechseln können, gilt es für die 2. Lage Bekleidung auszuwählen, die ebenso anpassungsfähig ist. Ich habe gute Erfahrungen gemacht mit anpassbarer Bekleidung. Das kann wie folgt aussehen. Nachdem die erste Lage ein funktionelles Baselayer ist, ziehe ich darüber ein Kurzarmtrikot und eine 3/4 Hose. Ergänzt wird diese Kombination durch wahlweise warme oder etwas dünnere Armlinge und eventuell Beinlinge. Wenn die Wetterbedingungen eher noch frischer sind, ziehe ich meist noch meine warme Winterhose an, am Popo wird´s nämlich am ehesten kalt. Als Lage darüber kann dann eine Windjacke oder Windweste folgen. Ich habe eine Kombi aus beidem. Eine Windjacke, die auch ein paar Tropfen Regen aushält und bei der die Ärmel mit einen Rückenteil per Reißverschlüsse einfach abzutrennen und dann in der Trikottasche zu verstauen sind. Mit der Kombination bleibe ich warm, denn ich kühle am ehesten durch den Fahrtwind aus. Alternative Bekleidungswahlen: Natürlich gibt es auch für die frischeren Jahreszeiten wärmere Trikots, die von innen etwas angeraut sind. Diese wärmen meist sehr gut und letztlich musste ich hier ein paar Varianten ausprobieren, welche Trikots bei welcher Witterung zu warm oder schlimmstenfalls zu kalt sind. Mir sind jedoch tatsächlich die meisten Thermotrikots zu kalt, da sie nicht winddicht sind und ich gefühlt schnell auskühle. Ich profitiere meist von einer Windjacke mehr als von einem dickeren Trikot. Idealerweise kann ich von der Jacke ja die Ärmel abzippen. In der Bekleidungsübersicht sind nochmal ein paar Empfehlungen auf einen Blick zusammengefasst!

Und sonst so? Beliebte Accessoires...

Was benötigt Frau also noch für den entspannten Frühlingsritt? Nunja, Handschuhe sind immer eine gute Wahl, denn da weht der Wind ja gut dran vorbei und mit kalten Händen bremst und schaltet es sich schlecht. Also lieber noch eine Weile die Langfingerhandschuhe anlassen (bei der Vätternrundan 2013 bin ich mit Winterhandschuhe trotz Sonne gefahren)...Ein absolut wichtiges Accessoire ist zum einen eine dünne Mütze oder Kopfbedeckung, da kann ich immernoch den Helmetliner von Buff empfehlen und ein Mulitfunktionstuch für den Hals, denn da zieht es auch meist kühl unters Trikot. Zu den Schuhe, denn die Füße frieren ja auch schnell... Wer Winterschuhe fürs Rennrad hat tut gut daran diese noch einige Zeit anzubehalten, wahlweise mit dünnen Socken. Alternativ tun es auch Überziehschuhe, die winddicht sind.

Du möchtest eine Übersicht zur Bekleidung mitnehmen? Kein Problem...

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Frühjahrscheck fürs Rennrad - Worauf beim "Ausmotten" des Rennrads zu achten ist...

So, let it begin...

Zusammen mit Anita von den Bikesisters veranstalten wir dieses Jahr ein virtuelles Trainingslager! Ich bereite mich auf die Vätternrundan vor und Anita auf den Ladies Grand Prix in St. Pölten. Wir werden regelmäßig darüber berichten, und dieser Blogbeitrag ist bei mir der Auftakt im März meinen Allerwertesten aus dem Winterschlaf zu erwecken. Was braucht es dafür? Richtig! Ein fittes Rad, daher hier der erste Beitrag. Raus mit dem Rad aus dem Winterschlaf!


Der Winter ist noch gar nicht richtig rum und der Frühling lässt auch  noch ganz schon auf sich warten. Trotzdem mache ich mir schonmal einen Plan, was beim "Ausmotten" des Rennrads zu beachten ist, denn wenn die Sonne erst die Narzissen aus dem Boden kitzelt, will ich ja auf dem Sommer-Bike los. Daher -- Früher Vogel und so....

 

Warum überhaupt ein Frühjahrscheck fürs Rad? Nunja, ich fahre das Rad eigentlich übers Jahr durch, ich hänge es nicht im Herbst an die Wand und im Frühjahr wieder raus. Allerdings habe nun mit meinem Ruby und dem Diverge tatsächlich sowas wie ein Sommer- und Winterrennrad. Im Winter leidet jedes Rad ein bisschen mehr, daher ist der Frühjahrscheck eigentlich unabhängig von der Jahreszeit. Ich mache damit jetzt mein Ruby schon mal fit und wenn es dann wärmer und trockener wird, kann ich so auch mein Diverge warten...

Im Winter liegt meist viel Salz auf der Straße, der Dreck fliegt so durch die Gegend und es ist irgendwie fast immer nass. Das setzt dem Rad zu, insbesondere alle gefetteten Teile ziehen entweder den Dreck an, oder das Fett wäscht sich langsam aus, dass die Teile noch mehr leiden.

 

1. Schritt - Waschen!

Zunächst sollte der ganze grobe Dreck und das Salz vom Rad runter. Das geht am besten draußen mit viel warmen Wasser und etwas Spüli. Zur umfassenden Bikewäsche habe ich letztes Jahr schon einen Beitrag geschrieben, den findest du hier.

2. Sattelstütze und Sattel reinigen und fetten.

Wenn man viel im Regen unterwegs ist, bleibt es nicht aus, dass zwischen Sattelstütze und Rahmen irgendwann Sand seinen Weg findet. Der muss da jedoch wieder raus. Dafür zunächst die Sattelhöhe markieren oder auf der Skala der Sattelstütze ablesen und merken (oder aufschreiben!). Dann die Schraube an der Sattelstütze lösen und die Stütze heraus ziehen. Dabei kommt einem meist der Dreck schon entgegen... Nun die Sattelstütze und das Innere des Rahmens so gut es geht reinigen. Zur Reinigung eignet sich ein weicher Lappen mit etwas 105er (s. Blog). Die Schraube an der Sattelstütze sollte ebenfalls gereinigt werden! Und wenn man die Sattelstütze schon mal draußen hat, kann man auch gleich den Sattel abmontieren (Position vorher markieren!) und die Streben ebenfalls reinigen und Schrauben fetten. Wenn alles schön sauber ist, auf die Sattelstütze entweder etwas Fett auftragen oder Carbon-Montagepaste, je nach Rahmen und Sattelstützenmaterial und wieder montieren. Den Drehmoment, also mit wieviel Kraft die Schrauben angezogen werden dürfen, sollte man dabei beachten, sonst ist die Schraube schnell hin... Voilá, erster Punkt schon erledigt.

 

3. Vorbau und Gabel überprüfen und fetten

So, gleiches Spiel am Steuersatz und dem Vorbau. Dort kriecht der Sand und Dreck ebenfalls sehr gut rein. Den Steuersatz sollte man ab und an fetten, je nach dem wie viel man bei fiesem Wetter fährt.

Dazu löst man zunächst die Schrauben an der Gabel/am Vorbau, sodass man den Vorbau nach oben abziehen kann. Dann kann man die Gabel nach unten aus dem Rahmen ziehen und kommt an den Steuersatz dran, der oben und unten im Rahmen sitzt. Dieser sollte ebenso gereinigt und neu gefettet werden.

Wenn alles wieder sauber und gefettet ist, kommt der Steuersatz wieder in den Rahmen oben und unten und alles wird wieder montiert. Um die richtige Festigkeit der Klemmung der Ahead-Schraube, die oben in die Gabel kommt, zu ermitteln, hat sich folgendes Prozedere etabliert. Die Schraube wird etwas gezogen und das Rad hochgehoben, sodass es vorne tiefer als hinten gehalten wird. Durch seitliches Verdrehen des Lenkers, wie beim Lenken und "Sich-Auspendeln-Lassen" merkt man, ob die Schraube schon fest genug oder zu locker bzw. ggf. zu fest ist. Stückweise kann man die Schraube etwas fester ziehen. Maximal jedoch soviel wie Drehmoment zugelassen ist, oder man beim Auspendeln merkt, dass der Lenker etwas schwergängig ist, das ist dann zu fest. Wenn die obere Schraube passend angezogen ist, können die anderen beiden Schrauben angezogen werden. Dabei auf einen geraden Lenker achten!

Als zweiten Schritt sollte der Lenker noch aus dem Vorbau gelöst und ebenfalls gereinigt werden. Alle Schrauben und Auflageflächen ziehen den Dreck an und wirken auf Dauer wir Schmirgelpapier... Also Schrauben lösen und reinigen, dann wieder montieren.

Wer mag, wickelt sich noch ein sauberes, neues Lenkerband. Darüber folgt bald ein separater Blogbeitrag...


4. Bremsen prüfen

Die Überprüfung der Bremsen ist im Prinzip schon im Wasch-Blogbeitrag beschrieben. Sobald sie sauber sind, sind die Beläge gut zu erkennen und wieviel noch auf den Belägen ist. Nähern sie sich der Verschleißgrenze, sollten sie getauscht werden. Bei Überprüfung der Bremsen achte ich darauf, dass sie mittig platziert sind und nach dem Bremsvorgang auch wieder mittig stehen. Sie sollten nicht schleifen und in der Höhe passend auf die Bremsflanke greifen... Dabei überprüfe ich auch gleich ob sie leichtgängig zu bedienen sind. Wenn sie schwergängig werden, müssten eventuell die Züge und Hüllen ausgetauscht werden.

 

5. Kette & Schaltung überprüfen

Auch die Kette und die Schaltung leidet unter Nässe und Dreck, daher überprüfe ich an Kette und Schaltung vor allem ob alles rund läuft und sie gut schaltet. Sollte dies nicht der Fall sein, kann es verschiedene Gründe haben.

Die Kette längt sich mit der Zeit und die Schaltung wird ungenauer. Ob die Kette wirklich länger ist, lässt sich mittels eine Kettenlehre ermitteln. Da ich die jedoch zuhause nicht besitze, fällt der Schritt aus, wegen "Nicht-Vorhanden"...

Wenn die Schaltung etwas ungenau läuft kann dies mittels der kleinen Drehschraube am Zuganschlag des Schaltzugs justiert werden. Mehr Zugspannung führt zu besserem Hochschalten, weniger Zugspannung zu besserem Herunterschalten.

Falls ich mit meiner Zeit nix anzufangen weiß, könnte ich auch das Schaltwerk demontieren und reinigen... Zumindest ein Austausch der Schaltwerksröllchen verbessert die Schaltleistung...

Wenn mit etwas Justierung an der Schraube die Schaltleistung nicht besser wird, so wende ich mich damit an den Bikeshop meines Vertrauens...

 

6. Kurbel und Pedale prüfen

Wichtiger Punkt, der oft vergessen wird und doch ganz einfach zu überprüfen ist. Hier prüfe ich, ob Kurbel oder Pedale Spiel haben.

Dazu wackle ich quer zur Tretrichtung an der Kurbel und an den Pedalen. Sollte Spiel vorhanden sein, merkt man das meist beim Wackeln. Es sollte sich alles fest und stabil anfühlen.

7. Mäntel und Felgen prüfen

Last but not least, sind Mäntel und Felgen zu prüfen.

Bei den Felgen schaue ich mir die Bremsflanke an, ob dort Risse, Wellen oder Einkerbungen sind. Wenn alles glatt ist, ist das prima. Wenn nicht, auf jeden Fall den Profi fragen, welche Veränderungen noch gehen und wann ein Austausch erfolgen muss. An der Felge selbst gucke ich mir noch die Speichennippel und die Bohrung an, sollte eine Speiche ausgerissen sein, so sieht man dies meist anhand eines kleinen Risses um die Speichennippel...

 

An den Mänteln gucke ich mir die Lauffläche und die Flanken an. beides sollte glatt und frei von größeren Einkerbungen sein. Wenn der Mantel auf er Lauffläche anfängt gerade zu werden, sollte er dringend getauscht werden. Ebenso, wenn sich Risse oder poröse Stelle ausmachen lassen! Safety first! Ein geplatzter Reifen bei 70km/h ist nicht schön...

 

Zum Schluss folgt eine kleine Testfahrt. Dabei achte ich darauf, wie sich die Bremsen anfühlen,  wie die Schaltung läuft (einmal alle Gänge durchschalten) und ob mir sonst noch etwas am Lauf des Rades auffällt.

 

Und dann bin ich bereit für den Frühling! Der kommt hoffentlich bald mal!!!

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MTB in den Harburger Bergen - Specialized Womens Ride im Februar - Ride with the flow

Endlich wieder auf das Mountainbike!

Letztes Wochenende war es endlich mal wieder soweit, die Ladies steigen auf ihre Mountainbikes beim Specialized Womens Ride in den Harburger Bergen!

Da ja der Winter bekanntlich nicht so ideal ist um stundenlang auf dem Rennrad zu sitzen bietet sich eine knackige Runde auf dem MTB an. Treffpunkt war also am Samstag an der Kärntner Hütte in Harburg. Wir bereiteten die Bikes vor, denn wir hatten einige heißbegehrte Leihbikes im Gepäck und schon trafen die ersten Ladies ein.

Nach einer kleinen technischen Einführung (Dämpfer einstellen, Bremsen ausprobieren...) waren alle bereit für die ersten Kilometer. Die Harburger Berge sind zum moutainbiken ideal, insbesondere wenn frau so wie ich  damit nicht so 100% geübt ist wir auf dem Rennrad. Es gibt Schotterwege, steile Trails und entspannte Wege durch die Wälder... Auf einigen Singletrails lässt es sich hervorragend rollen, gute Laune garantiert. Das Gebiet ist gut ausgeschildert, dass man verloren geht, ist eigentlich ausgeschlossen. An irgendeiner Straße in der Nähe kommt man immer wieder raus.

Als Programm stand zunächst ein kleines Techniktraining an vier Stationen auf dem Plan gefolgt von 1,5 - 2 Stunden Ausfahrt in kleinen Gruppen. Wir, und wir waren eine beindruckende Gruppe von über 30 Frauen, rollten also zunächst zum Meyer Park. Dort gibt es eine kleine Wiese, die wir für unser Training nutzen.

Unsere Übungen

Wir installierten fix vier Stationen und unsere Technik-Queen Steffi erklärte die Übungen.

 

1. Station - Bremsen

Hört sich banal an, ist dann aber doch nicht so einfach... Mit Tempo ging es auf eine Linie zu. Ab der Linie durften wir bremsen, mussten aber in einem danach markierten Feld zum Stehen kommen ohne, dass die Räder blockieren. Gar nicht so einfach mit beiden Bremsen gleichmäßig dosiert zu bremsen. Die Bremse am MTB wird übrigens nur mit einem Finger benutzt. Kraft braucht frau dank Scheibenbremsen also nicht... Je höher die Geschwindigkeit bei der Anfahrt wurde, desto schwieriger das Bremsmanöver. Nach einigen Durchläufen hatten wir raus, wie die Bremse gut einzusetzen war... Auf ging´s zur nächsten Station.

 

2. Grundposition - "Vorausschauender Gorilla-Frosch"

An der zweiten Station ging es um die Grundposition auf dem MTB. Dabei steht man auf den waagerechten Pedalen und schaut nach vorne, während der Oberkörper über dem Lenker ist und der Po etwas herausgestreckt wird. Die Ellenbogen werden vom Körper weg gehalten, sodass man stabil und beweglich zugleich das Rad unter sich manövrieren kann. Der Begriff "Vorausschauender Gorilla-Frosch" fasst eigentlich alle wichtigen Punkte an der Position zusammen. Nach vorne gucken, breite Schultern und etwas "froschmäßig" hocken ;-) Voilá.

 

3.  Kurven fahren

Hört sich ebenfalls einfach an, erfordert aber Mut und Übung, denn durch die abgesteckte Kurve kommt man nur geschmeidig durch, wenn das Rad in die Kurve gelegt wird und man selbst über dem Schwerpunkt des Rades bleibt. Wir kurvten Kurven linksrum - rechtsrum - linksrum - rechtsrum bis die Kurven wie geschmiert liefen. Auszutesten wie weit das Rad geneigt werden kann war sehr spannend, es geht erstaundlich weit...

 

4. Vorderrad anheben

Ja, richtig, hoch mit dem Vorderrad. Dafür hatten wir einen kleinen Ast den wir überfuhren und versuchten davor das Vorderrad anzuheben. Für mich definitiv die Übung, die am meisten Wiederholungen erfordert, bis ich mich damit sicher fühlte. Als weiterer Schwierigkeitskgrad gab es einen etwas größeren Ast zum Überfahren, den hob ich mir aber für die nächste MTB-Technik-Übungs-Einheit auf, frau braucht ja Ziele ;-). Wie genau man das Rad vorne hochbekommt kann ich gar nicht in Worten beschreiben. Am Einfachsten geht es wohl wenn man aus der Grundposition sich nach ober streckt und versucht das Rad bei der Bewegung vorne mitzunehmen... Probieren....

 

Auf jeden Fall ein großer Spaß und wir waren nun warm für die anschließende Runde durch die Harburger Berge!

Die Ausfahrt

Nun machten wir uns auf den Weg durch die Berge! Martin führte mit mir die Gruppe über alle erdenklichen Hügel. Meist ging es auf Schotterwegen bergauf bis wir auf dem nächsten Hügel einen kleinen Zwischenstopp einlegten und Martin erklärte wie der Trail bergab zu fahren war.

Da es den ganzen Tag unter Null Grad blieb war der Boden fest und gefroren, sodass wir mit unseren Bikes über den Waldboden gut rollen konnten.

Wir probierten aus, wie wir am besten durch die Trails kamen. Ich stellte irgendwann fest, dass ich mit einer Mischung aus Lockerheit und Stabilität das Rad gut "alleine" über alle Unebenheiten lenken konnte. Ließ ich das Rad seinen Weg über die Steine und Wurzeln finden, ging es fast wie von selbst und ich war überrascht wie viele Löcher, Wurzeln und Steine das Fahrwerk des Specialized Era (Fully) schluckte ohne, dass es schwammig wurde. Tolles Gefühl. Mit jedem Trail wurden alle etwas mutiger und es rollte immer besser. Martins Aufforderung vor allem Spaß zu haben, gelang allen besser und besser je lockerer wir wurden. Herrlich abwechslungsreich, anstrengende Passagen bergauf und flüssige Trails bergab faszinierten mich, denn es wird nie langweilig... Könnte ich mich dran gewöhnen! 

Das Bike

Ich war mit einem Specialized Era unterwegs. Einem Fully, also mit gefedertem Vorder- und Hinterrad, das für Crosscountry-Rennen konzipiert ist und eine entsprechend knackige und direkte Geometrie hat.

Im Prinzip hatte ich eine recht aufrechte Zum Sitzposition wie man es eher von einem Touren-MTB kennt, allerdings spielt das ERA bergauf seine ganze Agilität aus. Das straffe und Dank der Mini-Brain-Federung perfekt und einfach einzustellende Fahrwerk machen alle Bedingungen zu einem Genuss...

Die 29er Laufräder rollen wirklich über jegliche Unebenheiten weg als ob sie nicht da wären, ein tolles Fahrgefühl, das zu jeder Zeit Sicherheit und Kontrolle vermittelt!

Gerne hätte ich das rad mitgenommen, ich glaube ich weiß, welches Rad sich als nächstes zu meiner Radfamilie gesellt ;-)...

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Rennrad im Winter? Die richtige Bekleidung finden und warm bleiben!

Der Winterpokal ist schon in Gange und einige wichtigste Schritte für das nächste Jahr stehen an... Saisonplanung, einige Blicke auf den Terminkalender, Urlaubsplanungen und so weiter... 
Und auch ein Blick auf den Trainingsplan, sofern Mann oder Frau einen haben will, tut in diesen Tagen ganz gut, um aus dem weihnachtlichen Müßiggang rauszustarten! Dabei kreuzt allerdings permanent eine Unwägbarkeit meine Trainingsbemühungen, und zwar das Wetter! Meist habe ich Lust auf Radeinheiten im Winter, aber die Angst vor kalten Füßen, Händen und einem kalten Popo hält mich oft davon ab auf das Rad zu steigen. Also laufe ich im Winter tatsächlich auch mal halbwegs regelmäßig, meist mit einem der Herren aus der Nachbarschaft oder ich bin indoor beim örtlichen Sportverein beim Tabata (Mehr dazu im nächsten Blog!). Da ich aber nachwievor sehr gerne auf meinen Rädern und insbesondere auf meinem neuen Diverge sitze, kommt es also auf die richtige Bekleidung im Winter an. Dazu habe ich mal ein paar kleine Tipps, die sich bei mir bewährt haben, zusammengestellt.

1. Lage - Das "Darunter"

Die erste und vermutlich wichtigste Schicht ist die dies "Untendrunter. In Sachen "Hose" gilt das gleiche wie im Sommer auch, unter die Hose kommt: NIX. Die wärmere Winterhose gleicht das aus! Obenrum hat sich bei mir ein Kurz- oder Langarm-Merino-Unterhemd bewährt. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt geht wahlweise auch eine Kombi aus Kurzarm unten drunter und ein Langarmunterhemd darüber, aber man wird doch erstaunlich schnell zu warm! Daher trage ich auch bei Temperaturen bis -12Grad nur ein Unterhemd, unter Nullgrad aber gerne mit langem Arm. Unter -12 besser drinnen bleiben...

Also, auch im Winter ist weniger mehr, mir reicht meist ein Sport-BH und Unterhemd.

 

2. Lage - Die "1. Zwiebel"

Bei der 2. Lage geht es darum möglichst funktionelle Kleidung zu wählen. Ich schätze eine warme Winter-Rad-Hose mit winddichter Vorderseite. Die Hosen haben meist an der gesamten Oberschenkelvorderseite und den Schienbeinen eine winddichte Lage eingearbeitet ohne zu dick zu sein. Hosen mit Trägern sind die bessere Wahl, da dann die Möglichkeit besteht eine möglichst hoch geschlossene Rückseite zu haben, die zusätzlich warm hält.

In Sachen Oberbekleidung lohnt sich die Investition in eine gute Jacke. Ich trage bei Temperaturen zwischen 8 und 0 Grad meist ein Unterhemd wie schon beschrieben und eine funktionelle Jacke darüber wie diese hier von Mavic oder diese von Specialized. Beide meine Favoriten. Besonders wichtig für mich ist auch hier die Winddichte! Bei Jacken, die nicht winddicht sind, friere ich meist schnell, daher ziehe ich diese im Winter fast gar nicht mehr an.

Auch sogenannte Thermotrikots sind mir meist zu kalt, da sie nicht winddicht sind. Kürzlich habe ich für den Blog Cycling Claude das Potenza-Trikot von Castelli getestet. Ein feines Trikot für die Sprint-Trainingsrunde, wenn einem richtig warm wird. Viele Jacken haben mittlerweile Belüftungsmöglichkeiten unter den Armen und an den Unterarmen, falls es doch mal zu warm wird. Ich schätze einen guten Halsabschluss und dichte Bündchen! Nichts ist nerviger, als kalte Luft am Bündchen! Da haben aber schon viele Jacken einen guten Abschluss am Arm, sodass es nicht "zieht".

3. Lage - Der "Abschluss"

Als dritte Lage empfehle ich eigentlich nicht zu viel. Wenn es Regen geben könnte, sollte eine Regenjacke im Gepäck sein, viele der oben beschriebenen Jacken sind jedoch schon für etwas Regen ausgestattet, sodass eigentlich keine weitere Schicht nötig ist.

Zum Abschluss benötige ich immer einen Halswärmer, ein buff-Tuch oder ein anderes Microfasertuch. Eine Mütze ist natürlich selbstverständlich, sonst wird es obenrum recht frisch... Auch sehr praktisch für die frostige Ausfahrt ist eine Kombi aus Mütze und Halstuch, so eine Art "Skimütze/Sturmhaube", dann kann der Nacken nicht frieren!

4. Sensible Punkte - Hände, Füße und der Popo.

Ich friere meist ausschließlich an den folgenden Punkten:
HÄNDE

FÜSSE

POPO!

Für die Hände haben sich wind- und wasserdichte Handschuhe bewährt. Dabei gibt es die klassischen Fingerhandschuhe, oder aber auch als Fäustlinge, da bleiben die Hände wesentlich wärmer. Oder aber in der Zwitter-Variante mit einem Fach für Zeigefinger und Mittelfinger und einem für Ringfinger und kleinem Finger wie diese hier, sieht man zwar aus wie Mr. Crabs aus Futurama, dafür bleiben die Hänge warm. Wichtig ist, die Handschuhe nicht zu klein zu wählen, denn zum einen würde dann die Blutzufuhr in die Finger erschwert (--> Kalte Finger) und da Luft der beste Isolator ist, kommt ein bisschen extra Luft im Handschuh besonders gut! Wahlweise kann man unter die Handschuhe noch dünne Layer-Handschuhe drunter ziehen, welche aus Seide haben sich da bei mir bewährt. Die sehen quasi wie Einmalhandschuhe, halten aber durch die zusätzliche Luftschicht warm!

Für die Füße wird es etwas komplizierter. Dicke Socken gehen zwar auch, aber irgendwann ist aufgrund der Schuhgröße ja Schluss, sonst wird es im Schuh ja etwas eng. Wichtig ist zunächst etwaige Belüftungslöcher zuzukleben, sonst zieht es immer im Schuh. Oder man wählt gleich den Winter-Rad-Schuh.

Über den Schuh ziehe ich winddichte Überschuhe, die halten meine Füße meist ganz gut warm! Natürlich kann man auch beheizbare Einlegesohlen oder Einmal-Wärmepads verwenden. Wenn die Füße dennoch kalt bleiben, lohnt sich ein Check-up beim Bikefitter des Vertrauens, denn oft gibt es einen Grund, dass die Füße kalt werden.

 

Last-but not least und mein Geheimtipp für den kalten Popo ist ein Angora-Nierenwärmer!

Den ziehe ich bei niedrigen Temperaturen über meine Hose und unter die Jacke, sodass die Muskeln und der Rücken gut warm bleiben! Wichtig im Winter ist vor allem, dass die Nieren warm bleiben, die liegen ca. oberhalb der Lendenwirbelsäule, da die Nieren das Heizwerk des Körpers sind!

 

Sodenn, warm anziehen und ab auf´s Rad!

 

Ein warmes Getränk in einer isolierten Flasche tut Übriges!

 

#rideyourbike

Mein neues Rennrad: Das Specialized Diverge Comp DSW CEN im Test

Ich hab ein neues Rad! Jahaa!!! Ganz neu!

Über eine Neuanschaffung habe ich schon einige Zeit nachgedacht, denn obwohl ich meine Ruby wahnsinnig gerne fahre und nach wie vor sehr zufrieden mit dem Rad bin, fehlt mir manchmal für manche Situationen das richtige Rad. Und da bekanntlich die passende Anzahl der Räder nach der Formel N+1 zu berechnen ist (N = momentane Anzahl Räder), liegt ja nichts näher als ein neues Rad zu erwerben! Damit stehe ich dann auch schon vor der Qual der Wahl, denn die Auswahl ist ja rieesig...

Zunächst habe ich mich gefragt, was ich mit dem Rad anstellen möchte. Dabei waren mir die folgenden Dinge besonders wichtig:

  • Problemlos über einen unbefestigten Feldweg fahren (Davon gibt´s hier in der Südheide nämliche viele...)
  • komfortable Geometrie
  • robust (der Winter steht vor der Tür...)
  • Möglichst mit Schutzblechaufnahme
  • Gepäckträgervorbereitung wäre gut, ich würde nämlich gerne mit dem Rad zur Arbeit fahren
  • trotzdem "rennradfeeling"
  • gutes Aussehen versteht sich von selbst...

Mit diesen Punkten habe ich mich auf die Suche gemacht... zunächst dachte ich, dass wohl ein Crosser die beste Wahl wäre, denn die Räder sind ja dafür gedacht sportlich abseits der Straße zu fahren. Also habe ich beim besten Radladen in town mal geschaut, was es bei den Crossern so gibt. Da wäre zunächst mal das Crux

Ein durchunddurch ein sportliches Gerät mit, wie sich bei einer kleinen Testrunde herausstellte, sensationellen Fahreigenschaften. Wenig, agil, spritzig und sehr spaßig zu fahren! Ein tolles Rad, das Lust auf eine sportliche Runde auf dem nächsten Forstweg macht. 

Wie sah es nun mit meinen Anforderungen, die ich an das neue Rad hatte, aus? 

  • Problemlos über einen unbefestigten Feldweg fahren - CHECK!
  • komfortable Geometrie - Hm, eher sportlich
  • robust - CHECK!
  • Möglichst mit Schutzblechaufnahme - NEIN
  • Gepäckträgervorbereitung - NEIN
  • trotzdem "rennradfeeling" - und wie!!!
  • gutes Aussehen versteht sich von selbst... - selbstredend!

Demnach: Ein tolles Rad, dem aber ein paar wichtige Details für den Weg zur Arbeit fehlten, denn ich wollte keine "Improvisierten" Schutzbleche, die sollten schon dran bleiben...Zwar lockte mich die agile Fahrweise aber ob ich damit entspannt die 30km zur Arbeit (oneway) fahren würde und entspannt ankäme? Immerhin war das Rad für knackige Cyclocrossrennen gedacht. Ich gucke also weiter!

 

Next Choice: Das DIVERGE! Eine kurze Probefahrt machte das Rad über alle Zweifel erhaben! Das ist es!

 

Mich überzeugte vor allem die komfortable Geometrie in Verbindung mit Offroadfähigkeit und dem trotzdem direkten Fahrverhalten! Beinahe eine eierlegende Wollmilchsau... ;-). 

 

Was sind nun meine ersten Eindrücke nach den ersten 100km auf meinen Diverge? 

Ich fühlte mich vom ersten Moment wohl auf dem Rad und das ist das wichtigste! Passt. Ich hatte im Vorfeld mit Ben vom Specialized bgfit am RETÜL-Bike verschiedene Modell und Rahmengeometrien ausprobiert und wir kamen zu dem Schluss, dass ich am besten auf dem 52er Diverge sitze. 

Mir gefällt das direkte Fahrverhalten, was im Prinzip wie auf einem Rennrad ist, allerdings mit einem deutlichen PLUS an Komfort, denn alleine durch den größeren Reifendurchschnitt federt das Rad wesentlich besser. Kopfsteinpflaster fühlt sich an wie eine unebene Straße und nicht mehr wie ein direkter Schlag auf die Hirnhäute. 

Darüber hinaus gefällt mir das direkte Lenkverhalten durch den doch relativ steilen Steuerrohrwinkel.

Und, last but not least, sind die Scheibenbremen der Hammer! Ich will nicht die andauernde Diskussion über Sinnhaftigkeit von Scheibenbremsen am Rennrad befeuern, aber der Bremsweg ist schon sensationell, mal abgesehen von gleich bleibender Bremsleistung auch bei Nässe! Definitiv ein weiteres PLUS! es bedarf dafür natürlich einer etwas feiner dosierten Bremskraft, sonst macht man nen Abflug... 

Meine drei Highlights an meinem neuen Specialized Diverge, quasi mein persönlicher Test!

  • Komfortable und dennoch sportliche Sitzposition
  • Grandiose Bremsleistung
  • Vielfältige Möglichkeiten dank Schutzblech- und Gepäckträgervorbereitung

Ich freue mich auf viele weitere Kilometer und werde von meinen Erfahrungen berichten. Ich hab das Rad natürlich gleich schon mal ein wenig angeschmutzt... Aber wie ich das wieder sauber bekomme wisst ihr ja schon...

 

 

Technische Daten

RAHMEN:

Premium Aluminum, Smartweld Technology

GABEL:

Specialized FACT Carbon, Zertz-Einsätze

VORBAU:

Specialized 3D forged alloy, 7 Grad Neigung

LENKER:

Specialized Alloy 125mm Drop, 70mm Reach, 40cm Breite

LENKERBAND
Specialized Roubaix mit Gel-Einlage

VORDERRADBREMSE:

Shimano BR-785 Hydraulic Disc

HINTERRADBREMSE:

Shimano BR-785 Hydraulic Disc

UMWERFER:

Shimano 105, 2-fach

SCHALTWERK:

Shimano 105, 11-fach

SCHALTHEBEL:
Shimano 685 11-fach

KASETTE:
Shimano 11-32

KETTE:
KMC x11

KURBEL:

FSA Gossamer Pro compact 50/34

PEDALE:
Shimano SPD

VORDERRAD:

AXIS 3.0 DISC SCS

HINTERRAD:

AXIS 3.0 DISC SCS

BEREIFUNG:

Specialized Roubaix Pro Faltreifen 28mm

SATTEL:

Derzeit noch: Specialized Toupé 143mm

SATTELSTÜTZE:

Specialized Aluminium

SCHUTZBLECHE:

Specialized Plug&Play

KLINGEL

Oi by Knog

NAVIGATION:
Garmin Edge 800

SATTELTASCHE:
Specailized Mini Wedgie, ja, falsche Farbe. kommt noch in neu.

FLASCHENHALTER:

Specialized Alu, ja, auch falsche Farbe, kommt auch noch neu.


Geometrie

STACK                                          544mm

REICHWEITE (REACH)             378mm

STEUERROHRLÄNGE               120mm

STEUERROHRWINKEL             71.25°

TRETLAGERHÖHE                     270mm

TRETLAGERABSENKUNG       77mm

NACHLAUF                                 64mm

GABELLÄNGE                             390mm

FORK RAKE/OFFSET                51mm

MITTE TRETLAGER - MITTE

 

VORDERACHSE                          596mm

KETTENSTREBEN (MM)          412mm

RADSTAND                                  995mm

OBERROHRLÄNGE

(HORIZONTAL)                           534mm

BIKE-ÜBERSTANDSHÖHE       740mm

SITZROHRLÄNGE                      447mm

SITZROHRWINKEL                    74°

LENKERBREITE                          400mm

VORBAULÄNGE                         90mm

KURBELLÄNGE                          170mm

 

SATTELSTÜTZEN-LÄNGE       400mm


2 Kommentare

Wechsel der Schalt-, Bremszüge und des Lenkerbands. Byebye Pinky...

Ja, wenn man so will, ist mein Rad schon old-school weil ich noch mit mechanischer Schaltung unterwegs bin. Die finde ich aber immernoch gut. Kein Akku, der leer ist, wenn man unterwegs ist, ich kann selber dran rumfummeln, mal besser, mal schlechter... ;-) Und ich mag das mechanische Gefühl beim Schalten. Finde ich einfach gut. Ich kann selber bestimmen, wie die Kette den Gang wechselt. Dies wird allerdings zum Glück nicht der nächste Blog zur Diskussion "mechanisch", "elektronisch", "kabellos" oder "verkabelt", nein, dies wird mein Eindruck vom Wechsel der Schalt- und Bremszüge und was ich dabei bestimmt nicht nochmal mache...

 

Warum überhaupt wechseln? Woran habe ich gemerkt, dass die Züge "durch" sind?

Nunja, die Schalt- und Bremszüge übertragen die Bewegung aus den Schalt-Bremshebeln (sagt ja der Name schon...) auf die Bremsen und die Schaltung. Diese Übertragung sollte möglichst direkt und ohne Kraftverlust sein, damit zum Einen die Schaltung weiterhin gut schaltet und zum anderen die Bremsen gut greifen und man nicht nach dem 3. Bremsmanöver Muskelkater in den Unterarmen hat...

An meinem Ruby aus 02/2015 sind noch die originalen Züge dran gewesen und nach gut 1,5 Jahren Allwetter-Fahrens taten die sich ziemlich schwer mit Bremsen und Schalten. Ein Aha-Erlebnis hatte ich im Vergleich auf meinem "alten" Alu-Renner, der hat schonmal neue Züge bekommen und bei einer Ausfahrt auf der Alu-Möhre wurde mir klar, dass das Schaltverhalten meines Ruby ganz schön ruppig ist, mal abgesehen von der kräfteraubenden Bremse. Wie es ja meist so ist, merkt man die Verschlechterung im Schaltverhalten zwar und auch, dass die Bremse viel Kraft kostet, aber so richtig die Notwendigkeit die Züge zu tauschen habe ich nicht gesehen...

Ausschlaggebend war dann der gerissene Schaltzug bei einem Freund während der Cyclassics nach 50 von 100km. Und auf eine Ausfahrt mit 2 Gängen hatte ich keine Lust, also war klar, dass die Züge wohl neu müssen...

 

Also: Bestes Indiz für verschlissene Züge --> einfach mal an einem neuen Rad bremsen und mit dem eigenen Bremsverhalten vergleichen. Wenn dann noch an den Zügen, Hüllen oder sonst irgendwo ein wenig Rost zu sehen ist, ist es allerhöchste Zeit! Gewechselt werden dann nicht nur die innen liegenden Züge, sondern auch die umgebenden Hüllen, da beide zusammen für das Schalt-  und Bremsverhalten verantwortlich sind und meist auch zusammen verschlissen sind.

Da mich der Schrauberehrgeiz gepackt hat, wollte ich das selbst macht... mutig bei innenliegenden Zügen... Lenkerband hab ich schon öfter gewechselt und so kompliziert konnte das auch nicht sein. Immerhin hatte ich kompetente Unterstützung von Tim, einem Azubi bei Specialized, der sich größte Mühe gab mich vor den gröbsten Fehlern zu bewahren.

 

Ich versuche mal die 5 elementarsten Schritte beim Wechsel der Züge zu beschreiben.

 

1. Lenkerband abwickeln, Züge freilegen

 

2. Alte Züge und Hüllen herausbauen

 

3. Neue Züge und Hüllen abmessen

 

4. Neue Züge einziehen

 

5. Lenkerband neu wickeln

 

So einfach so kompliziert...

1. Lenkerband abwickeln, Züge freilegen

Vermutlich der einfachste Schritt.

Lenkerendstopfen zunächst heraus schrauben oder ziehen, meine sind eingeschraubt.

Danach kann man das Lenkerband abwickeln, wenn man es wieder wickeln möchte, etwas vorsichtiger abwickeln, meines war jedoch so "durch", dass ich lieber im Anschluss neues nehmen wollte.

Die Gummiabdeckung der Bremsgriffe kann man meist einfach nach vorne klappen um an die Ein- und Ausgänge der Züge zu kommen und das Lenkerband abwickeln zu können.

Anschließend habe ich erstmal Klebeband, Reste und Dreck vom Lenker entfernt, sodass die Hüllen am Lenker frei liegen und ich sehen konnte welche Züge wo verliefen.

 

2. Alte Züge und Hüllen ausbauen

Dann kann man die alten Züge und Hüllen entfernen. Wenn man kein Profi wie Tim ist, sollte man immer nur einen Zug abbauen und den neuen verlegen. Ohne Tim hätte ich gleich die Orientierung verloren, was wo war, da er alle Züge schneller demontiert hatte, als ich gucken konnte. Im Prinzip ist der Ablauf immer der gleiche.

Man knipst mit der Bowdenzugzange (UNBEDINGT notwendig! Nicht zu ersetzen durch einen schöden Seitenschneider..., der quetscht den Zug und die Hülle, die dann zugedrückt ist, was dann nervt, weil der Zug nicht mehr durch geht und man die Hülle  nicht immer kürzer schneiden kann...Dranschneiden geht ja nicht...) vor der Festklemmschraube bspw. an der Hinteradbremse den Zug durch und kann den Zug dann schon frei in der Hülle verschieben.

Wenn man innen-liegende Züge, so wie mein Ruby hat, sollte man unbedingt einen Innen-Liner auf den Zug schieben, bevor man den Zug ganz raus zieht. Das ist eine dünne Hülle, die meist in neuen Rahmen steckt und die Führung bei der Montage für den Zug ist. Denn sonst ist es ganz nicht so einfach mit dem Zug blind den Ausgang aus dem Rahmen wieder zu finden...

Also Innen-Liner auf den Zug fädeln und dann erst den Zug aus dem Rahmen ziehen.

Die alten Hüllen kann man noch als Längenvorgabe für die neuen Hüllen nutzen und gleich die neuen Hüllen in der gleichen Länge abschneiden.

Brems- und Schaltzughülle unterscheiden sich übrigens deutlich, genauso wie die Züge selbst. Der Bremszug ist der dickere von beiden!

Bei den Hüllen sind auch die Bremszughüllen dicker und haben eine gewendelte Spirale als Hülle, die Schaltzughülle besteht aus parallel laufenden Drähten.

Wenn die neue Hülle die richtige Länge hat, Endkappen nicht vergessen!

Auf den Schaltzug kommen welche aus Plastik, auf den Bremszug aus Metall, da gibt's aber sicherlich auch 100 Varianten.

Wichtig ist, dass auf allen Enden eine Kappe ist.

 

3. Neue Züge und Hüllen abmessen

Sodenn, alter Zug ist raus, Innenliner ist drin.

Dann schnappe ich mir die alte Hülle und messe eine neue der gleichen Länge ab.

Wie eben schon gesagt, Endkappen nicht vergessen.

Die Züge haben alle ein gleiches Standardmaß, die kürze ich erst, wenn alles fertig montiert ist. Vorerst lege ich mir also einfach einen neuen langen Zug bereit.

 

4. Neue Züge einziehen

Innenliner sind drin, neue Züger liegen bereit, neue Hüllen sind gekürzt und liegen ebenfalls bereit.

 

Dann ziehe ich den Zug durch den Bremsgriff durch, dafür lohnt es sich bei der Premiere sich zu merken, wo der alte Zug raus kam. Bei Shimano fädelt man den Bremszug beispielsweise von vorne durch den Griff. Dann kommt er unter dem nach vorne geklappten Gummi des Griffs raus. Dann habe ich 2 Optionen, wo der Zug verlaufen kann, entweder vorne oder hinten am Lenker. Mein Zug geht hinten am Lenker lang, der andere vorne, so wir die Auflagefläche größer und komfortabler. Das kann man aber so machen, wie es einem beliebt.

Nachdem der Zu also durch den Bremsgriff ist, kommt die erste Hülle drauf, diese dann bis in den Bremsgriff schieben und den Zug in den Innenliner durch den Rahmen fädeln. Dann erstmal den Innenliner festhalten und den Zug bis hinten wieder raus schieben! Soweit die Theorie.

Am Zug meiner hinteren Bremse stellte sich die Situation folgender maßen dar. Zug vorne in den vermeintlichen Innenliner gefädelt und durchgeschoben. Hinten kam aber leider kein Zug raus. ich merkte, dass ich mit dem Zug irgendwo im Rahmen gelandet war... Das wollte ich eigentlich vermeiden...

Was war passiert?

Beim Durchschieben des Innenliners von hinten hatte ich gedacht, das Röhrechen, was vorne am Rahmen raus kam, wäre schon der Innenliner. War aber leider die fast genauso aussehnde Zugführung, die im Rahmen liegt. Die hatte ich fein nach aussen geschoben und der Innenliner lag im Rahmenn...Super...

Mir kam der Spruch wieder in den Sinn, dass man sich an dem Tag, an dem man innen liegende Züge verlegen will, besser nix vornimmt...

So musste ich die hintere Anschlaghülse abschrauben und den Zug angeln. Das gelang im geschätzt 150. Versuch.

Merke: Nächstes Mal hinten und vorne am Innenliner anfassen, dass es auch der selbe ist... Passiert mir sicherlich nur einmal und glücklicherweise nicht am Zug in der Kettenstrebe...

Naja, Zug war also drinnen, dann in die Bremse fädeln und schon mal provisorisch festklemmen.

Der 1. war also drin!

3 more to go...

So fummelte ich mich durch die anderen 3 Züge und schlussendlich waren alle 4 Züge und Hüllen neu montiert! YEAH!

Der Rest? Klacks... ;-)

 

Es folgt die Einstellung von Bremse und Schaltung.

 

Ich fange lieber mit den Bremsen an, das ist recht einfach und geht gut von der Hand.

Die folgende Variante finde ich am einfachsten.

 

Einstellschraube an der Bremse 2-3 Umdrehungen raus schrauben, Bremsbacken mit der Hand ganz an die Felge drücken und den Zug stramm ziehen und fest schrauben. Die zu dicht sitzenden Bremsbacken kann man nun mit reindrehen der Schraube wieder etwas von der Felge entfernen.

Check, ob die Bremse mittig bremst, wenn sie das nicht tut, prüfen, ob sie mittig am Rahmen montiert ist, oder ggf. etwas Öl benötigt, dass sie wieder gut federt.

Das Vorgehen ist für Vorne und Hinten identisch.

 

Die Einstellung des Schaltwerks und Umwerfers sprengen meine literarischen Fähigkeiten. Da gibt es Klasse Anleitungen bei Youtube... oder darüber mache  ich mal einen Extra-Blog...

Ich habs hinbekommen, beim Umwerfer hat mir Tim allerdings klasse geholfen, da hätte ich wohl n Moment länger gebraucht...

 

5. Lenkerband neu wickeln

Bevor ich neues lenkerband wickeln konnte, muss erstmal die "Unterkonstruktion" fertig sein.

Dazu klebe ich erstmal alle Züge am Lenker fest, wo sie auch verlaufen sollen.

Dann klebe ich darüber die Lenkerauflage fest und lege schlussendlich die Gelauflage oben drauf.

LEIDER!!! gibt es im Moment das Roubaix-Lenkerband nicht in Pink, daher ist es ein schwarzes geworden, das wird auch nicht so schnell dreckig.

Wenn dann die Unterkonstruktion in Position ist, es lohnt sich schon hier auf exakte Symetrie zu achten, wenn man später ein gleiche Griffgefühl möchte, geht es daran das Lenkerband zu wickeln.

Das habe ich schon ein paar mal gemacht und bekomme es nun ganz gut hin!

Ich fange unten am Lenkerstopfen an un wickle von innen nach außen! Die erste Umrundung des Lenkers so, dass das Lenkerband auch gut im Lenkerstofen verschwindet, die anderen Wicklungen dann mit circa halber Überlappung, vielleicht etwas weniger, auch hier lieber einige Wicklungen wiederholen und auf Symetrie achten. Das erfordert manchmal etwas Geduld...

Am Griff angekommen, gibt es verschiedene Optionen, ich wickle so, dass ich dieses mitgelieferte Extrastück Lenkerband nicht benötige, erst untenrum, dann nach oben und dann einige Umwicklungen weiter. Dann kann ich schonmal das Gummi vom Griff zurück klappen und gucke, ob mir das Ergebnis optisch gefällt. Ich brauche 2-3 Anläufe bis ich es gut finde und am Oberlenker weiter wickeln kann.

 

Das Ende schneide ich mit einer Schere so ab, dass man einen graden Abschluss bekommt und fixiere es mit Klebeband.

Viola.

Alles Montiert!

 

Dann die 1. Testfahrt: SENSATIONELLES SCHALTERLEBNIS! WOAHH!! Steht einem Neurad in nichts nach und fühlt sich klasse an, das hätte ich schon viel eher machen sollen...

 

Ladies und Gents, traut euch an euer Rad ran!

 

ich hab Lust auf mehr! Als nächstes steht der Kettentausch und der Einbau einer neuen Kassette auf dem Plan! Ich werde berichten! Das möchte ich nämlich auch selbst machen!

#schrauberpower

 

 

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Abwärts! House Running in Hamburg

Sch..... Dieses Wort entwich mir ziemlich unbeabsichtigt bei meinem Blick über die Kante.

Ich stand auf dem gut 50m (und das können viele Meter sein...) hohen Gebäude des Holiday Inn Hotels an den neuen Elbbrücken und war im Begriff dort die Hauswand runter zu laufen.

Ich war angemeldet zum House Running von Jochen Schweizer und war gespannt wie das von Statten gehen würde.

Zunächst einmal sehr unspektakulär. Ich kam an und meldete mich am Empfang an und nach dem allgemeinen Papierkrams, dass ich das wirklich selber will und wenn ich runterfalle selber Schuld bin, ging es hoch in den 17. Stock.

Dort wurde ich von dem Eventteam in das Sicherheitsgeschirr gesteckt und festgezurrt. Verschnürrt wie ein Überseepaket trat ich auf den Balkon im 17. Stock und warf einen ersten Blick auf das vor mir liegende Hamburg. Dies zeigte sich von seiner besten Seite mit prompt einsetzendem Nieselregen und wolkenbehangenem Himmel. Naja, darauf konnte ich nun keine Rücksicht nehmen.

Als nächstes schaute ich mal über die Brüstung direkt nach unten und war überrascht, dass es doch so hoch war... Hui...

 

 

Verzurrt kletterte ich auf die Plattform und wurde sofort angeleint, nicht, dass es direkt nach unten ging ;-)

Ich stand also auf der Plattform über dem 17. Stock und drehte mich Richtung Abgrund. Sch...

Ganz kurz spielte ich mit dem Gedanken einfach wieder nach Hause zu fahren. Aber das war auch irgendwie keine Option. Ich riskierte also einen zweiten Blick abwärts und schon erklärte mir der extrem entspannte Typ von dem Sicherheitsteam, was ich tun sollte, nach Hause gehen war also keine Option.

Als erstes wurde ich natürlich in das Seil nochmals eingehakt und herabgelassen bis ich in meiner Paketverzurrung waagerecht lag.

Dann kam auch schon der schwierigste "Schritt", nämich vom Gerüst runter auf die Kante der Häuserwand. Mir kam spontan der Armstrong-Satz mit dem kleinen Schritt in den Kopf. Nur mit der Bedeutung für die Menschheit war es hier anders. Lange Sekunden stellte ich mir den Schritt vor meinem inneren Auge vor. Der Sicherheitstyp muss gedacht haben, dass ich gar keinen Schritt mehr mache.

Und dann kam ich mit einem Mini-Schritt voran und bis auf die Hauswand runter. Nochmal das ganze ich stand/hing/lag an der Backsteinhäuserwand. Der Sicherheitstyp sagte, was ich zu tun hatte. Linken Arm ausstrecken, Seil festhalten und mit der rechten Hand das Seil durch die linke Hand ziehen. Dabei noch einen Schritt machen. Sah von unten einfach aus. Erwies sich hier aber als echte Koordinationsaufgabe. Nach 2,3,4,5 Schritten hatte ich den Dreh aber halbwegs raus und es ging abwärts. Ein witziges Gefühl! Es lief immer besser, Meter für Meter ging es hinab und ich entspannte mich, ja ich fand fast etwas Gefallen an der Geschichte... Schon eine sehr witzige Sache. Immer weiter ging es an der Wand hinunter. Dabei immer aufpassen, dass man halbwegs waagerecht an der Wand hängt...

Die Menschen unten wurden wieder etwas größer und ich näherte mich dem nächsten Sicherheitstypen, der mich unten abholte und aus der Leine befreite.

Ich hatte wieder Boden unter meinen Füßen!

 

Vielen Dank an meinen "Fan-Club" am Boden!

Und mit Video!

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Hamburg Cyclassics 2016 - The Speed is on.

EuroEyes Cyclassics 2016 - Rennbericht 
SpeeeeedSpeeeedSpeeed. 
Unter diesem Motto stand wohl meine diesjährige Teilnahme an den EuroEyes Cyclassics. Ich war und bin fit und hatte mir eine gute Zeit vorgenommen! In 2014 war ich unter 3 Stunden gefahren und diese Zeit peilte ich auch dieses Jahr an. 
Am Vortag
Ich hatte meine Startunterlagen bereits am Freitag abgeholt, da ich irgendwie doch nervöser war als gedacht und sicher sein wollte, dass meine Unterlagen nicht bei den Rookiebeuteln in Billstedt landeten und so holte ich den Büddel und meine Nummer schon am Freitag ab. Erstaunt stellte ich fest, dass ich aus dem Block K starten sollte und war etwas verwirrt, warum meine Mitstarter aus anderen Blöcken starten sollten, aber die Startblockeinteilung ist wohl immer ein Buch mit sieben Siegeln und so ganz verstanden habe ich die Systematik noch nicht ganz. Naja, wie dem auch war, ich hatte meine Nummer und meinen Transponder abgeholt. Ein kurzer Blick in den Starterbeutel genügte um festzustellen, dass neben dem mittlerweile leider üblichen unnützen Papier ein Riegel von Taxofit und eine Trinkflaschen drin waren. Beides nicht so wirklich nützlich, aber das ist dann nochmal ein anders Thema... 
Ich präparierte also auch gleich am Freitagabend mein Rad mit dem Transponder, verpasste ihm (oder ihr? Immerhin hat es den Spitznamen "Pony...die Pony?) eine kurze Reinigung von der letzten Ausfahrt und fettete die Kette noch ein wenig. Und schon war das Pony fertig für den Ausritt am Sonntag. Alle anderen Teile am Rad war soweit fit, das hatte ich bei der letzten Ausfahrt bereits geprüft. Das Rad war also bereit. Aber war ich es auch? 
Am Samstag kam Lena, eine weitere Cyclassics-Ambassadorin aus Bremen an, die bei mir übernachtete und wir machten uns gemeinsam auf zur Messe und Akkreditierung. Nachdem wir Ihre Unterlagen ebenfalls abgeholt hatten und nochmals überrascht feststellten, dass wir nicht im gleichen Block, sondern sie in "O" eingeordnet wurde, bummelten wir über die Messe und stellten beide fest, dass wir für morgen mit allem nötigen Equipment ausgestattet waren. Es konnte also losgehen. Zum abendlichen Carbo-Loading trafen wir uns mit den weiteren Cyclassics-Ambassadoren Sandra, Andrea und Luis bei Peter Pane und gönnten uns einen leckeren Burger mit Dessert. Dies Speicher waren also aufgefüllt. 
Satt und zufrieden fielen wir früh ins Bett. 
RACEDAY
6:30 
Wecker klingelt. Zu früh. Ich möchte weiterschlafen. Es ist doch Sonntag. 
6:45
Ich stehe doch auf. Radrennen ist auch schön! Also aufaufauf! 
Nach Kaffee und Frühstücksbrötchen machen wir uns auf den Weg zur Rennstrecke. Auf der Sierichstrasse gesellen sich bereits die ersten Mitfahrer zu uns und der erste Vorgeschmack auf die Rennatmosphäre macht sich breit! Ich bin heiß auf Kilometer und Speed! 
Das Wetter spielt mit und die Windjacke, die ich bis zum Start an habe, ist schon zu warm, es ist Wetter für Kurz-Kurz!
Beinahe routinemäßig rollen wir zur Beutelabgabe, denn es gibt nichts entspannenderes als Turnschuhe nach dem Rennen anziehen zu können, und danach zu unserem Block. Auf dem Weg wünsche ich noch ein paar Rookies viel Spaß und Erfolg, die starten aus dem Block vor mir. 
Im Block einsortiert, werde ich dann doch nervös... Zum Glück bleibt mit dafür nicht allzuviel Zeit, gegen 8:45 rollt mein Block los und kommt durch die Hafencity am Start vorbei. Ich erwarte einen viel zu schnellen Start, bei dem ich üblicherweise denke, dass ich gleich alle Kraft "verballert" habe, aber alle Starter um mich herum ziehen gleichmäßig das Tempo auf 35/36km/h an, ein guter Speed bei dem ich links an einigen gut vorbei ziehen kann. Es geht durch den Hafen Richtung Köhlbrandbrücke, der erste "Anstieg" bei dem so mancher bereits eine erste Bewährungsprobe erlebt, auch ich bin dort manches mal rechts hochgeschlichen. Im Hafen quereren wir einige schienen. Alle sind gut mit Gummilippen oder Kaltasphalt gefüllt. Da kann man gut drüber fahren.  Heute läuft es aber, in der Mitte und links kann ich erneut an einigen vorbei ziehen und komme mit gutem Speed voran. Auch auf der Abfahrt läuft es gut, die Fahrrinnen und Fahrer um mich herum sind alle entspannt und passen aufeinander auf. Ich zügle mich etwas, da ich ahne, dass es in Harburg den Ehestorfer Heuweg hinauf geht und die "Bergwertung" kostet meist einige Körner. Ich sammle also etwas Kraft. 
Es geht links ab und schon verheißen die Schilder der Bergwertung, dass es nun hinauf geht. Gut, dass ich etwas Kraft gespart habe, die kann ich nun nutzen hier hin zu kurbeln. An der Strecke feuern viele Zuschauer die Cyclisten an, und das beflügelt, auch auf den letzten Metern bergauf wird geklatscht und angefeuert. Die Stimmung ist super, es wird an der Strecke gefrühstückt, geklatscht, getrommelt! 
Nach der Bergwertung geht es weiter in die Nordheide, wer denkt, dass es nun vorbei ist mit den Hügeln hat sich leider geirrt, denn eigentlich bleibt die Strecke auf ganzer Länge hügelig. Ich versuche mich so gut es geht in Gruppen vor dem Wind, der doch ganz schön von schräg-vorne weht, zu verstecken, was mit jedoch nicht immer gelingt, sodass ich auch einige Zeit im Wind vorne fahre. Immer wieder weht der Wind ordentlich von vorne. Von der Seite. Nur nicht von hinten. Verstecken. Reintreten. An so manchem Hügel beiße ich vor meinem inneren Auge in das Lenkerband. Immer wieder erwische ich echt fixe Züge...es läuft. 
Nach circa der Hälfte der Strecke geht es an der Verpflegung vorbei, ich benötige nix und lasse diese rechts liegen. Ich nehme lieber eines meiner liebevoll auf das Oberrohr geklebten Gels von Squeezy - Geschmacksrichtung "Bier".  Spannender Geschmack, mal was anderes als der Süsskram. Nach knapp 2 Stunden gibt mir ein weiteres "Bier" Power für den Rest der Strecke durch Harburg. Und es geht zurück. 
Das heißt: der Wind kommt in von hinten. Das schiebt. Es läuft noch besser. Ich beiße aber immernoch vor meinem inneren Auge in meinen Lenker. Von selbst läuft es dann auch nicht...
Eine letzte POWER-Waffel im Startblock
Eine letzte POWER-Waffel im Startblock
FAST DA. ODER DOCH NICHT. 
Harburg. Jedes Jahr denke ich, dass ich in fast da bin. Bin ich aber nicht. Ich Rollen von hinten an Timon heran, der vor mir gestartet war. Aber verliere ihn wieder aus den Augen, er erwischt einen Zug und zieht davon. Von dort sind es immernoch mindestens 15 km. Gefühlt eher 40. Es geht als in die Innenstadt von Harburg. Da wartet das Kopfsteinpflaster. 2x10m, die aber jedes Mal ganz schön wach machen. Da gilt es sich zu konzentrieren. Lenker festhalten. Gerade drüber fahren. Einige schüttelt es ganz schön durch. Ich denke an unsere Rookie-Rides und meine Hinweise alles am Rad zu befestigen, das scheinen einige Teilnehmer nicht so zu beherzigen, denn hinter dem Pflaster sieht es beinahe aus wie im Radsportladenausverkauf. So einige Schläuche, Pumpen und Flaschen liegen auf der Straße. Manchmal auch gleich im Set mit Kartusche. Wer also Ersatz benötigt --> einfach nächstes mal in Harburg einsammeln. Einen Schlauch sehe ich erst recht spät. Ich kann nicht ausweichen, weil ich nicht weis, was um mich herum ist. Mist. Lenker gerade und drüber treten. Glück gehabt, der Schlauch wickelt sich nicht ab, ich hopple einfach drüber. 
Dann geht es wieder Richtung Hafen. Wieder über die Schienen. Geht wieder gut. 
Die ersten Motorräder der Profis kommen uns entgegen  auf den neuen Elbbrücken kommt uns das Profipeloton entgegen. Viel zu schnell. Ich erkenne niemanden. Aber ich habe alle gesehen ;-). 
Dann geht es wieder Richting Hafen City. Viele Fahrer nehmen hier die Beine schon hoch. Oder lassen sie hängen. Auf jeden Fall kann man hier einiges gut machen, denn es sind immernoch 5,6,7km. Da kann man noch Plätze gut machen, auch ohne waghalsigen Zielsprint.
ZIELEINLAUF
Eine junge Dame bedankt sich bei mir für den Windschatten und das Ziehen und das tolle Tempo! Noch einmal am Hauptbahnhof vorbei, zum Gänsemakrt rüber und hinten ums Rathaus auf die Mönckebergstraße. Das Ziel ist nah. Die Stimmung bombastisch. Alles voller Zuschauer und alle feuern die Cyclisten auf den letzten Metern an. Ich genieße die Stimmung! Das ist schon ganz schön beflügelnd! Immer wieder. Nutzt sich auch nicht ab, dieses Gefühl. Zum Glück!
ZIEL!
Geschafft! 
Ich habe meine 5. Cyclassics unfall- und pannenfrei absolviert und auch noch eine gute Zeit gefahren. Sub 3h hat nicht ganz geklappt, aber was soll's...  Es war toll!!!
Es sind diese Momente, wo mein Rennen mit dem Rennen anderer verschmilzt, wenn sich Mitfahrer für das Rennen, den Windschatten, das ziehen, die gute Stimmung bedanken für die es sich lohnt immer wieder mitzufahren. Wenn ich dazu beitragen kann, dass jemand anderes auch ein gutes Rennen hat! 
Auf der Rennstrecke ein Selfie zu machen auf dem KEINE Mitfahrer sind. Wie hab ich das denn geschafft???
Auf der Rennstrecke ein Selfie zu machen auf dem KEINE Mitfahrer sind. Wie hab ich das denn geschafft???
Aber ich muss auch resümieren, dass einfach zu wenige Frauen auf der Strecke sind, zwar sind mit knapp 10% Finisherinnen auf den 100km doppelt so viele Frauen, wie in Berlin dieses Jahr auf der Strecke gewesen (das hatte ich mir ja gewünscht!), aber es könnten noch so viele mehr sein. 
Auf der 60km Strecke ist der Frauenanteil schon etwas höher, aber es müssen sich mehr Frauen trauen. 
Dafür braucht es aber einige Veränderungen, denn wir Mädels sind eine große Zielgruppe, die aber noch nicht sooo angesprochen wird, dass sie auch in der Mehrheit überzeugt ist mitzumachen. 
Für das nächste Jahr wünsche ich mir:
  • Starterbeutel für Frauen
Ja, ich weiß, für das Geld der Teilnahme erhält man nicht den Inhalt des Beutels, sondern Orga, Streckensperrung, Wertung und und und. Steht ja auch außer Frage, dass ich keinen Beutel im Wert des Startergelds erwarte. Aber ich möchte kein Aftershave for men, keinen x. Hinweis auf Männershampoo, oder oder oder... Die Liste ließe sich fortsetzen. Ich möchte auch keinen Nagellack oder Haarspray oder Lippenstift. Ich würde einen ernstgemeinten Beutel gut finden. Einen Flyer für Damenrennräder oder ein LadyBootcampReiseAngebot. Oder einen Eiweissriegel, eine Probe Eiweisshake. Mal eine Sitzcreme, die auch für Schleimhaut geeignet ist. Das wird sich doch für 1000 weibliche Starterbeutel machen lassen. 
  • Eine Urkunde, die die Frauenwertung auflistet
Wenn man sich dieses Jahr die online verfügbare Urkunde anschaut, so steht unter meiner Zeit tatsächlich Akl. 100 (100,2) Männer. Was soll das denn bitte? Die Damen dürfen sich mit den Herren messen, oder wie? Finde ich nicht gut. Ist vielleicht auch nur ein Programmier-Fehler. Dann aber ein echt ungünstiger. Das ist doch eher schade. Betraf übrigens alle Damen, nicht nur mich. (UPDATE 23.08.: Fehler ist korrigiert. Nun ist die Frauenwertung drauf.)
Damentrikot
Ne, ,muss nicht pink sein, muss auch keinen Glitzer haben. Aber ein tailliertes Trikot und eine Hose mit frauenspezifischem Polster wäre gut. Dann könnte man die auch mal bequem zum Training anziehen. Nicht jeder Frau steht oder passt ein Herentrikot oder -Hose. N Tailliertes T-Shirt oder Tanktop wäre auch cool! Würde ich auch kaufen! 
  • Mehr Safer-Cycling Guides und Guidettes
Dieses Jahr war mein Eindruck, dass das gesamte Peloton entspannter gefahren ist. Ich habe wenige brenzlige Situationen erlebt und nur einen Sturz gesehen! Das ist gut! Und führe ich auch auf die in den letzen Jahren vermehrt anwesenden Safer-Cycling Guides zurück. Aber da müssten viel mehr Ladies bei den Guides sein! Where can I apply?
  • Special-Wertungen
Wie wäre es denn mal mit neuen Wertungen? Warum gibt es keine Sonderwertungen für reine Frauenteams? Oder Mixed-Teams? Oder Wertungen für Teams, die zusammen gestartet und zusammen angekommen sind? So im Sinne einer möglichst gleichen Fahrzeit möglichst vieler Teammitglieder? Das Team könnte auch gesondert geehrt werden? Und sowieso, wo sind die Siegerehrungen? 
... 
Was ist dein Wunsch für die nächsten Cyclassics? Ich glaube das Orga-Team ist willig, aber vielleicht unterstützen wir sie mit ein paar Ideen?
Und wünsche kann man ja nie genug haben. Wenn nur ein paar der Dinge umgesetzt werden, wäre das für den Frauenradsport und die Jederfrauszene toll. Noch so ein Ding, das ich nicht verstehe. Warum denn JederMANN-Rennen? 
Ladies! Traut euch! Rauf auf die Räder! Rennradfahren ist viel zu schön, um es den Männern alleine zu überlassen!
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RTF Alp d´Hittfeld - Letztes Anwärmen vor den EuroEyes Cyclassics in Hamburg

Schon wieder August! Die Cyclassics stehen vor der Tür! Wer denkt, dass die Cyclassics eine vollkommen flache Veranstaltung sind, hat sich geirrt, denn es geht durch die Nordheide und da warten einige fiese Hügel auf die Teilnehmer. Was ist also ideal um sich darauf vorzubereiten? Richtig! Hinfahren - Drüber fahren. Und das geht sehr gut bei der RTF Alp d´Hittfeld. Die haben wir am Sonntag besucht und uns auf den 120km (Streckenlängen im Angebot 40km, 80km, 120km, 150km) die Nordheide angeschaut und mal getestet, wie gut wir die Hügel hoch kommen.

Ich glaube wir sind fit für die Cyclassics, denn die Runde lies sich sehr gut fahren. Aber lest selbst, was uns auf der Runde erwartet hat.

 

Start der 120er Runde war in Hittfeld/Seevetal, bis dorthin sind wir geschmeidig mit dem Metronom aus Hamburg angereist, was erstaunlich schnell ging! Zack - waren wir in Hittfeld und rollten mit vielen anderen vom Bahnhof bis zum örtlichen Gymnasium in dem die Anmeldung und der Start sein sollte! Wir meldeten uns schnell an, montieren die Nummern auf den Trikots und schon ging es los. 

 

DER START

 

Glücklicherweise war der Start etwas eher, sodass wir schon um 8:45 auf die Strecke durften. Wir fuhren in zügigem Tempo die ersten Kilometer in größerer Gruppe, ich reihte mich mich Simon im hinteren Drittel der Gruppe ein und wir versuchten an der Gruppe dran zu bleiben. Das Tempo passte nicht ganz und wie immer waren die Hügel dann doch hügeliger als gedacht... Wir führen also in unserem Tempo weiter, immer mal wieder begleitet von Radeln, die ein ähnliches Tempo hatten. Bis zur Streckenteilung war schon die erste Kontrolle passiert, dort schob ich mir nur kurz einen Schokolade-Schaumkuss rein. Warum weiß ich nicht, ich mag die Dinge eigentlich nicht und Hunger hatte ich auch nicht. Aber Stephan hielt mir einen entgegen und schon war der in meinem Mund verschwunden, beinahe ohne anzuhalten. Fix ging es weiter. Richtung Wulfsen, immer wieder war ich verwirrt ob der Streckenausschilderung und des heruntergeladenen Tracks, denn der Track war eher ungenau, und verlief irgendwo neben der Straße, manchmal auch 100m und mehr. Vor Wulfsen bog der ausgeschilderte Weg allerdings rechts ab und mein Track verlief geradeaus. Wir entschieden uns für den ausgeschilderten Weg, weil die anderen vor und nach uns da auch lang fuhren (gutes Argument... ;-) ). Als dann aber längere Zeit kein Hinweisschild mehr kam, waren wir doch etwas verwirrt. Naja, wir fuhren einfach weiter... Irgendwann kam dann doch noch ein Schild. Und es kam auch ein Hinweise zur Streckenteilung, ich hatte nämlich befürchtet, dass wir auf der 80er Runde gelandet wären (oh Gott, dann wäre wir ja viel zu schnell wieder am Start...), waren wir aber nicht, es ging weiter Richtung Amelinghausen zur 2. Kontrolle.

 

 

2.KONTROLLE

 

In Amelinghausen gibt es ein Strava-Segment namens "Mur de Amelinghausen" und das Segment macht seinem Namen alle Ehre. Man biegt um die Ecke, denkt, dass gleich die Kontrolle mit Kuchen und Bananenbrot kommt, und dann geht es da bergauf, dass man nur noch Zeit haut ganz schnell auf den ganz kleinen Gang zu schalten. Und dann muss man da hoch kurbeln. Kurz habe ich gedacht, dass ich absteige. Ging dann aber doch. Ich hab dann doch die drittbeste Frauenzeit auf dem Segment geliefert. Dann brauchte ich aber auch erstmal das Rosinenbrot an der Kontrolle... Und ein Sauerstoffzelt wäre gut gewesen, gab es aber nicht...

Frisch gestärkt ging es dann weiter. 

Nach der 2. Kontrolle teilte sich dann die Strecke, die 150er kamen an der 2. Kontrolle noch ein weiteres Mal vorbei, wir Bögen jedoch zur 3. Kontrolle ab. Nach einigen Kilometern kamen erneut in der Gruppe Zweifel auf, auf welcher Strecke wir waren. Einer der Mitfahrer in der Gruppe stelle verwirrt fest, dass dies die 120er Runde und nicht die 150er war. Ja, da war eine Streckenteilung an der Kontrolle. 120 links, 150 rechts. Das muss er wohl übersehen haben... Ob er dann umgekehrt ist, hab ich allerdings nicht mitbekommen.

In mir mehrte sich der Verdacht, dass die Streckenplaner einfach ALLE Hügel der Nordheide mit einem Strich verbunden haben, Zack fertig ist die Strecke. Es ging in der Tat immer wieder kurz "bergauf" und hinab. Für Rennradfahrer, die im Harz oder den Alpen oder sonstwo an Hügeln wohnen, ist das wohl eher ein Scherz, aber in der Kombi Wind und Hügel war es dann doch irgendwann zermürbend. 

 

 

 

3. KONTROLLE

 

An der 3. Kontrolle sammelten wir nochmal Kraft, es wurde tatsächlich auf Nachfrage ein Schluck Rotwein angeboten, den wir dann aber doch ablehnten... Wäre aber möglich gewesen...

Von der 3. Kontrolle ins Ziel ging es dann einen größeren Abschnitt auf dem Hinweg zurück, sodass wir schon wussten wo es lang ging. 

Happy und erledigt kamen wir nach exakt 120km im Ziel an und erhielten dankenswerter Weise noch eine Wurst und ein kühles Getränk!

 

Die Runde durch die Nordheide, ob 80er Strecke oder 120km oder die Lange Runde mit 150km ist eine gute Vorbereitung auf die Cyclassics. Es geht buchstäblich durch die Hügel der Nordheide, die zu dieser Jahreszeit wunderhübsch aussehen. Die Heide blüht (leider kein Foto gemacht...) und es mischt sich erste Herbststimmung in das satte Grün vom Sommer. Auf den Hügeln lässt sich noch der eine oder andere harte Antritt trainieren und für mich liegt die Herausforderung immer in der Kürze der Hügel, denn man kommt nicht so wirklich in einen Rhythmus. Für das große Blatt sind die Hügel zu flach, für das kleine zu steil und dann sind sie auch schon wieder vorbei. Immer wieder...und wieder....und nochmal.

 

Das Wetter war ideal, es war etwas bewölkt und kühler, aber zum Fahren sehr gut, da man nicht so gar gekocht wurde, wie bei 30 Grad. Zum Ende der Runde tröpfelten einige Regentropfen vom Himmel und die Wolken wurden bedrohlich dunkel, aber es hielt dann doch! 

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Rennradausfahrt mit Specialized zur Vorbereitung auf die EuroEyes Cyclassics 2016

Endlich war es soweit! Nach einer spannenden Vorbereitungszeit fand endlich unsere Ausfahrt für alle Erststarter der EuroEyes Cyclassics 2016 am Specialized Concept Store statt. Unterstützt wurden wir dabei tatkräftig von den Safer Cycling Guides, die den Rookies gleich das Gefühl der Sicherheit im Peloton gaben und wichtige Regeln erklärten.

Die Strecke hatten wir bereits am Vortag ausgekundschaftet, sodass wir alle anspruchsvollen Passagen kannten und vorab alle informieren konnten. Aber der Reihe nach, wie verlief das Event und die Ausfahrten?

Programm:

10:00 Eintreffen am Specialized Concept Store Hamburg

11:00 Erste Gruppe startet

12:30 Erste Gruppe kommt von der Ausfahrt zurück

13:00 Get together am Store

14:00 Ziehung der Gewinner von Einkaufsgutscheinen und Leistungsdiagnostik

15:30 Ende, Abreise und Vorfreude auf die nächste Ausfahrt mit Grillwurst am 18.08. Anmeldung hier.

Die ersten Teilnehmerinnen und Teilnehmer standen pünktlich um 10:00 mit ihren Rädern am Store und waren gespannt, was sie heute erwarten würde. Nach und nach trafen weitere Teilnehmer und die Safer Cycling Guides ein. Wir tauschten mit den Guides letzte Informationen bezüglich Strecke und Gruppen ein und die Teilnehmer konnten sich bereits den Gruppen zuordnen!

In 5 Gruppen unterschiedlicher Erfahrungsstände und Geschwindigkeiten fand jeder Teilnehmer eine Gruppe, die seinem "Komfortbereich" entsprach und stellte sich dort schoneinmal zu seinen Mitfahrern.

Gegen 10:30 hatten alle Teilnehmer eine Gruppe gefunden und Lorenz erläuterte für alle die Regeln der gemeinsamen Runde inklusive kleiner Praxiseinheit "Handzeichen" als Trockenübung in Zweier-Reihe ohne Rad, äußerst unterhaltsam! Jeder füllte seine Trinkflaschen und steckte noch einen Rigel ein.

Pünktlich um 11:00 rollte dann die erste Gruppe vom Hof und mit ein paar Minuten Abstand folgten alle Gruppen nacheinander, jeweils ca. 16-26 Fahrerinnen und Fahrer.

Ich begleitete gemeinsam mit dem Safer Cycling Guide Hendrik die Gruppe "Sport", angelehnt an die Ausstattungsvarianten bei Specialized gab es die weiteren Gruppen "Elite", "Comp", "Expert" und "Pro".

Wir rollten also bei Sonnenschein vom Hof und fuhren als Gruppe gen Bebelallee und Ohlsdorfer Friedhof. Von dort aus ging es weiter Richtung AEZ und Wellingsbüttel/Poppenbüttel. Die Gruppe fuhr fleißig mit Hendrik und ich achteten darauf, dass alle zusammen blieben und die Hinweise zum Fahren in der Gruppe beherzigten. Wir plauderten in der Gruppe und ich war überrascht was machen Teilnehmer für eine Anreise hinter sich hatten, denn ein Teilnehmer war tatsächlich aus Braunschweig angereist, "nur" für unsere Ausfahrt! Das hat mich so gefreut! Nach circa 15km zogen einige Regenwolken auf und es begann zu tröpfeln, sodass ich die Gruppe anhalten lies, damit jeder eine Jacke oder Weste anziehen konnte. Gerade als alle sich angezogen hatten, kam, ja, gelinde gesagt ein Wolkenbruch runter.

Es donnerte und schüttete aus Eimern, sodass wir die Rookies schnell von der Straße holten und wir uns an einem Restaurant unter stellten. Auf der Straße entstanden zwei nette Flüsschen und es reeegnete... Wir warteten... Alle Teilnehmer nahmen die Situation gelassen und mussten ein wenig lachen, dass es tatsächlich so doll regnete. Nach 5-10 Minuten war der Spuk zum Glück auch schon wieder vorüber, sodass wir weiter fuhren. Der Regen stand zwar noch auf der Straße, aber die Sonne kam schon wieder raus und die Laune war bestens! Alle lachten über den Schauer und fuhren weiter Richtung Duvenstedt. Dort machten wir einen Bogen durch Duvenstedt und fuhren über den Diekbarg zurück Richtung Poppenbüttel.

Hier erwartete uns noch ein Stück Kopfsteinpflaster von circa 300m Länge. Dies lang hinter einer Kurve und ich sagte frühzeitg für alle an, dass gleich Pflaster käme. Alle waren gespannt.

Dann wurden wir allerdings von einer Zwangspause aufgehalten, denn ich hatte einen Platten.

Einige Teilnehmer schien dies vorwiegend aus 2 Gründen zu gefallen. 1. Kopfsteinpflaster war verschoben. "puh" und 2. Live-Demonstration einer Plattenreparatur!

Wir wechselten also den Platten, ich wechselte und Hendrik erklärte worauf zu achten sei und wie ein Wechsel funktioniert. Fix den Ersatzschlauch drauf und ich dachte es geht weiter. Neee, beim Aufpumpen hörte ich ein verdächtiges Zischen, auch der gewechselte schlauch war schon wieder kaputt. Obwohl wir gewissenhaft den Mantel geprüft hatten, hatte sich ein Steinchen versteckt. Nachdem das draußen war, ging es dann aber reibungslos weiter und wir kamen doch noch zum Pflaster. Alle wurden durchgeschüttelt, fuhren aber sehr gut darüber!

Die restlichen 15 km rollten wir dann im Sonnenschein wieder Richtung Store, wo wir gegen 13:00 Uhr beinahe getrocknet ankamen.

Dort angekommen gab es für alle einen Kaffee, einen Smoothie, Melone, Banane und Orangen. Ich blickte in viele glückliche Gesichter und freute mich, dass sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer freuten!

 

Im Anschluss als alle wieder in trockenen Klamotten steckten und sich an Kaffee, Tee und Obst gestärkt hatten, ging es zur Verlosung. Verlost wurden 5 x 50€ Einkaufsgutscheine und eine Leistungsdiagnostik bei STAPS. herzlichen Glückwunsch nochmal an alle Gewinner!

 

Der Nachmittag trudelte bei Sonnenschein und 23 Grad aus und ich freue mich schon sehr auf die nächste Ausfahrt am 18.08. für die Erstteilnehmer mit Grillwurst und einem Vortrag von den Experten von STAPS. Zur Anmeldung geht es hier!

 

Vielen Dank an alle Teilnehmer, ich glaube ihr habt in Bezug auf die Erfahrung in einer Gruppe zu fahren eine ganze Portion dazu gelernt und euch super geschlagen!

Vielen Dank an die Safer Cycling Guides für die professionelle Begleitung, durch euch werden die Cyclassics wesentlicher sicherer!

 

Bis zum 18.08. Ich freue mich schon sehr auf die Runde!!!

Download des Tracks bei Strava:

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Verlängertes Rennradwochenende auf Föhr - Specialized Bike Days Fatbike & Rennrad

Mit dem Fatbike auf der Insel Föhr

FATFATFAT-Bike!

 

Das mit Abstand unterhaltsamste Fahrrad der Welt und es hat so viele Features, die es zu meinem nächsten großen Favoriten nach dem Rennrad machen!

 

Im Rahmen der Specialized-Bike Days zusammen mit der Föhr Tourismus GmbH und dem Modenhaus Ehlers in Wyk auf Föhr war ich eingeladen vor und nach dem Triathlon Red Bull Triislands zusammen mit dem Specialized Concept Store in Hamburg einige Testfahrten auf den Fatbikes und Rennradausfahrten anzubieten.

 

Am Freitag hatten wir ein sportliches Programm ausgeknobelt, welches um 8:30 mit einem Meet&Greet am Modenhaus Ehlers starten sollte. Dann ging es pünktlich um 10:00 auf die erste Runde mit dem Fatboy von Specialized. Wir waren zu viert und drehten eine Runde durch das Wäldchen von Wyk um dann Richtung Lindenweg abzubiegen und auf die Schietkuhle zuzusteuern.

Die Schietkuhle ist eine Art Senke auf Föhr in die man hervorragend mit dem Fatboy herunter fahren kann. Mit Tempo kann man die gegenüberliegende Seite nutzen um fast wie in einer Halfpipe wieder hinaus zu fahren. Dann geht es mit Schwung wieder abwärts und durch den Sandhaufen zurück. Soviele Runden und Abfahrten wie man mag. Wir blieben an der Schietkuhle für einige Runden! Ein großer Spaß! Die dicken Reifen des Fatboy rollen über alle Unebenheiten und Löcher auf dem Weg einfach drüber hinweg. Als wären sie gar nicht da! Und dabei ist das Fatboy wahnsinnig dynamisch! Es fährt sich agil und sportlich, mit oder ohne Federgabel!

Nachdem wir nun einmal Richtig in Stimmung gekommen waren, ging es weiter auf Feld-, Wald- und Wiesenwegen Richtung Nieblum und nach Utersum hinaus.

Auf dem Weg dahin machten wir einen Abstecher zum Strand, denn für weichen Untergrund ist das Fatbike prädestiniert. An der Wasserlinie lässt es sich auf dem Sand super fahren und das Wasser spritzt genauso erfrischend wie der Fahrtwind. Eine Fahrt ins Wattenmeer blieb uns verwehrt, denn wenn das alle machen würden, würde das Naturschutzgebiet Wattenmeer wohl eher wie ein Acker aussehen. Wir blieben also am Strand und setzten unsere Runde fort.

In Utersum war bereits die Wechselzone für den Samstag stattfindenden Red Bull Triislands Triathlon vorbereitet und wir genossen mit unseren Fatboys die Atmosphäre gespannter Entspannung, denn alle Athleten und das Red Bull Team war entspannt und gut drauf. Nach einem stärkenden Espresso am Specialized Stand machten wir uns wieder auf dem Rückweg nach Wyk. Auf dem direkten Weg fuhren wir überwiegend auf Asphalt und auch darauf rollt das Fatboy wirklich gut. Die Bikes sind so leicht und gut zu händeln, dass auf die Fahrt auf dem Asphalt gut voran geht. Bei Tempo 30 war allerdings aufgrund der 1x11-fach Übersetzung Schluss. Reicht ja auch für das Fatbike ;-).

 

Zurück am Modenhaus Ehlers angekommen warteten schon die nächsten Gäste für eine Runde auf den Fatboys, sodass es bald danach wieder los ging. In einer etwas kleineren Runde lotste ich alle Mitfahrerinnen und Mitfahrer ereut zur Schietkuhle und zum Strand. Die Bikes wurden kräftig getestet und alle rollten mit einem zufriedenen Lächeln über die Insel!

 

Am Modenhaus Ehlers fand dann nach dem Mittag beim Friesen Jung (sehr (!!!) lecker, ich hatte warmen Ziegenkäse auf Quinoa-Salat) ein Technik-Workshop zum Thema Reifenwechsel und Schaltung einstellen statt. Wir wechselten Reifen und Schläuche bis jeder damit geübt war!

 

Ein toller erster Tag ging dann mit einer Feierabendrunde auf dem Rennrad zuende! Dazu später mehr.

 

Fatboy - Fatbike auf Föhr? Braucht man das?

 

"Brauchen" ist wohl ein weiter Begriff, aber das Fatboy ist auf jeden Fall ein Spaßgarant! Es fährt sich super und ist ein echter Hingucker. Eine Klingel benötigt man nicht, da das heranrollende Bike ohnehin für genügend Aufmerksamkeit sorgt! Um damit im Urlaub Spaß zu haben, entspannt neue unwegsame Terrains zu erkunden und sich keine Gedanke über die Bodenbeschaffenheit machen zu müssen, ist das Bike perfekt!

Ich hatte das Gefühl, dass das Bike einfach überall fahren würde! Sogar auf der Skipiste!

Wer mehr zu den unterschiedlichen Ausstattungsvarianten lesen möchte, guckt am besten auf der Specialized Fatboy Webseite vorbei oder im nächsten Concept Store.

 

 

Mit dem Rennrad über die Insel Föhr

"Das geht bestimmt immer im Kreis...so weit kann man da ja auch nicht fahren..."

Denkste! Föhr eignet sich hervorragend für eine sportliche Runde auf dem Rennrad!

Wir haben am Montag Abend eine Runde zu fünft gedreht und am nächsten Tag gleich nochmal! Und das geht auf Föhr wirklich gut.

Im Rahmen einer unserer Ausfahrten der Specialized Bike Days auf Föhr haben wir am Dienstag Nachmittag eine Ausfahrt angeboten und eine tolle Runde gedreht.

Am Montag abend sind wir von Wyk aus übder den Aussiedlerhof nach Utersum gefahren und am Südrand der Isel wieder zurück, 40km waren so fix zusammen geradelt. Von großem Vorteil sind die guten Straßen und die vielen asphaltierten Wege. Die Insel hat circa 200km Radwege und man kommt überall gut mit dem Rad hin. Für die ambitionierten Radler hält der meist, außer als wir da waren ;-) , wehende Wind ordentlich Widerstand bereit, sodass auch 20km mit gutem Wind von vorne für Schweiß auf der Stirn sorgen.

Ein weiteres großes Plus sind die wenigen Autos, bzw. die, die fahren sind mit entpannten Urlaubern besetzt, man wird nicht angehupt, abgedrängt oder zu dicht überholt. Ampeln gibt es ebenso wenig, sodass dem Fahrspass nichts im Wege steht. Wie ich ja schon in meinem Vorbereitungsblog geschrieben habe, sind die Wege kurz, wenn die Puste ausgeht, ist immer ein Cafe in der Nähe mit stärkendem Kaffee und Kuchen.

Wer also überlegt, ob es sich wirklich lohnt, sein Rennrad mit nach Föhr zu nehmen, dem sei gesagt, dass es sich auf jeden Fall lohnt!!!

Und wer dann im Urlaub auf der Suche nach einem Trainingspartner ist, der findet beim Modenhaus Ehlers am Mittwoch morgen um 8:00 eine Runde (bitte vorher per Mail anfragen, ob die Runde stattfindet) oder fragt bei Ann-Kathrin Meyerhof von der Föhr Touristik GmbH nach, wo und wann die nächste Runde gefahren werden kann, die fährt nämlich auch wahnsinnig gerne auf der Insel mit ihrem Rennrad!

 

Föhr ist eine sehr offene Insel Sportlern und  insbesondere Radsportlern gegenüber und es wird künftig einige weitere tolle Events geben, die die Insel noch attraktiver für uns macht! Ich halte euch auf dem Laufenden! So ein Radrennen auf einer Insel wäre doch schon eine coole Sache, oder?!

Oder gleicht die Anreise auf mit dem Rad organisieren? Wenn du da drauf Lust hast, --> Kommentar! Ich bin dabei! Hamburg --> Föhr mit dem Rad wäre doch mal was!!!

 

 

Der Red Bull Triislands Triathlon

3 Inseln bei einem Triahtlon? Wie kann das denn gehen? Geht beim Triislands Triathlon!

Schon in der 2. Auflage fand am Samstag auf Amrum, Föhr und Sylt der Triislands Triathlon statt und wir waren im Ziel dabei!

Start des Abenteuers ist auf Föhr. Von dort geht es per 10-12km Wattwanderung rüber nach Amrum. Dort erfolgte um 14:30 mit der Flut der Start zur Schwimmstrecke zurück nach Föhr. Dort wechselten die Triathleten dann aufs Rad und fuhren auf einem interessanten Kurs Rad. Dabei galt es taktisch klug zu fahren, denn im Anschluss ging es per Shuttle-Speed-Boot rüber nach Sylt zum finalen Lauf. Wer jedoch später als 17:00 am Speedboat-Check-In ankam, musste leider auf Föhr bleiben. Da wird auf die Sekunde der Schalter geschlossen! Die Boote fahren jedoch erst ab, wenn 12 Personen drinnen sitzen, ob man nun also als 1. oder 12. nach dem Rad am Anleger ankommt, ist egal, auf Sylt starten dann alle wieder zeitgleich beim Ausstieg. Taktik pur auf dem Rad.

Auf Sylt gibt es dann den finalen Lauf über die Insel.

Am Strand ist dann der Zieleinlauf und eine super Stimmung! Die Atheten kämpfen sich durch die letzten Meter schweren Sand und strahlen überglücklich!

Wir haben am Stand von Specialized die Athleten nach dem Ziel im Empfang genommen und haben den ganzen Tag über unsere Fatbikes ausgeliehen! Alle Interessierten hatten die Möglichkeit eines der Bikes auszuleihen und ein paar Testrunden durch Hörnum zu drehen! Die Stimmung war super und wir haben ein einizgartiges Wetter gehabt! Wir kommen auf jeden Fall spätestens Nächstes Jahr zum Triathlon wieder!

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Rennrad putzen in 5 Schritten

Was du benötigst

  • Schmutziges Rad
  • Eimer mit warmen Wasser und Spüli
  • Spüllappen
  • Spülbürste
  • Kettenreiniger (ich verwende das Kettenfluid 105 von innotech)
  • Altes T-Shirt, Lappen, Lumpen....
  • Klares Wasser zum Abspülen

Und so kommst du in 5 Schritten zum sauberen Rennrad!

Schritt 1

Laufräder reinigen

So, ran an den Dreck! Ich habe für mich entdeckt, dass die Rennradreinigung am einfachsten auf einem Radständer geht. Wenn du keinen hast, macht das nix, ich habe das auch jahrelang ohne gemacht.  Ich beginne damit das vordere und hintere Laufraud heraus zu nehmen und mein Rad auf dem Radständer zu befestigen.

Nun widme ich mich den Laufrädern. Zunächst dem vorderen. Dies ist schnell gereinigt. Ich wische mit dem Spüllappen und dem Spüliwasser den Mantel, die Nabe und die Speichen ab. Mit viel Wasser geht das besser, so ist das erste Rad fix fertig und kann beiseite gestellt werden.

Hinten reinige ich zunächst die Kasette, denn es gilt die Devise - Vom dreckigen zum Sauberen - und die Kasette ist das dreckigste am Laufrad.

Zunächst etwas 105 Kettenfluid auf die Kasette sprühen und dann mit der Spülbürste und reichlich Spüliwasser abschrubben. So kommt der gröbste Dreck runter.

Dann erneut etwas Kettenfuid auf die Kasette Sprühen und nun mit einem alten Lappen zwischen den Titeln reinigen. Dies geht am Besten wenn da Laurad vor dir steht und der Lappen unterspannung in beiden Händen gehalten wird. So kann man den Lappen immer wieder hin und her durch die Kasette ziehen. Bis sie glänzt. Voila. Die wäre sauber. Mantel, Nabe und Speichen wie am Vorderrad reinigen. 

Dabei kann man die Mäntel sehr gut auf Verschleiß, Steinchen und Löcher prüfen. Also genau hinsehen!

Wenn du einen 2. Eimer mit sauberem Wasser hast, kannst du gleich beide Räder abspülen, ich Spüle das gesamte Rad immer zum Schluss ab, da ich keinen Wasseranschluss im Garten habe.

Die Laufräder sind nun sauber und können in Ruhe trockenen, während der Rest des Rades geputzt wird.   

Schritt 2

Ketten und Schaltwerk reinigen

Dies ist der vermeintlich dreckigste Teil... aber keine Sorge auch Kette, Kettenblatt und Umwerfer werden so sauber wie neu! Hier ist ein wenig Geduld gefragt, und es verhält sich ähnlich wie mit dem Putzen der Toilette. Wenn man es regelmäßig macht, ist es nicht ecklig. Meine Kette ist dieses Mal allerdings schon ganz schön dreckig.... Nicht umsonst steht wohl auf der Kettenfluid-Flasche "nach jeder Fahrt..." Naja, wer hat schon Zeit und Lust darauf.

Sodann, Kette, Kettenblatt, Schaltwerk und Schaltwerksröllchen mit dem Kettenfluid einsprühen. 

Dann mit dem alten Lappen die Schaltwerksröllchen reinigen, denn reinigt man zuerst die Kette nimmt diese bei jeder Drehung den Dreck vom Röllchen wieder mit. Also fangen wir hier an. Beide Röllchen von befinden Seiten abwischen indem man den Lappen an das Röllchen hölt und die Ketten mehrere Male dreht. Dies so oft wiederholen, bis beide Röllchen sauber sind.

Dann beide Kettenblätter vorne reinigen. Dazu wischt man am besten von beiden Seiten immer den Teil des Blattes ab, das gerade frei ist, Kettenblatt wechseln und das andere abwischen. Unter Umständen muss man etwas Kettenfluid nachsprühen, je nach dem wie viel Dreck dran klebt. 

Dann kommt die Kette dran. Eingesprüht ist sie ja bereits. Am besten lässt man die Kette auch einige Male durch den Lappen laufen, bis sie halbwegs sauber ist. 

Nun sollte der gröbste Dreck von der Kette runter sein. Es folgt allerdings noch eine 2. Reinigungsstufe mit Bürste und Spüli.

 

Schritt 3

Rahmen und Lenker reinigen 

So, gröbster Dreck ist runter. Nun kommt der Rahmen dran. Dazu mit dem Spüllappen mit reichlich Wasser alle Teile des Rahmens abwischen.Gabel, Ober- und Unterrrohr, Sitzrohe und die Sitz- bzw. Kettenstreben. Dabei loht es sich besonders sorgfältig in allen Ecken zu wischen, da landet meist der ganze Sand. 

Den Lenker kann man ebenfalls gut mit dem Lappen reinigen. 

Wenn man, so wie ich, helles Lemknerband hat wird das leider ziemlich schnell dreckig. Beim Putzen darauf achten, dass man nicht mit den schmierigen Fingern an das Lenkerband fasst, das produziert nur mehr Putzaufwand...

Richtig sauber wird das Lenkerband mit einem Topfschwamm. Mit der rauben Seite kann man das Lenkerband etwas abschrubben, so kommt auch weiß oder pink wieder zum Vorschein. 

Tadaaa, Lenker und Rahmen sind sauber. 

Schritt 4

Bremsen reinigen

Da die Bremsen meist dreckiger sind als der Rest des Rahmens, sollte man diese zum Schluss reinigen. Einfach mit Spülbürste und Lappen alle Teile abwischen und mit der Spülbürste auch die Beläge reinigen. Manchmal etwas diffizil alle Ecken zu erreichen, aber hier hilft die Spülbürste und viel Wasser...

 

Alle dreckigen Teile des Rades sollten nun sauber sein und nun erhält das Kettenblatt, die Kasette, der Umwefer und das Schaltwerk seinen 2. Waschgang. 

Dazu am besten mit Lappen und Spülbürste alle Teile nochmals waschen. Viel Wasser mit Spüli spielt den Sand am besten aus allen Kettengliedern. Auch mit der Spülbürste kommt man gut an alle Stellen an Umwefer und Schaltwerk. 

Wenn man einen Wasseranschluss mit Shlauch im Garten hat, kann man das Rad vielleicht auch einfach einschäumen. Habe ich allerdings nicht und so tauche ich die Spülbürste häufig ins Wasser und schrubbe auf dem Schaltwerk herum,

Irgendwann sollte auch dies sauber sein und alle Kettenglieder wieder als einzelne erkennbar...

Schritt 5

Klarspülen

Nun sollten alle Teile gereinigt sein! Dann auf jeden Fall das Rad mit klarem Wasser abspülen. Viel hilft viel, denn nur so kann man all den Sand, der sich immer irgendwo versteckt, auch wirklich raus bekommen!

Geschafft!

Dein Rad ist sauber!
Nun kannst du es trocknen lassen!
Folgendes solltes du noch bedenken!
Nach dem trocken alles wieder zusammenbauen! Laufräder wieder rein, Bremsen und Schnellspanner kontrollieren. Ggf. Einmal alle Gänge durchschalten.
Je nach Kettenreiniger muss ggf. Die Kette nachgefettet werden, das Kettenfluid von innotech fettet die Kette bereits, das muss ich also nicht mehr machen...
Dann kann man sich an seinem Rad erfreuen und vielleicht noch ein wenig verzaubert darauf gucken WIE SAUBER es geworden ist...
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Rennradausfahrt mit den EuroEyes Cyclassic Rookies

Wow! Die Jungs und Mädels des Cyclassics Rookie Programms sind fit! Ich war gemeinsam mit Ihnen auf einer wunderbaren Runde unterwegs und muss sagen, dass die echt "heiß" sind auf die Cyclassics.

Wie komme ich dazu? Es sind doch noch 4 Wochen bis zum Radrennen in Hamburg. 

Wir trafen uns pünktlich um 10:00 Uhr bei Sportspaß am Berliner Tor und machten uns in einer großen Gruppe von circa 30 Fahrerinnen und Fahrern auf Richtung Deich. Über Rothenburgsort und das Sperrwerk machten wir uns auf gen Kaltehofe und Tatenberger Sperrwerk. 

Dort fuhren wir in sehr (!) ordentlicher und profimäßiger 2-er Reihe am Deich entlang und die Kilometer flogen so dahin! Schwups waren wir schon fast am Oortkatener See und der Guide Johannes teilte die Gruppe in 2 Tempogruppen auf. Wir einigten uns auf einen gemeinsamen Treffpunkt zum Ende und fuhren los. Johannes und ich hatten die "langsamere" Gruppe, die aber auch zügig unterwegs war, denn immerhin waren wir mit mehr als 30km/h unterwegs...Immer weiter am Deich entlang...

Zollenspieker zog schon vorbei und wir rollten sehr gut dahin. Nach einigen weiteren Kilometern machten wir eine kurze Pause und stärkten uns mit einem Riegel.

Rückweg!

Ja, wie erwartet und befürchtet, kommt der Wind auf dem Rückweg immer von vorne! Immer! 

Naja, als hätten wir das nicht geahnt, hatten Johannes und ich schon besprochen, dass es vielleicht Sinn macht, über die Dörfer und nicht direkt vorne am Deich zurück zu fahren. So machten wir es. Bis Zollenspieker fuhren wir am Deich zurück und dort bogen wir rechts ab  und schlängelten und dann über die Dörfer zurück! 

Etwas vor der Zeit trafen wir an der Schleuse wieder auf die 2. Gruppe und fuhren dann zusammen nach Kaltehofe zurück.

Bedrohlich dunkle Wolken begleiteten uns den ganzen Ritt über, aber wie wie bestellt, kam nicht ein Tropfen daraus und wir blieben trocken.

Die Cylcassics Rookies sind wirklich alle schon sehr fit! Wir haben ausgiebig geübt von 1-er in 2-er Reihe zu wechseln und wieder zurück. Außerdem haben wir den Führungswechsel in 2-er Reihe geübt und das klappte alles schon hervorragend!

 

So ganz glaube ich den Rookies nicht, dass die so neu auf dem Rad sind ;-) 

Weiter so!

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Rennrad fahren auf der Insel? - Ein Ausflug nach Föhr - Vorbereitung

Was nehme ich mit?

Rennrad und Insel? Zugegeben, ich habe da als erstes an Mallorca, Ibiza, Fuerteventura oder Corsica gedacht... Aber so weit muss es gar nicht sein.

Die Nord- und Ostseeinseln sind ein hervorragendes Radsportziel und ich wurde eingeladen auf Föhr für Specialized Hamburg einige Touren mit Urlaubern und Insulaner zu drehen! 

Da ja bekanntlich jede Reise mit ein wenig Vorbereitung beginnt, dreht sich dieser Blogbeitrag genau darum, um die Vorbereitung auf einen Ausflug auf und nach Föhr mit dem Rennrad.

Zunächst zum Ausflugsziel:

Föhr!

Bezeichnet sich ganz bescheiden als die Friesische Karibik und ist eine der Nordfriesischen Inseln im Wattenmeer vor Schleswig-Holsteins Westküste. Hier gibt es quasi alles, was das Urlauberherz begehrt, dann Föhr ist vielseitig. Wem also im Urlaub (wie mir!) schnell mal langweilig wird, der findet hier ideale Voraussetzungen für einen abwechslungsreichen Urlaub. Föhr hat eine Menge zu bieten, denn angefangen am Sandstrand geht das Angebot bis hin zum Kitesurfen oder reiten. Sandstrand und Wattenmeer ist für mich immer wieder eine Traum-Kombination, denn ich stand schon einige Male an der Nordfriesischen Küste in voller Erwartung von Strand und dann liegt da hinterm Deich "Graue Matsche", Steinmole und ein schlammiger Priel... Das passiert auf Föhr nicht! Direkt in Wyk auf Föhr findet sich ein super Strand, der zum relaxen am Ruhetag einlädt.

 

Nun zur Vorbereitung.

Benötigt es auf der Insel etwas besonderes? Ja und Nein, was man auf jeden Fall dabei haben sollte, findet sich am Ende des Blogs.

Ich benötige für meinen Urlaub auf Föhr eigentlich nicht allzuviele Dinge, das kommt mir, wie ich später schreibe noch zu gute.

Natürlich benötige ich mein Rad, Trikots, Hose, Handschuhe, Schuhe Helm und Sonnenbrille. Eine Auflistung aller wichtigen und weniger wichtigen Dinge habe ich in einer Tabelle am Ende zusammen gestellt.

Besonderheiten beim Rennrad fahren auf einer Insel?

Tourenplanung für Föhr.

Ob es sich nun auf Föhr anders fährt als auf dem Festland, lest ihr in meinem Blog, wenn ich da gewesen bin. Vorerst frage ich mich, ob ich mich auf die Touren anders vorbereiten sollte?

Ja, der größte Unterschied ist wohl weniger Vorbereitung! Föhr bietet viele Kilometer Radweg und asphaltierte Feldwege, die alle gut zu befahren sind und so entfällt das aufwändige Heraussuchen von Touren für den Garmin am Rad. Einfach rauf aufs Rad und los, bei einer Größe von circa 82km² wird man sich nicht verloren irgendwo am Strassenrand mit weitem Heimweg wiederfinden.

Das kann insbesondere für Neulinge auf dem Rennrad ein größer Vorteil sein, denn man kann sehr unbesorgt einfach los fahren. Ausßederm gibt es auf Föhr weniger Autos, keine vollen Bundesstrassen und LKW. Definitv ein dickes Plus!

Ich habe überlegt, ob ich irgendein dringend nötiges Utensil auf Föhr nicht bekomme und unbedingt mitnehmen sollte. Vielleicht einen besonderen Riegel für die Trikottasche? Ein Bick auf die Cafedichte auf Föhr lässt mich den Riegel wieder auspacken. Wenn ich Hunger bekomme, gehe ich einfach Kuchen essen. Da brauche ich sicherlich keinen Riegel einzustecken ;-) .

 

 

Unbedingt mitnehmen

  • Rennrad, Fitnessbike, dein Lieblingsrad
  • Helm, Helmetliner
  • Halstuch (falls der Wind ordentlich weht)
  • Radschuhe & Socken
  • Kurzfingerhandschuhe
  • Radhose
  • Trikot & Unterhemd
  • Windweste/Windjacke (sollte es mal windig auf der Insel werden & gegen Auskühlen)
  • Ersatzschlauch, Multitool, Pumpe, Reifenheber, Schlauchstück
  • SONNENCREME --> Friesische Karibik!
  • Sonnenbrille

Könnte man mitnehmen

  • Regenjacke? Bei Regen findet sich sicher eine alternative Beschäftigung auf Föhr im Angebot der 8.500 Veranstaltungen im Jahr
  • Armlinge, Beinlinge, Knielinge, je nach Wetter. Wind kann auch ganz schön auskühlen!
  • Langarmtrikot je nach Wetter
  • Wasserdichter Beutel für Handy, Krankenkassenkarte, Ausweis, Kleingeld
  • Gesäßcreme
  • Actioncam für spaßige Bilder auf der Insel und im Wasser

Und nach dem Radeln?

  • Sandalen, Flipflops für den Strand !!!
  • Badeanzug, Bikini, Strandlaken
  • Bequeme Schuhe
  • Klamotten --> Ein warmer Pulli lässt den Abend im Strandkorb erst richtig gemütlich werden!
  • ... was man eben im Urlaub alles bei sich haben möchte...


Anreise, Unterkunft und Touren mit dem Rennrad auf Föhr

Nach Föhr kommt man wohl am besten mit der Fähre ab Dagebüll. Nach Dagebüll kommt man mit a) der Bahn, b) dem Auto, c) dem Rad, d)dem Bus oder...oder...oder.

Wenn man mit dem Auto anreist, macht es Sinn dieses in Dagebüll auf dem großen Fährparkplatz stehen zu lassen, da man es auf Föhr wirklich nicht braucht! Dafür ist es allerdings sinnvoll die eingepackten Sachen im Rahmen zu halten. Mehr als das Rad und einen kleinen Rollkoffer/Rucksack sollte man nicht mitnehmen, eben soviel man bequem von Parkplatz bis Fähre tragen oder ziehen kann. Auf Föhr bieten viele Unterkünfte einen Abholservice an, sollte man nicht direkt in Wyk wohnen.

Für mich beginnt der Urlaub schon auf der Fähre, eigentlich schon wenn man in Dageüll aus dem Auto steigt und mir die frische Nordseeluft um die Nase weht! Der Geruch nach Meer, Jod, Seetang und Fischbrötchen holt mich in 2 Sekunden aus dem Alltag ab und lässt mich im Urlaub ankommen. Während der kanppen Stunde Überfahrt nach Föhr lässt man buchstäblich den alltag hinter sich und kommt auf der Insel an! Entschleudigung pur!

Ich freue mich wahnsinnig auf meinen "Kurzurlaub" auf Föhr und werde berichten!

 

Achja, was man unbedingt mit auf die Insel nehmen muss? Zum Rennradfahren eigentlich nur "das Übliche" für die restliche Zeit des Urlaubs -->Zehenschuhe! Nix ist witziger als im Watt sich nicht zu schneiden und trotzdem "barfuss" über Sand, Watt und Schlick zu laufen!


Wenn du soeben große Lust auf eine Rennradfahrt auf Föhr bekommen hast, dann melde dich für einen unserer Rides auf Föhr an.

Wir bieten am 22.07. einen Women´s Ride, einen Mixed Ride und für alle, die noch nicht so sicher im Umgang mit ihrem Renner sind, einen Workshop auf Föhr an!

Weitere Infos findest du HIER und auf den Webseiten des Specialized Concept Store Hamburg und des Modenhaus Ehlers Wyk/Föhr.

Das Programm des Specialized Events auf Föhr

Programm am Freitag, 22.07.2016 und Dienstag, 26.07.2016

Treff- und Startpunkt ist das Modenhaus Ehlers Wyk auf Föhr, Sandwall 8, Wyk

08:30 bis 09:00 Uhr

Meet & Greet mit unserer Shop-Ambassadorin Lena und dem Guiding-Team, Einstimmung auf die gemeinsame Ausfahrt, Material-Check und Proviant-Ausstattung

09:00 bis 11:00 Uhr

Start zur Ausfahrt mit den Fatboys, den Fatbikes mit 12 cm breiten Reifen. Teste eines der 5 Testräder auf den Trails von Föhr. Du wirst von mindestens drei Dingen begeistert sein: 1. dem unerwartet leichtem Fahrgefühl des fetten Mountainbikes, 2.  den tollen Trails, die du bestimmt noch nicht von Föhr kanntest und 3. von deiner Fahrtechnik auch durch schweres Geläuf. Es stehen 5 Testräder für die Ausfahrt zur Verfügung. Wenn du mitfahren möchtest, bringst du dein eigenes geländegängiges Mountainbike mit und begleitest uns einfach.

11:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause

Es gibt die große Auswahl an kulinarischen Köstlichkeiten des friesenJung

13:00 bis 14:30 Uhr

Technikworkshop für Rennradfahrer: den Schlauch schnell und einfach wechseln, Vorher- und Hinterrad sicher aus- und wieder einbauen, Bremsbeläge prüfen, aus- und wieder einbauen, kleines Kettenschaltungs – 1 x 1. Du kannst an deinem eigenen Rad deine Mechanikerfähigkeiten ausbauen und üben, damit dir dein Rad noch vertrauter wird.

14:30 bis 17:30 Uhr

Start zur Rennrad-Ausfahrt: Vorbei an urigen Reetdachhäusern, alten Windmühlen und wunderschöner Naturlandschaft zeigt dir unsere Shop-Ambassadorin Lena auf einer ca. 40km langen Ausfahrt die einzigartige Schönheit der Insel Föhr – eine Tour exklusiv für Frauen, die gern sportlich mit eigenem Rennrad unterwegs sind. Wir werden mit 25 – 27 km/h die Route befahren.

15:00 bis 17:30 Uhr

Parallel zur reinen Frauengruppe startet eine gemischte Frauen- und Männer-Gruppe die gleiche Runde – nur andersherum. Die Ausfahrt wird ebenfalls mit 25 – 27 km/h gefahren und ist ideal für Männer und Frauen, die gern in der Gruppe sportlich Rennrad fahren.

17:30 Uhr

Verabschiedung der Gruppe mit kleinem Geschenk von Specialized


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Schlauch wechseln - Plattenreparatur in 5 Schritten

Das kennt jeder mit seinem Rennrad. Eben noch lief die wöchentliche Feierabendrunde super und im nächsten Moment schwimmt das Rad unter dir. Irgendwas ist komisch. Das Rad fühlt sich anders an. Du suchst zu Reifen hinab... PLATT. Sowas doofes. (Falls du das Gefühl nicht kennst, fahr noch ein paar Kilometer, auch dein erster Platten wartet auf dich...)
Damit dein nächster platter Schlauch aber nicht zur nervigen Angelegenheit wird, kommt hier in 5 Schritten eine einfach Anleitung zum Wechsel deines Schlauchs im Rennradreifen.

1. Schritt - Laufrad vom Rennrad demontieren.

Weil es für viele komplizierter erscheint hinten den Platten zu reparieren, ist unser fiktiver Platten also zufällig hinten. Aber keine Angst, der Wechsel ist fast genauso simpel wie am Vorderrad.

Runterschalten
Bevor man das Rad heraus nehmen kann sollte man auf das kleinste Ritzel hinten schalten, sodass der Umwerfer ganz außen ist, dann geht das Rad beinahe von selbst raus. Also entweder direkt beim Platten runterschalten oder im Stand das Rad hochhalten und mit einigen Kurbelumdrehungen ganz herunter schalten.
Bremse öffnen
Die meisten Bremsen am Rennrad haben einen kleinen Hebel an der Bremse selbst (Shimano) oder eine "Entlastung" am Bremshebel vorne (Campagnolo), diesen betätigen oder drehen, damit die Bremse mehr Platz hat und das Rad hindurch passt. 
Schnellspanner öffnen
Mit einigen Umdrehungen den Schnellspanner lösen.
Rad nach unten "herausrutschen" lassen
Dies geht am besten wenn einer der Mitfahrer das Rad hinten etwas hoch hält und ihr den Reifen einfach nach unten raus fallen lasst. Ich drehe mein Rad unteren auf den Kopf, das gibt Kratzer an den Bremshebeln und am Sattel, die trinkflaschen laufen aus und es sieht beim Umdrehen echt doof aus. Also einfach die Mitfahrer bitten das Rad zu halten. Alternativ kann man es auch am Sattel an einen Zaun oder Ast hängen oder vorsichtig im Gras auf die Seite legen. Dabei unbedingt darauf achten, dass die Kette nicht im Sand liegt... Wenn das Rad auf dem Kopf steht, sollte sich das Hinterrad einfach nach oben heraus ziehen lassen. Vielleicht muss man etwas das Schaltwerk nach hinten ziehen. Aber meistens geht es so. Es ist nicht nötig die Kette anzufassen und runter zu fummeln. Macht nur dreckige Finger...
Voilá raus ist das Rad. 

2. Schritt - Mantel vom Rad herunter bekommen

Dieser Schritt dürfte für für den ungeübten "Platt-Haber" am verzwicktesten aussehen, ist er aber nicht. Wichtig sind gute Reifenheber, die nicht gleich durchbrechen, weil man manchmal gefühlvoll (!!!) etwas Kraft benötigt, oder aber auch Geduld, wenns nicht beim ersten Versuch gleich klappt. Ersatzweise können NICHT verwendet werden: Teelöffel, Schraubendreher, Messer, Bohrer. Bleibt bei den guten Reifenhebern. Sonst gibt das fette Kratzer, die mitunter die ganze Felge unbrauchbar machen!

Nachdem ihr nun die Reifenheber gezückt habt geht es darum damit den Mantel von der Felge zu hebeln. Ggf. Vorher restliche Lust aus dem Reifen lassen, falls er nicht ohnehin ganz platt ist. Dann setzt ihre die beiden Reifenheber im Abstand von da. 10-15cm parallel zur Felge an und stecht diese zwischen Mantel und Felge und durch beide vorsichtig Richtung Radmitte, sodass der Mantel über die Felge gehobelt wird. 
Dabei kann folgendes verwirrend sein:
* Mantel springt immer wieder zurück in die ursprüngliche Position
-- Einfach nochmal versuchen, vielleicht erstmal einen Reifenheber ansetzen, manche Reifen sitzen sehr stramm auf der Felge.
-- Beim Ventil anfangen und vorher den Reifen einmal mit der Hand etwas durchkneten, dann löst er sich besser von der Felge.
* Reifenheber brechen ab
-- Die billigen Reifenhber aus m Discounter gekauft? Dann kennst du die Lösung selbst.
Wie gesagt, manchmal benötigt man einige Versuche bis ein nennenswerter Teil des Mantels über die Felge rutscht, aber irgendwann bekommt an die alle runter...
Wenn nun beide Reifenheber unter dem Mantel stecken und ein Stück Mantel über die Felge gehebelt wurde, schiebt man diese weiter in Richtung des noch auf der Felge sitzenden Mantels, bis man einmal herum ist. Beim Entfernen des Mantels geht es meistens vom Ventil aus am leichtesten.

3.Schritt - Defekter Schlauch raus, neuer Schlauch rein

Bei diesem Schritt ist etwas Sorgfalt gefragt. Nachdem also die eine Seite des Reifens herunter ist, könnt ihr den Schlauch sehen, und diesen könnt ihr ebenso leicht heraus ziehen, einfach irgendwo greifen und aus dem Mantel nehmen, ggf. Konterring am Ventil abschrauben und das Ventil durch die Felge ziehen. Nun habt ihr die blanke Felge mit dem Mantel halbseitig drauf.

Wichtig!
Bevor ihr den neuen Schauch einlegt, solltet ihr einmal mit den Fingern über den Mantel von innen und das Felgenbett fahren und prüfen, ob ihr dort den Übeltäter für den Platten findet (Steinchen, Glasscherbe, Grat am Felgenbett, Dornen...) 
Dann pumpt ihr den neuen Schlauch etwas auf, sodass er sich gerade einmal "entknittert" und steckt zunächst das neue Ventil durch das Loch in der Felge (nicht diesen albernen Ring drauf Schrauben...) und legt dann den Rest des Schlauchs in den Mantel ein. Wenn er rundherum faltenfrei drin liegt, geht's auch schon mit dem Zurückhebelns des Mantels weiter.

4. Schritt - Mantel wieder auf den Reifen drauf

So. 80% habt ihr geschafft, nun geht die Demontage rückwärts weiter.

7/8 des Mantels könnt ihr per Hand wieder über die Felge schieben, dabei am Ventil anfangen und den Mantels so rüber drücken, dass ihr gegenüber des Ventils das letzte Stück habt.
Nun drücke ich immer das Ventil ein Stück zurück, dann dieses verklemmt sich gerne mal und dann hebelt man den letzten Abschnitt wieder über die Felge. Auf gleiche Weise wie zu Beginn, nur andersrum... Ist klar, ne?!
Auch hier ist manchmal etwas Geduld und ein 2. Anlauf nötig, das macht aber nix.
Wenn der gesamte Mantel wieder auf der Felge ist, "walke" ich den Mantel einmal rund herum durch, damit verhindert man, dass zwischen Mantel und Felge noch etwas Schlauch klemmt, oder eine Falte drunter liegt.
Dann noch fix aufpumpen und weiter geht's im nächsten Schritt.
Ich verwende eine kleine Handpumpe, die an meinem Rad klemmt. Man kann auch diese Druckluftkartuschen verwenden, das sollte man aber vorher ausreichen üben, die Dinger schießen auch mit ihrem Druck den Reifen von der Felge runter, dann kommt man nicht mehr nach Hause auf dem Rad. Außerdem ist es eine Einmalkartusche und das finde ich ökologisch nicht so sinnvoll. 
Mit einer guten Handpumpe kommt man auch auf 6 bar, damit kann man auf jeden Fall weiter fahren, eventuell bis zur nächsten Tankstelle, dort kann man mit einem Adapter, den man praktischerweise in der Satteltasche hat, auch die restlichen 2-3 bar dazugeben.

5. Schritt - Reifen wieder ans Rad montieren

So, das Rad ist fertig zur Montage ans Rad.

Die Montage des Rades geht im Prinzip genauso einfach wie die Demontage. Einzig zu beachten ist, dass wenn ihr das Rad wieder einsetzt, die Kette auf dem kleinsten Ritzel "einzufangen" ist. Dann geht es fast von selbst. Eventuell etwas nachruckeln, dass der Schnellspanner wieder in die Achse rutscht und den Schnellspanner ganz in die Achse reindrücken.
Zuschrauben, dabei auf die richtige Position des Schnellspanners in Richtung Rahmen achten und die Bremse wieder schließen. 
Sachen zusammenpacken und weiter geht's!
Mit ein wenig Übung dauert das keine 10 Minuten! Ein Reifenwechsel lässt sich ideal zuhause bei schlechtem Wetter üben, dann geht's unterwegs schneller!

Die Kür - Flickenreparatur

So, nun scheiden sich die Geister. Ich gehöre zu denjenigen, die nicht auf jedes Gramm am Rad achten und den Schlauch auch mit 1-2 Flicken nochmal fahren. Ich rolle den Schlauch also wieder ein und stecke ihn in meine Satteltasche oder in die Trikottasche und nehme ihn mit nach Hause.

Dort suche ich zunächst das Loch, dies findet man meistens recht schnell indem man den Reifen etwas aufpumpt. Sollte man dabei nicht fündig werden, kann man den Schlauch auch aufgepumpt Stück für Stück ins Wasser halten, aber das ist meistens nicht nötigt.
Loch gefunden?
Dann zückt das Flickzeug. 
Zunächst wird der Schlauch etwas angeraut, dafür ist im Reparaturset meist ein kleines Stück Schmirgelpapier dabei. Dann kommt etwas Kleber auf den Flicken oder um das Loch herum und dann wird der Flicken auf das Loch gedrückt. Dabei sollte man darauf achten, dass der gesamte Rand des Flickens mit Kleber Kontakt hat, sonst hält das nicht...
Wenn der Flicken nun auf dem Loch sitzt, Klemme ich die ganze Geshichte meist über Nach irgendwo ein (an meinem Schreibtisch befindet sich dafür zufälligerweise die perfekte Klemme, dort wird der Flicken vollflächig angedrückt). Alternativ kann man was daraufstellen. Wichtig ist dabei lediglich, dass der Flicken vollflächig einige Zeit angedrückt wird. Wielange ist meist auf der Klebetube angegeben. Ich lasse meine über Nacht trocknen.
Fertig. Aufrollen. Einpacken. Kannst du genauso wie einen "neuen" Schlauch verwenden.
Anmerkung: Nach der 2 Reprartur macht es dann doch Sinn den Schauch vielleicht im Restmüll zu entsorgen, wer möchte schon auf einem Flickenteppich mit Unwucht fahren... 

Und hier das ganze noch mal mit Bildern...

Und im bewegten Bild!

Velothon Berlin 2016 - In the Lead

120km von vorne! Ja, wirklich. Wir sind 120km vorne gefahren. Wie es dazu kam?

Das kam so:

Als Velothon Ambassadorin war ich gespannt, ob dieses Radrennen anders werden würde als die 5 anderen Veltohons, die ich bisher in Berlin mitgefahren war. Im Vorfeld hatte ich lange darüber nachgedacht, wie ich das Rennen fahren wollte, war aber irgendwie zu dem Schluss gekommen, dass ich wohl keine neue Bestzeit fahren würde. Zwar fühlte ich mich gut trainiert, das Rennen in Köln war ja gerade einmal eine Woche her, aber in Berlin ist die Strecke nun doch einiges länger... Ich hatte jedoch eins beschlossen, und zwar, dass ich die Strecke auf jeden Fall zusammen mit Cecilia fahren würde! Wir hatten in Köln so eine feine Runde zusammen, dass wir das auf jeden Fall wiederholen wollten.

Am Start wollten wir uns eigentlich in unseren Block einsortieren, aber direkt vor unserem Block war der Frauenstartblock und so fragten wir, ob wir dort starten dürften. Durften wir! Wir standen demnach vor Block D mit ein paar Mädels. Der Block war sehr leer und ich kann nur allen Mädels raten hier zu starten, auch wenn es sich nach ein paar Km ohnehin mit allen Blöcken vermischt, so ist doch der Anfang mit Mädels und die Stimmung im Block doch sehr angenehm!

Los ging es also.

Zu Beginn recht entspannt, wurde es doch dann nach ein paar KM zügiger. Cecilia und ich fuhren nebeneinander und waren erstaunt von der "Sight-Seeing-Tour" , denn man sieht schon eine Menge auf dem Weg raus aus Berlin. Schnell kamen wir Richtung Grunewald und ich befürchtete, dass die kleinen Hügel dort mir wieder einmal steiler vorkamen, als erhofft. Nicht so dieses mal, wir kurbelten fleißig über die Hügel hinweg und genossen die Abfahrten, wir kamen gut voran und unser Tempo passte. Mittlerweile hatten wir erahnt, dass wir einen Tross Fahrer hinter uns hatten, denn so richtig überholen wollte von den hinter uns fahrenden keiner. Links zogen ein paar "Bekloppte" vorbei, einige viel zu dicht an uns, was von und meist umgehend kommentiert wurde.

"Die "lutschen" alle hinter euch! Fahrt doch aus dem Wind raus!"

Nach circa 40/45km hatten wir die etwas freiere Strecke erreicht, für hatten den grünen Tunnel des Grundwald verlassen und fuhren durch einige Alleen, als uns ein älterer Herr überholte und im Vorbeifahren meinte, dass in unserem Windschatten 30/40 Männer und Frauen "lutschen" würden. Ob wir denn nicht die Lücke nach vorne zufahren wollten oder raus aus dem Wind nach links. Cecilia und ich verstanden ihn nicht so recht? Was war sein Problem? Wollte er schneller fahren? Dann kann er ja gerne überholen (was er ja auch tat). Wollte er uns darauf aufmerksam machen, dass wir uns unnötig aufopfern würden? Passte ihm einfach die Führung von Frauen nicht?

Wir beschlossen, dass es uns egal war. Ich hatte mich bisher auch nicht umgeschaut, da mir es zu gefährlich erschien nach hinten zu schauen, aber nun tat ich es. In der Tat hinter uns waren circa 30 Fahrerinnen und Fahrer. Wir grinsten übers ganze Gesicht! War doch super! Wir bemühten uns weiterhin alle Schlaglöcher und Abbiegungen anzusagen, das kam offensichtlich gut an.

Nach circa 55/60 km kam ein Mann nach vorne gefahren, der meinte, dass wir uns mal erholen müssten und er uns ein wenig Windschatten geben würde. Wir rollten also dankbar hinter ihm ein paar km her, bis er sich wieder nach hinten fallen lies. Wir waren also wieder dran! Die nächsten 30km absolvierten wir ebenfalls zügig. Auf dem Stück gerader Bundesstraße bei circa km 80 "spendierte" der Herr von hinten mit einem anderen jungen Mann zusammen nochmals etwas erholenden Windschatten, sodass wir gut über dieses gerade Stück kamen! Weiter ging es in die Stadt hinein und Richtung Tempelhofer Feld, dem ehemaligen Flughafen. Dort versuchten wir nocheinmal Gas zu geben und zogen die Gruppe an einigen Einzelfahrern vorbei. Erst später auf dem Video, das ich während der Überfahrt über das Rollfeld machte, sah ich wieviele Radler hinter uns waren! Phantastisch!

Beissen!

Es folgten die letzten 20 km durch die Stadt und wie so oft wurde es nun anstrengend, die Beine wurden etwas müde, das tempo ging etwas runter, aber Ceci und ich fuhren mutig weiter vorne und motivierten uns gegenseitig. Stetig wurden die Kilometer weniger! Noch 8 bis ins Ziel, noch 7.... Ah, da kam schon der Hauptbahnhof und wir bogen auf die Zielgerade ein!

Super Happy überquerten wir zusammen die Zielgerade und genossen den Moment beinahe völliger Erschöpfung. Ich war nur noch wenig aufnahmefähig, aber nach etwas ausrollen kamen die ersten zu mir und Ceci und bedankten sich für die tolle Fahrt!
Das hatte ich noch nicht erlebt, viele Männer und auch einige Mädels kamen zu uns und bedankten sich, dass wir so super vorne gefahren waren!

Wir sind gerne vorne gefahren und haben so viele gezogen! Wir sind sicherlich keine neue Bestleistung gefahren, aber wir haben das Rennen für viele andere sicherer, entspannter und schöner gemacht! Und das ist mir viel mehr wert, als eine neue schnellste Zeit!

 

Mein Resümee

Angesichts der Tatsache, dass doch einige Unfälle am Rand, die teilweise auch schwerer waren, ist es für mich am wichtigsten unfallfrei zu bleiben! Alles andere ist für mich Zugabe, Kür, das Sahnetüpfelchen.

4.000 Radler fahren zusammen auf der Strecke, da ist ein vernünftiger Fahrstil am aller wichtigsten! Die Strecke war super ausgeschildert, auch waren alle Gefahrenstellen gut abgesichert und angezeigt! Viele fleißige Helfer haben Einmündungen abgesperrt, Verkehrsinseln angezeigt, das Fahrerfeld aufmerksam gemacht und alles dafür getan, dass es sicher bleibt! Vielen Dank an all diese fleißigen Helfer! Ohne euch wäre der Velothon in Berlin nicht möglich!!!

Die Streckenführung ist prima, man kann schnell fahren und es ist fast überall genügend Platz, dass man die etwas entspannteren Fahrer überholen kann und trotzdem noch links Platz ist, falls es noch zügigere Fahrer gibt. Außerdem sieht man von Berlin doch so einiges! Eben doch ein wenig Sight-Seeing, auch wenn die ganze Aufmerksamkeit für das Fahren in der Gruppe benötigt wird.

Berlin hat mit dem Velothon ein tolles Radrennen, das ein absolutes Highlight im Jahreskalender ist! Die Organisation klappt reibungslos, Abholung der Unterlagen, Start, Strecke, Zielankunft und Nachversorgung sind großartig!

Wenn ich mir jedoch etwas wünschen dürfte, was verbesserungswürdig ist, dann ist es die Anzahl der Mädels auf der langen Strecke! Von allen Startern sind gerade einmal 5% Frauen, dabei ist es so ein tolles Rennen, auch wenn man noch neu auf dem Rad ist!

 

Ladies, traut euch mitzufahren! Mit ein wenig Vorbereitung, zum Beispiel beim Cyclassics Rookie-Programm könnt ihr das gut schaffen und sogar diese Jahr noch ein Radrennen mitfahren! Zudem seid ihr ideal vorbereitet für den nächsten Velothon in Berlin im nächsten Jahr! Frauen auf die Räder und ab zum Radrennen! Frau muss da weder heizen, noch bummeln, noch sich quälen! Eine tolle zügige Runde beflügelt und macht irrsinnig Spaß!!!

 

Traut euch!

 

Trainingsgruppen und geführte Ausfahrten findet ihr beispielsweise hier.

 

Und beinahe die gesamte Strecke von vorne im Wind vor eine so große Gruppe zu fahren ist ein grandioses Gefühl!

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Velothon Berlin - Vorbereitungen fürs Radrennen

Noch wenige Tage, dann steht das Hauptstadtrennen vor der Tür, der Velothon nähert sich mit großen Schritten. Wer jetzt noch nicht fit ist, kann getrost die Beine hochlegen, Trainingsfortschritte sind nun nicht mehr zu erreichen, wer fit ist kann ebenfalls die Beine hochlegen und allenfalls noch eine lockere Runde drehen und die Beine geschmeidig halten. Wenn es nun um die Vorbereitung für ein Rennen geht, so ist sicherlich sportlich zu diesem Zeitpunkt (hoffentlich) alles gelaufen, aber  um auch gut an den Start gehen zu können, sollten alle wichtigen Dinge eingepackt werden. Ich habe mir dazu eine kleine Packliste erstellt, die ich an dieser Stelle teilen möchte.

Für mich gibt es bei jedem Rennen drei unterschiedliche Kategorien von Dingen, die ich mitnehme. Ich habe mir die gedanklich in die folgenden Kategorien eingeordnet.

Essentials.

Ohne diese Dinge findet mein Radrennen nicht statt, oder für Ersatz ist großer Aufwand nötig.

Optional.

Diese Dinge benötige ich in Abhängigkeit von äußeren Umständen, wie beispielsweise dem Wetter.

 

Da irgendwie doch immer so einige Dinge zusammen kommen, habe ich eine kleine Tabelle erstellt, die die Dinge auflistet.

Während des Rennens

Essentials Optional
Das Rad ;-) Kontaktlinsen & Brille
Helm Handy & Wasserdichte Hülle

Radschuhe & Socken

Krankenkassenkarte, EC-Karte, Geld,

Allergieausweis, Personalausweis

Radhose Garmin (Akku aufgeladen, ggf. Track laden)
Trikot, Unterhemd & Sport-BH ilon-Gesäßcreme
Handschuhe Kamera

STARTUNTERLAGEN, ausdrucken, sonst gibt´s keine

Nummer und keinen Transponder!

 
  Je Nach Wetter:

Riegel oder Gels, ca. pro 45min 1 Gel,

keine neuen Marken, Geschmäcker ausprobieren!

Windjacke
2 Getränkeflaschen, gefüllt, keine Experimente. Halstuch, Helmetliner --> s. Blog

Ersatzschlauch, Mini-Tool, Pumpe, Reifenheber,

Restschlauchstück (für Löcher im Mantel)

Regenjacke
  Armlinge, Beinlinge, Knielinge, Überschuhe
  Sonnencreme
  Langarmtrikot
  Windweste
  Lippenfettstift

Und danach?

Gleich nach dem Rennen, achte ich darauf nicht kalt zu werden. Meistens dusche ich im Hotel, daher sind in meinem Starterbeutel nur ein paar nötigste Dinge, wenn es warm ist, gebe ich gar keinen Beutel ab. Wenn weder im Hotel die Möglichkeit besteht zu duschen und ich vor Ort nicht duschen möchte (zu kalt, zu zugig , keine Dusche, oder, oder, oder...) tun es auch feuchte Waschlappen aus der Drogerie --> Babybedarf. Kurz "waschen" und in die warmen Klamotten wirkt schon beinahe wahre Wunder.

Abgeben im Starterbeutel In den Koffer packen
Jacke, Pullover, Thermoshirt, Weste je nach Wetter. Handtuch
Recover-Riegel oder eine Kleinigkeit zu essen. Wechselbekleidung
Wer nach dem Rennen auf der Veranstaltung bleibt: bequeme Schuhe! Bequeme Schuhe, mit denen ist man vermutlich gekommen
  Shampoo/Duschgel
  Warme Jacke/Pullover
   
  Ich packe für den Rückweg im Auto oder Bus immer ein Paket Kakao ein. Super Recover-Drink!
  Proviant für den Rückweg

So, alles eingepackt?

Fanclub aktiviert? Freunde und Teampartner im Gepäck?

 

Viel Spaß beim nächsten Rennen!

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Rund um Köln 1. Rennen in 2016! #yourrideyourrules

Rund um Köln! Erstes Rennen in 2016! Und was für eins! 

Das Rennen in Köln war für mich Premiere, da ich dort noch nie gefahren bin. Glücklicherweise ergab sich circa 6 Wochen vor dem Rennen eine spontane Runde am Deich mit Cecilia und einer Freundin aus Köln, die dort ebenfalls Specialized Ambassadorin ist, und es entstand die Idee in Kön mitzufahren.
Gesagt, getan, angemeldet, Strecke ausgesucht und los ging es! Wir haben uns für die "kleine" Runde entschieden mit immerhin 68km und ordentlichen Höhenmetern, zumindest sieht das Profil so aus, wenn man aus dem flachen Norden kommt... Da Ceci und ich am Samstag Vormittag noch was vor hatten, Cecilia war auf dem Triathlontest-Event eingebunden und ich habe mit den Mädels den Specialized Womens Ride im Juni gemacht, konnten wir erst am Sasmtag Nachmittag los. Ab auf die Bahn und nach Köln! Dort kamen wir um circa 21:00 Uhr an und waren dann noch fix mit unserer Freundin vor Ort noch lecker Pizza essen bei Toscanini in der Jakobstrasse. - Sehr zu empfehlen !!! -
Ich war mächtig nervös, das vergeht (hoffentlich) nie vor den Rennen und wenn doch, fahre ich keine mehr ;-), und so kam ich auch erst um 1 ins Bett und schlief etwas unruhig. Sehr entspannt frühstückten wir morgens, da der Start erst um 11:00 Uhr sein sollte, was uns sehr entgegen kam! Einen platten Schlauch hatten wir abends noch gewechselt, unsere Räder waren fit und so waren wir guter Dinge.
Platt kurz vor Start. 3 Mal!
Ein kurzer Blick auf eines der Räder machte uns dann jedoch morgens einen Strich durch die Rechnung, denn schon wieder war das Rad platt... Naja, wir waren ja fit im Wechseln, ich tauschte den Schlauch kurz, inspizierte sorgfältig den Mantel, denn der Schlauch war neu und wir waren ja nicht gefahren. Aber der war einwandfrei. Also aufgepumpt und bei 4 bar war auch schon wieder Schluss. PFFFFFT. Plattt. Konnte nicht wahr sein.... SO. Nun war der Ehrgeiz in mir geweckt. Ich inspizierte erneut Mantel und Felge und entdeckte, dass das Fegenband etwas verrutscht war und einen kleinen Grat an der Felge im Bohrloch des Ventils frei lag. Nun war guter Rat teuer, oder eben billig, denn ich überlegte kurz und klebte 2 Streifen Tesafilm über das Ventilloch als Ersatz und machte ein neues Loch für das Ventil rein. In der Hoffnung, dass das Tesa den Grat abdeckte. Und das tat es. Zack 8 bar, konnte los gehen. 
Unten vor der Tür wartete eine weitere Mitfahrerin, diese schaute uns beim Aufsteigen etwas verwirrt an und meinte sie hätte einen Platten.... WAS? Wir waren schon etwas spät dran, aber ich glaube wir legten den schnellsten Wechsel des Rennens hin, bevor das Rennen los ging. Reifen runter, Schlauch getauscht, Pumpe geholt, Reifen rauf, ab zum Start! Dort kamen wir sehr gut Warmgefahren an und reihten uns in den letzten Startblock ein, da wir sieben Mädels zusammen starten wollten.
START!
Los geht's. 
Es ging entspannt dahin, erstaunlich flach und zusammen.Die ersten Kilometer waren flach und schnell. Wir verloren uns etwas, ich war fortan  mit Cecilia unterwegs und ich war ehrlich gesagt etwas überrascht, dass es so flach war. Bis es plötzlich eine Linkskurve gab und gefühlt eine Wand hinauf ging. Bergauf, aber vom Feinsten! Puh! Da hieß es schnell umschalten und in den Bergaufmodus wechseln. Wir kurbelten uns hoch, einige schoben bergauf aber wir kamen ganz gut voran! Geschafft! OBEN! Es folgte eine schöne Abfahrt und viele begeisterte Zuschauer. Die vielen Zuschauer verbreiteten eine super Stimmung, wir grüßten Viele und viele freuten sich darüber umsomehr! Es war eine Klasse Stimmung!!! 
Am Vorabend hatte Tanja, unser Local, uns darauf hingewiesen, dass es zu einem Schloss mit Kopfsteinpflaster steil bergauf ginge, auf den letzten 200m. Ich wartete ständig auf dieses Stück aber es kam noch nicht. Wir rollten also weiter, machen ein paar Fotos, ein Video und strahlten um die Wette, auch weil das Wetter hielt und das angekündigte Gewitter nicht kam. Es war trocken! 
Dann plötzlich, UFF, ging es bergauf. Steil! SEHR STEIL! Ging nur im Stehen, 34/25 war nicht so ganz ausreichend, aber mit ordentlich Kraft ging es dann doch! Und dann kam das Stück Pflaster hinauf zum Bensberg Schloss. Und es kam ein Polizeiwagen, der sich in die einspurige Passage auf dem Pflaster vor mich drängte...was sollte das denn??? Ich musste Druck vom Pedal nehmen und merkte, dass es hinter dem Polizeiwagen zu langsam ist, denn er konnte die vor ihm fahrenden langsamen Radler nicht überholen. Ich fuhr nach rechts und schlängelte mich zwischen Auto und Absperrung vorbei. Vor dem Wagen zog ich nach links vor das Auto rüber und an den langsameren Fahrern links vorbei. Zu langsam kann ich nicht bergauf fahren!
Phänomenal, wir hatten die Passagen gut geschafft, Ceci und ich waren happy, es ging bergab nach Köln! Im Wesentlichen flach! Wir sammelten zumindest 5 der 7 Mädels wieder ein und fuhren die restlichen 20km zusammen. Ein junger Mann hängte sich an uns dran. Ein anderer Mann sprach ihn an, ob er unser Coach sei. Ich drehte mich um und sagte nur, dass wir das auch alleine könnten. Der junge Mann war verdutzt und sagte nur, dass wir ihm den Hintern retten würden, er sei schon ziemlich kaputt.... :-) 
Mit einem breiten Grinsen und bester Laune rollten wir zu fünft über die Ziellinie!
Es war eine ganz neue Erfahrung für mich ein Rennen in einem echten Team zu fahren! Ich habe die Runde so genossen und so viel Spaß gehabt und zusammen konnten wir die Zuschauer an der Strecke begeistern. Ein Rennen voller Begeisterung, Guter Laune, Positivem Spirit, Zusammenhalt, tollen Frauen, anspruchsvoller Strecke und so vielen tollen Momenten!
#yourrideyourrules war absolutes Programm!!!  

 

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Love_Bike_Lena @ Cyclassics Rookie Programm

 
 

Rookie? Was ist das denn?


Ist englisch und heißt soviel wie "Neuling, Anfänger". Was hab ich damit zu tun? Ich bin ja nun vermutlich eher nicht so die Anfängerin mit dem Rennrad... Und trotzdem ein spannendes Thema, denn diese Jahr gibt es erstmals ein Rookieprogramm für die Teilnahme an den Cyclassics! Wie hätte ich mit das gewünscht vor meiner ersten Cyclassicsteilnahme! Ich war eher wie folgt trainiert: Herbst: Rad gekauft, 1. "Wettkampf": Kuchenpokal (5km fahren, 1 Stück Kuchen essen, nach 6 Stück konnte ich nicht mehr Rad fahren... ) Winter: durch die Gegend geeiert (war ja Winter und verdammt kalt), Frühjahr: Mit den Männern aus der Bekanntschaft irgendwie und irgendwann fahren, 3 Tage im Harz viel zu viele Berge fahren, Ende Frühjahr: Velothon in Berlin. Ergebnis: Geschafft, verdammt fertig, glücklich, überrascht und froh nicht auf die Nase gefallen zu sein. Sinnvolle Vorbereitung geht also irgendwie anders...

Das Cyclassics Rookie Programm

Zusammen mit Sportspaß haben die Jungs und Mädels von den Cyclassics ein super Vorbereitungsprogramm auf die Beine gestellt, denn innerhalb von 8 Wochen werden so ziemlich alle wichtigen Skills fürdas erste Rennen vermittelt. Einen Überblick zu dem Programm und all den tollen Vorteilen (Startplatz, Trikot, eigener Startblock) bekommt ihr hier

Ich darf als Brand Ambassadorin der Cyclassics ebenfalls an dem Programm teilnehmen und sozusagen "Von-Teilnehmern-für-Teilnehmer" die eine oder andere Erfahrung weitergeben und euch dabei unterstützen das erste Radrennen zu fahren!
Wie genau läuft das Rookieprogramm ab? Was wird vermittelt?
Also, das Rookieprogramm kombiniert Technik und Kraftübungen sowie Basisregeln des Fahrens in der Gruppe und natürlich das Teambuilding zwischen allen Rookies! In den kommenden 8 Wochen vor den Cyclasssics gibt es Einheiten aus dem Bereich des Functional-Fit, Core-Training, Techniktraining, sowie diversen Ausfahrten (von Sprint bis Ausdauer) und das unter der Anleitung zweier professioneller Trainer, die individuell für jeden Teilnehmer einen Plan erstellen welches Training passend ist!
Es wird 3 Einheiten pro Woche geben, dabei wird es jeweils 1-2 Ausfahrten und eine Technik/Functional-Einheit geben. Einen Trainingsplan findet ihr bereits hier. Alle Trainings finden zu "Berufstätigen-Zeiten" statt, meist 18/19 Uhr. 
Für wen ist das Rookieprogramm? 
Das Programm richtet sich ausschließlich an Intererssierte, die bisher noch keine Radrennen gefahren sind. Es wird also eine Gruppe sein, die alle ohne Rennerfahrung starten, und glaubt mir, das macht so einen großen Unterschied... Ich bin meistens mit Männern (irgendwie kannte ich keine Mädels, die sich getraut haben, das hat sich mittlerweile Gottseidank geändert), die schon seit Jahrzehnten Rennen fahren gestartet, die waren eh nach 200m weg. 
Wann geht's los? Kann ich noch mitmachen?
Start der ersten Einheit ist der 27.06. um 19:30 bei Sportspaß am Berliner Tor in Hamburg. Genauere Zeiten findet ihr auf dem Trainigsplan (s.o.).
Ja, du kannst noch mitmachen, es gibt noch freie Plätze! Melde dich gleich hier an! Das ist deine Chance, dein erstes Radrennen mit toller Vorbereitung und ohne Stress zu fahren! Trau dich! Wir schaffen das zusammen!
Ich werde hier auf meinem Blog regelmäßig vom Rookieprogramm berichten und bin gespannt auf die tolle Gruppe!

Test Buff Mütze, Helmet Liner, Tuch

Auf der Suche nach neuer Kopfbedeckung? Ich habe eine Auswahl von Buff getestet und lasse euch natürlich an meiner Erfahrung teilhaben.

Die Jungs und Mädels von Buff haben mir freundlicherweise eine Auswahl ihrer Produkte zur Verfügung gestellt, sodass ich endlich in den Genuss einer hochwertigen Kopf- und Halsbedeckung komme. Ich fahre eigentlich schon immer mit einem Halstuch, es sei denn es ist wirklich mal Sommer und mehr als 20 Grad, und einer Kopfbedeckung unter dem Helm. Buff hat mir den Helmet Liner geschickt, ein dünnes, kurzes Schlauchtuch zum Tragen im Sommer unter dem Helm, eine Beanie Mütze und ein Buff Schlauchtuch mit UV-Schutz.

 

Beanie Mütze

Die Mütze hab ich (leider) noch nicht aufgehabt, weil es im Moment zu warm ist...Sommer und so... Das Material fühlt sich aber super an und ist identisch mit dem des normalen Buff, zu dem später mehr. Beide passen farblich zueinander, wie mittlerweile viele Kombis bei Buff. Kein Grund also nicht stylisch auf dem Rad unterwegs zu sein. Eines kann ich allerdings schon sagen, der Mütze passt und sitzt gut.


High UV Buff

Das Schlauchtuch, der Klassiker von Buff, ist wirklich super! Nicht nur, dass man fast unendliche Tragemöglichkeiten hat, es fühlt sich prima an und nicht nach Synthetikstoff. Ich bin damit eine kleine Trainingsrunde gefahren und ich habe kaum gemerkt, dass ich es trage, im positiven Sinne. Schmiegt sich gut an, vor allem flattert es nicht, und es schützt vor UV-Strahlen, gut wenn man schon ein weeeenig Zuviel Sonne im Nacken kassiert hat!

Das Tuch trocken superschnell und transportiert alle Feuchtigkeit ab, zudem schützt es vor zu viel Zug am Hals. Das mag ich wirklich gar nicht, wenn es oben is Trikot zieht... Auch nicht im Sommer... Kurzum, ein praktisches Stück Stoff, das als Schal, Mütze, Stirnband und vieles mehr getragen werden kann. Und wenn man mit der flotten Rennradrunde fertig ist, bändigt es prima die "Helmfrisur" und man sieht sofort gut angezogen aus! 

Helmet Liner Pro

Das Unterhelm-Buff ist mein absoluter Favorit! Es ist circa halb so lang wie das klassische Buff und wesentlich dünner und etwas schmaler im Durchmesser. Beide Enden sind verstärkt und das ist meiner Meinnung nach der Clou an dem Buff. Denn durch die verstärkten Enden rutscht das Ding überhaupt nicht! Ihr zieht es ganz normal wie ein Buff durch über den Kopf ziehen an und könnt es dann hochziehen, dass es fast wie eine Mütze sitzt. Oben ist es aber dann noch offen uns sorgt für eine super Belüftung. Trocknet natürlich im Nu und schützt unter dem Helm ideal vor Wind in den Ohren und Schweiß, der ins Gesicht läuft! Ich habe einige Schlauchtücher und auch das eine oder andere dünne, die ich unter dem Helm trage. Aber alle rutschen, entweder runter, hoch, über die Ohren oder in den Nacken. Nicht so der Helmet Liner. Der sitzt einfach! Und ist zudem so dünn, dass man gar nix davon merkt! Finde ich echt gut!

 

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Costa Blanca Bike Love

Costa Blanca! Endlich Urlaub! Endlich und die Sonne!

Gemeinsam mit Marc und Nicolette sollte es in die Sonne gehen und ich muss gestehen, die letzten Wochen vor Abflug konnte ich nicht erwarten endlich meinen Koffer zu packen. Das Programm vor Abflug war voll und so sah ich zu, dass ich alles zusammen hatte als es los ging. Praktischerweise hatten wir einen Flug am Abend gebucht, sodass der Tag zum Packen und entspannen perfekt war! Ich beschränkte mich diesmal wirklich auf ein paar wenige Klamotten - wer kennt es nicht nach dem Urlaub 3/4 der Klamotten gar nicht getragen zu haben... - das passierte mir diesmal nicht, ich steckte dafür lieber den Radhelm und Radschuhe und die Actioncams ein! Und den Garmin, und das iPad und die Radklamotten und die Radschuhe und und und ... Es kam dann doch einiges zusammen...
Wir flogen direkt nach Alicante und machten uns auf den Weg in unser Haus und was soll ich sagen, das Haus ist der Hammer, ich fühlte mich sofort wie zuhause und genoss direkt am nächsten morgen einen Sprung in den Pool!
Wir liehen bei dem sehr freundlichen Radladen XABIA´s BIKES im nächsten Ort Rennräder aus, sodass wir ausgestattet waren und es konnte los gehen.

 

Unsere Touren führten uns zunächst zu zweit (Timon und ich) an der Küste gen Süden auf einer anspruchsvollen aber auch entspannten 75km Runde, dann mit Marc und Nicolette in den nächsten Strandort "Denia", die Königsetappe führte uns dann auf den Coll de Rates und nach Castell de Castells. Aber der Reihe nach:

 

Einrollrunde:
Benitachell - Moraira - Benissa - Llíber - Gata de Gorgos - Javea - Cap de la Nao
Wir rollten zunächst natürlich wie immer die 8km bergab in den Ort und bogen an der nächsten Gelegenheit nach Benitachell ab, durch den spanischen Frühling rollten wir weiter gen Moraira und gefühlt ging es sehr viel bergab. Ich hatte bei jedem Kilometer, den ich bergabfuhr im Kopf, dass ich diesen Kilometer auch wieder bergauf fahren musste. SO kam es dann natürlich auch. In Moraira angekommen erinnerte ich mich an einige Strecken, die ich letztes Jahr im Januar bereits gefahren war und dieser Eindruck sollte mich verfolgen. Hier zuhause gefragt hätte ich nicht allzuviele km beschreiben können, kaum war ich jedoch in Spanien auf den Strecken angekommen, fiel mir meist der weiter Verlauf der Strecke im Nu ein. Ich erinnerte mich also, dass es von Moraira aus an der Küste in Wellen am Wasser entlang ging, mal ein wenig bergauf, mal ein wenig bergab. Da es in Spanien meist nur einen schmalen Fußweg und schon gar keinen Radweg gab, führen wir auf der Straße und ich bin immer wieder überrascht, wie entspannt die Spanier Rennradfahrern begegnen. Ich fuhr bergauf auf schmaler Straße mit vielleicht 10-12km/h. Hinter mit schlängelten sich die LKW und Autos, aber nicht einer hupte, drängelte oder überholte zu dicht. Der einzige der das tat war natürlich ein deutsches KFZ...
Irgendwann bogen wir auf unserer Runde jedoch in Landesinnere ab und es wurde schlagartig noch wärmer. An manchen Streckenabschnitten, insbesondere bergauf sehnte ich jeden Luftzug herbei. Wir kletterten etliche Kilometer wieder bergauf und führen weiter bis wir nach Llíber kamen. Dort erinnerte ich mich erneut, dass man scharf nach rechts abbiegt und dann gefühlt schon wieder auf dem Heimweg ist. Wir fuhren also besagte scharfe Kurve und hatten erneut einige Kilometer bergauf vor uns die jedoch mit einer tollen Abfahrt belohnt werden. Die Fahrt von Llíber durch ein langgezogenes Tal ist herrlich. Es geht mit 2-3% bergab auf einer kleinen Landstraße fast ohne Verkehr durch die Orangen-, Oliven-, Zitronen- und Weinplantagen. Ich konnte gar nicht genug gucken! 
Am Ende unserer Abfahrt überlegten wir kurz, wo wir nun weiter fahren wollen und entschieden uns noch am Montgo entlang fahren zu wollen. So rollten wir weiter bis Jesus Pobre wo wir mitten in die Vorbereitungen zum Dorffest platzen und in der geschmückten Stadt einen lohnenden Café Curtado und erfrischende Cola genossen. Frisch gestärkt rollten wir weiter am Montgo entlang, bis nach Javea rein und dann die besagten 8km wieder rauf bis zum Haus. Um die kommt man leider bei keiner Ausfahrt herum, bei jeder Auffahrt auf den Hügel und zum Haus kommt mir die Strecke kürzer vor und ich kann beinahe schon entspannt dort hoch fahren, da man dann ja schon FAST da ist. Ab in den Pool, wir brauchen Erfrischung!

Friends-Ride zu viert nach Denia
Am darauffolgenden Tag wollten wir zu viert los, was wir dann auch taten.  Wir rollten erneut in die Ortschaft hinab und rüber nach Jesus Pobre, den Weg kannten wir ja bereits. Von dort aus geht es ebenfalls mit einer langen entspannten Abfahrt an La Xara vorbei und bis runter and Wasser Richtung Denia. Dort wollten wir eingestrichen nur kurz vorne am Wasser gucken, ob wir nicht auch auf der Promenade fahren konnten und da es leider keine Promenade zum weiterfahren gab, blieben wir kurzerhand im Strandcafe und genossen den Café Curtado. Wir hatten eine wunderbare Aussicht auf den Strand und genossen sichtlich die Sonne und die Tatsache, dass man einfach so in kurz/kurz losfahren konnte und nicht fror. Ich hatte ja nicht so viele Klamotten eingepackt, aber warme Armlinge.... Wofür auch immer die gedacht waren?!?!
Gut, dass wir uns in Denia gut entspannt hatten, denn der kleine Hügel wieder rüber nach Javea war doch bissiger als ich am Vorabend mit dem Auto gedacht hatte... Da hilft nur runterschalten und einfach immer weiter treten.Um die Kurve und um noch eine Kurve und noch eine... Bis man dann ganz oben ist! Einen Abstecher vorne an das Cap de Sant Antoni machten wir diesmal nicht, sondern rauschten wieder runter nach Javea. Und wieder rauf - 8km - bis zum Haus. Eine schöne Runde zum einrollen und Warmwerden!

 

Timon wollte gerne die Marina Alta Prueba mitfahren, eine festgelegte Strecke, die über SMS-Infomation abgefahren werden kann. Mir erschien die Strecke dann doch zu anspruchsvoll, sodass wir uns entschieden eine große Runde am nächsten Tag auf den Coll de Rates zu fahren und Castell de Castells zu besuchen. Ebenfalls eine große Runde mit etlichen Höhenmetern.
Königsetappe Coll de Rates
Puh, Coll de Rates. Das ist hoch. Und weit. Wie fährt man das am besten? Eine Kurbelumdehung nach der nächsten. Nachdem wir gut in die Strecke gefunden hatten, ging es das schöne Tal von vorgestern nun hinauf, und es zog sich... Dass der Asphalt so hubbelig gewesen war fiel mir nun irgendwie mehr auf... Ständig schien es mich zu schütteln... Naja, da mussten wir wohl nun durch... Und es lohnte sich. Oben auf dem höchsten Punkt des Tals bevor es wieder nach Llíber hinab geht, ist eine Stahlfigur und ein kleiner Aussichtspunkt gebaut und diesen genossen wir. Wir setzen uns in den Schatten und guckten einfach ein bisschen in der Gegend herum. Hört sich total öde an? Es war pure Entspannung. Wir hatten erst 1/4 der Strecke gefahren, aber das stresste mich gar nicht. Ich wusste es ist warm (und bleibt es auch...) und trocken (bleibt ebenfalls...) und wir hatten den ganzen Tag noch Zeit mehr Kilometer zu fahren. Wir fuhren also weiter. Nächste Ziele waren Xálo (wenn ihr mal da sei: Undbedingt in die Bodega Xalo reinschauen und Wein und Öl kaufen, es empfehlt sich dann mit dem PKW zu kommen...) Alcalalí und Parcent. Von Parcent geht es dann auf den Coll de Rates hinauf. Bestimmt 13 km bergauf, mit 6-8%. Das schlaucht, noch mehr wenn man sonst nur gegen den Wind und nicht genügen den Berg fährt. Wir krabbelten also hoch. Klein-Groß am Rad.
Immer weiter. Wenn man auf den Coll de Rates von der Seeseite fährt, kann man durch den Stoppomat fahren, man zieht unten ein Ticket und fährt oben durch einen weiteren Stoppomat und ZACK hat man seine exakte Zeit für den Weg bergauf! Wir kamen allerdings von der anderen Seite. Aber auch hier findet sich gelegentlich eine Beschilderung wie weit (oder wie nah) der höchste Punkt noch ist und wieviel % es sind...
Endlich hatten wir es geschafft und ja, was soll ich sagen, es lohnt sich so sehr!!!
Der Ausblick in das Tal ist grandios und an dem Tag könnte man so gut und weit gucken! Auf jeden Fall eine Reise wert! Das Restaurant oben ist allerdings eher tourimäßig... Aber für einen Curtado und ´ne Cola ist´s ok! 
Wir überlegten kurz wie wir weiter wollten und ich konnte mich an den Weg nach Castell de Castells nicht mehr so wirklich erinnern. Ich denke im Nachhinein, dass ich ihn eher verdrängt habe, denn ich dachte irgendwie es würde nun entspannter werden. Denkste! Es ging immer wieder bergauf. 1km, 1,5km wieder etwas bergab, man kommt in keinen Tritt und dann geht's doch noch steiler bergauf. Ich komme um eine der letzten Kurven, es kann nicht mehr weit sein zur Abfahrt nach CdC, aber das was dann kommt, geht nicht. 12%. Ich mache 2 Kurbelumdrehungen und merke, da kommt nicht mehr viel und beschließe, dass ich die letzten 75m schiebe. Ja, 12% sind vermeintlich nicht soooo viel, aber ich konnte nicht mehr. Kraft alle. Ob schieben allerdings einfacher ist, weiß ich nicht... 
Endlich geht es nach CdC bergab. UND WIE! 20%! 22% bergab, das sind Serpentinen....Krasse Sache... Angekommen in Castell de Castells kommt nach 1-2 km der Lohn für die Mühen. Die Abfahrt. Es geht auf einer breiten, neuen Straße bergab, mit 2-4% auf 12-14km. Wir rollen und rollen... Bis nach Orba. An den Kreisverkehr. Der hat einen Springbrunnnen und wir nutzen diesen für ein formidables Fußbad. So erfrischend!!!
Der Rückweg ist dann das Pflichtprogramm. Hinab and Tal und wieder den Hügel zum Haus hoch. Wir haben 120km uns fast 2000hm auf der Uhr... 
Es war so wunderbar, dass ich nach 10 Tagen noch hätte ewig bleiben können. Wir sind für meinen Geschmack etwas wenig Rad gefahren, aber es gab so unheimlich viele andere Dinge zu machen. Baden, Functional Fit, Tennis (JA, ich habe ernsthaft Tennis gespielt und Spaß dabei gehabt!!!) Kochen, Sonnen, und einfach mal SEIN. Das ist wunderbar! Aber ich komme wieder! 

 

 

Zum Mädelscamp an der Costa Blanca im Herbst 2016! Wer hat Lust?

Specialized Womens Ride ins Alte Land

Specialized WomensRide ins Alte Land
Ladies, ihr seid einfach der Hammer! Wer bei Hagel im Gesicht auch noch schnacken, lachen und klönen kann, muss entweder ein bisschen irre sein oder hart im nehmen oder beides. Aber von vorne. 
Nachdem wir mit dem Mädels nun schon mehrfach am Deich im Süd-Osten von Hamburg unterwegs waren, war es Zeit auch mal neue Gefilde in Hamburg und seinem wundervollen Umland zu erkunden. Wir entschieden uns also das Alte Land, Deutschlands größtes Obstanbaugebiet, zu erkunden. Ich habe eine Trecke raus gesucht, die uns an einigen wundervollen Orten vorbei führen sollte und natürlich einen leckeren Kuchenstopp enthielt. 
Einige Tage zuvor hatte ich einen größeren Abschnitt der Strecke bereits getestet und einige Option für unterwegs um die Strecke zu variieren ausgekundschaftet. Das sollte sich als sehr hilfreich erweisen. 
Wir machten uns also auf den Weg. Treffpunkt war an den Landungsbrücken und wir fuhren mit der Fähre zunächst auf die andere Elbseite. Als wir einen Blick elbabwärts warfen wurde wir von einer eher schwarzen Wolke überrascht, die jedoch glücklicherweise regnete, als wir an Bord waren. Wir hatten nämlich Sonne bestellt. 
Angekommen in Finkenwerder erklärten Cecilia und ich kurz die Handzeichen und wie wir gemeinsam fahren wollen und schon ging es los mit gutem Wind von vorne gen Airbusgelände und Richtung Estesperrwerk. Ihr führen weiter mit dem Wind von vorne Richtung Buxtehude und die Mädels genossen die Runde. Es wurde geklönt, sich über die neuesten Räder ausgetauscht. Kati, die mit mir vorne fuhr, und ich war sichtlich amüsiert über den frequenten Austausch untereinander und vermuteten, dass bei den Männer, die zeitlich gen Norden von Hamburg unterwegs waren, wohl nicht so viel geklönt wurde. Als wir jedoch einen Blick gen Südwesten warfen würden wir etwas stiller, denn es wurde schon wieder dunkel am Himmel. Wenige Minuten später klöterten die ersten Hagelkörner gegen Helme und Brille.  Es find wenig an zu regnen. Es kam gleich Hagel. 
Wir nahmen das ganze aber mit Humor, denn es wurde nur unbedeutend leiser in der Gruppe hinter uns. 
Nach einigen Minuten war der Schauer auch vorbei und es ging weiter mach Buxtehude. Kurz vorm Ortseingang erwischte uns aber der 2. Schauer und dies,al entschieden wir doch uns an einem Autohaus unterzustellen. Wir bereiten kurz über die noch zu fahrende Strecke, wir hatten circa 20 der ursprünglich geplanten 70km absolviert, und entschieden uns nur ein kleines Stück abzukürzen. Wir machten uns wieder auf den Weg und führen über Jork durch die Apfelplantagen Richtung Elbe. Dem Kuchen entgegen. In Jork kamen nochmal ein paar Tropfen vom Himmel, aber die Aussicht auf einen heißen Kaffee und ein leckere Stück Kuchen im Möwennest an der Elbe lies alle mit Power weiterfahren. Auf zum Möwennest. 
Dort gab es den leckersten Kuchen mit bester Aussicht auf den kleinen Hafen und die Elbe! 
Wir wärmten uns mit Kaffee und toller Torte, leckerem Kuchen und einem super Ausblick. Die Damen des Cafés waren so freundlich für uns noch einmal die Wärmestrahler anzuschmeißen und so kuschelten wir uns dreckig und nass in die Decken und waren schon Stolz auf uns!

Die letzten Kilometer waren eigentlich ein Kinderspiel. Es ging am Deich zurück nach Finkenwerder und der Wind schob uns kräftig von hinten an! Die Sonne schien, so hätte es gerne länger sein können!

Es war eine krasse Runde, ihr alle wart so mutig und voller guter Laune, dass auch mehrmaliger Hagel und Regen nicht die Laune verderben konnte. Ich bin immer wieder fast schon gerührt von dem "positive Spirit" der Womens Rides! 

300er ARA Brevet Hamburg

WHAT?! Schon wieder? Ja, ich bin schon wieder Langstrecke gefahren. Noch länger. 309 km um genau zu sein. Am Stück. An einem Tag. Und das war Absicht.  

Radfahrern und Amnesie scheinen, zumindest bei langen Strecken nah bei einander zu liegen, denn meine 200k-Fahrt scheint noch gar nicht lange her zu sein, schon bin ich wieder für einen brevet angemeldet.  Diesmal sollten es 300 km werden und diese starteten mit dem obligatorischen Nudelfutterm mit Timon und Simon und einer mittelmäßigen Wettervorhersage. Aber nachdem es die gesamte Woche über geregnet hatte und sogar Schnee gefallen war, der liegen blieb, konnte es nur besser werden, denn es waren tatsächlich zweistellige Temperaturen angesagt. WOW! 10 Grad. Es sollte also WARM werden. *ironie* 

Angesagt waren also maximal 10 Grad und Bewölkung bis Regen. Simon wollte sein "Ölzeug" einpacken und tatsächlich eine Regenhose einpacken. Ich kam ins Grübeln, wie das Wetter wohl morgen werden sollte und Timon sagte, dass er bei Regen nicht startet. Ideale Voraussetzungen. Immerhin war wenig Wind angesagt und mit Glück sollte diese sich über den Tag mit uns mit drehen. Wir verspeisten unsere Nudeln und gingen mit gemischten Gefühlen ins Bett. Nachdem wir zu dritt 2 und eine 2/3 Flasche Wein geleert hatten. 


5:00 Aufstehen. Zu früh.  

Beinahe schon routiniertes Programm. Kaffee. Brötchen schmieren. Letzte Sachen einpacken. Rad unter den Arm geklemmt und husch mit mit dem Auto nach Rothenburgsort. Nervosität überkommt mich. Wie wird die Runde werden? Was macht das Wetter? Wie windig wird es? Was will ich essen? Wann sind wir endlich da? Hab ich einen Platten? Wie lange kann ich sitzen? Was packe ich alles aus Rad? Was haben die denn alle in Rucksäcken drin?

Und noch einige andere Fragen geisterten mir durch den Kopf, doch sobald wir am Start standen, hatte ich Lust auf die Runde. Es war nicht so kalt wie ich dachte morgens und ich hatte mich doch spontan noch für Regenjacke und warme Handschuhe entschieden. Eine Windjacke hatte ich schon an. Eine Regenjacke noch in die Trikottasche gesteckt. 

Es ging also los. Ich kannte die ersten Kilometer aus dem FF. Ging es doch am Deich entlang und dann über Stemwarde weiter nach Osten. Die ersten Kilometer liefen flüssig, es fand sich eine Gruppe aus 8 Fahrern und Fahrerinnen und das Tempo war entspannt aber zügig. Bis zur ersten Kontrolle sollten es 70 Kilometer  sein und es kam tatsächlich die Sonne raus. Und sie schien! Die ganze Zeit! Super!

1. Kontrolle. Berkenthin. KM 71. 

Oil-Tankstelle mit Sonne. Wir gönnen uns eine kleine Pause. Ich esse meine beiden gekochten Eier und eine Kabanossi. Und schon geht es auch schon weiter. Über Utecht geht es Richtung Nordosten weiter die nächste Kontrolle ist gar nicht weit. Wir sind weiterhin zu acht und es läuft sehr gut. Alle Mitfahrer scheinen immernoch überrascht, dass die Sonne scheint, es ist wie Frühling! Mit blühendem Raps. 

2. Kontrolle. Rehna. KM 109. 

Auch bis Rehna läuft es weiterhin gut und es ist so unglaublich schön draußen. Die Sonne wird unterbrochen von der einen oder anderen Wolke aber es ist weiterhin beinahe warm und es rollt gut, auch wenn immer wieder etwas miese Strassenbeläge und Kopfsteinpflaster müde machen. Ich hatte mir vorher das "Höhenprofil" nicht angesehen und nun merkte ich, dass mich die immer wieder kleinen und großen Hügel in Mecklenburg und Schleswig-Holstein einige Körner kosteten. Aber auch Simon und Timon strampelten die Hügel hoch und so freuten wir uns zusammen über die kleinen Abfahrten auf der Rückseite der Hügel. Nach weiteren 30 Kilometern kam schon die nächste Kontrolle. 

3. Kontrolle. Kittlitz. KM 132. 

An der dritten Kontrolle gab es leckeren Kuchen im Dielencafe zu dem wir die Abbiegung fast verpassten. Im Augenwinkel sah ich noch das Schild "Dielencafe" nach links weisen, aber als ich mich orientiert hatte und auf den Garmin geguckt hatte, waren wir schon vorbei gerollt. Also zurück. Ja, der Garmin hat Abbiegehinweise, das ständige Gebimmel macht mich aber irre. Das hab ich ausgemacht. Das hatten wir nun davon. Belohnt wurden wir mit leckerstem Kuchen und einem Platz in der Sonne! Wir genossen die Sonne und machten uns zügig wieder auf den Weg, denn bei der nächsten Kontrolle wollten wir Mittagspause machen und die Etappe war auch nicht so lang. 

 4. Kontrolle. Büchen. KM 168. 

yes! Halbzeit war durch. Wir hatten weniger vor uns als wir schon hinter uns hatten. Und nun war erstmal Mittag. Wir hatten uns vorher einen Asia-Imbiss ausgeguckt, der uns zwar etwas zuessen gab, aber des Hauses verwies. Es war schließlich Mittagspause. Wir sollten woanders sitzen. Ernsthaft?!?! 

Und so zogen wir kurzentschlossen ums Ecke zum Bäcker und sonnten uns auf dem Penny-KIK-Parkplatz. Randonneurs-Romantik. 

Gut gestärkt machten wir uns wieder auf den Weg. Es folgt ein längeres Stück. Geradewegs nach Südwesten über Lauenburg über die Elbe und bis in die Nordheide. Die Kilometer zogen sich. Südlich der Elbe würde es ganz flach. Und sie Strecke ganz gerade. Die Kilometer zogen sich noch mehr. Bei Kilometer 200 mussten wir absteigen. Wir waren bis zum Schiffshebewerk in Scharnebeck gekommen und die beiden Männer mussten sich mal kurz hinlegen. Kurz alles entspannen. Einmal liegen. Wunderbar. Ich genoss die Entspannung und so waren es "nur" noch 36 km bis zu nächsten Kontrolle. 

5. Kontrolle. Amelinghausen. KM 236. 

Ich as einen Riegel. Simon hatte einen Espresso. Timon ein Eis. So saßen wir da. In der Shell in Amelinghausen nach 236 km. 

Ich war gerade weiter gefahren als alle anderen Strecken dieses Jahr. Krass. 

Aber es war noch weit.  Das wird mir dann irgendwie auch bewusst. Auf der Strecke war mein Kopf leer. Ich dachte an den letzten brevet hier vor einigen Jahren auf einer ähnlichen Strecke und musste mit Simon lachen, weil wir hier vor einiger Zeit zufällig auf einer Wiese wieder als Gruppe zusammenfanden, nachdem wir alle mehr oder minder alleine unterwegs waren. Eine fabelhafte Szenerie. Jan saß auf der Wiese, Simon flickte seinen Reifen, noch jemand stand am Rand. Jan ging fürs Geschäft ins Gebüsch. Timon rollte von hinten an die Wiese heran und wir waren wieder alle zusammen. Es erschien mir wie im Traum. Von Amelinghausen ging es wieder nach Norden. Durch die schöne Nordheide. Durch Kiefernwälder, ich hatte nicht mehr so große Lust. Aber aus Ermangelung von Optionen fuhr ich weiter. Ich warf einen prüfenden Blick zum Himmel. Unglaublich. Es war immernoch trocken. Das Finish war greifbar und das Wetter war immernoch gut! In Geesthacht fuhren wir wieder über die Elbe und es wurde langsam dunkel. Ich machte den Tannenbaum an (O-Ton Simon zu meiner Blinkbeleuchtung) und wir führen weiter gen Altengamme. Der Himmel brannte und über Hamburg war der spektakulärste Sonnenuntergang überhaupt! Timon war einige Minuten hinter uns und wir waren sehr gut unterwegs und in der Zeit. 

6. Kontrolle. Altengamme. KM 288. 

Nun war es nicht mehr weit. Kurz ins Fährhaus rein. Stempel. Timon war auch schon da und wir fuhren zu fünft weiter. 

Nicht mehr weit?!?! Denkste. Noch immer 27 km. Mit Sicherheit die längsten. Es wurde dunkel. Und ich blickte auf die Straße. Die war nass. Hier hatte es geregnet. Wir hatten den ganzen Tag Sonne oder leichte Bewölkung. Wie toll was das denn?! 

Die letzten km waren ein Heimspiel aber auch irgendwie nervig. Fahren konnte ich noch ganz gut, aber ich hatte einfach keine Lust mehr. War nun auch egal....weiterfahren. 

7. Kontrolle. Rothenburgsort. KM 315. 

(Mein Garmin sagte 309.)

Touchdown. Vorm Restaurant Chaplin begrüßte uns Claus Czycholl mit einem High-Five, einem Wangetätscheln und den Worten: "Meeensch du siehst aber noch frisch aus". Schlagartig ging es mir gut. Ich war happy. Claus und Hanno freuten sich mindestens genauso, das wir im Ziel waren wie wir. Ein toller Empfang!

Schnell die Karte abgegeben und nach Hause. 

GEFINISHED. In 13 Stunden. Brutto 16,5. 


Auch wenn ich schon mehrfach diese langen Strecken gefahrenen bin, so sind die Erlebnisse doch immer wieder andere. Am Ende überwiegt der Stolz die Strecke geschafft zu haben und die Erkenntnis, dass es nicht länger hätte sein müssen....

Vielen Dank an meinen Mitfahrer Timon! Wir kämpfen uns da immer durch! 

Und vielen Dank an Simon, dich bringt auch nix aus der Ruhe....

Und vielen Dank an all die anderen Weggefährten! Es war eine gute Zeit!


Ein ganz besonderer Dank geht an Hanno und Claus! Vielen Dank für eure Orga! Schön, dass es dir wieder besser geht, Hanno! Und ganz super, dass es auch in 2016 Brevets in Hamburg gibt! Ihr seid super!!!


Aber nun muss ich ein bisschen die Beine hochlegen.....


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Der Wahoo Tickr im Test

Noch ein Pulsgurt?!

Ja, ich habe noch einen Pulsgurt. Wahoo Fitness war so lieb und hat mit den Herzfrequenzmesser Wahoo Tickr zur Verfügung gestellt und ich hab das gute Stück mal ordentlich auf die Porbe gestellt.

Normalerweise bin ich entweder mit meiner Polar Uhr unterwegs un dem dazugehörigen Herzfrequenzsensor, oder mit meinem Garmin edge 800 mit dem Garmin Herzfrequenzsensor. Der geneigte Leser hat es bereits erkannt, 2 Systeme, entweder oder.... der Garmin funkt über ant+ der Polar Gurt über Bluetooth.

Entweder ich verzichte auf die Aufzeichnung per iPhone und lade den track umständlich über meinen PC hoch, oder ich verzichte auf die Herzfrequenz am Garmin. Beides doof...

Ideale Startbedingungen für den Wahoo Tickr, denn der kann beides!

Der schicke, endlich mal nicht nur öde dunkle, Sensor sendet sowohl ant+ als auch Bluetooth! Das ist super!

Was kann das Gerät noch? Also laut Hersteller kann der Sensor außerdem Kalorien zählen, hat 2 LED für Verbindung und Messung der Herzfrequenz und ist kompatibel mit der Apple Watch und diversen Fitness Apps. Genaue Specs gibt's hier beim Hersteller.

 

Was habe ich getestet?

Verbindung und Installation:

Verbindung mit dem iPhone ist denkbar einfach, anschnallen (übrigens mit 2 Druckknöpfen direkt am Sensor - Sehr bequem!) kurz warten bis die LED blinken, Bluetooth am Telefon an, kurz gesucht und verbunden, dauert keine 30 Sekunden. Die Verbindung mit der Wahoo eigenen Fitness App geht ebenso schnell! Ein Kinderspiel! Optional kann man dann diverse andere Apss freigeben, ich nutze Strava und habe sogleich beide Apps verbunden, geht auch super! Mit der Wahoo Fitness App kann ich meine Läufe aufzeichnen, ebenso wie mit Strava.

Die Verbindung mit dem Garmin edge 800 ist ebenso einfach, wenn man sich erstmal durchs Garmin Menü gewurstelt hat und gefunden hat wo die Sensorsuche versteckt ist...

Bedienkomfort ist prima, direkt eingerichtet und los - Testrunde um den Park!

Tragekomfort ist gut, der Gurt drückt nicht, lässt sich gut in der Länge verstellen und durch die Druckknöpfe vorne am Sensor braucht an auch nicht den Gurt erstnoch zurechtrücken. Einfach schließen. Fertig.

 

Mein Resümee

Bequemer Sensor und die Dualband-Technologie für ant+ und Bluetooth 4.0 ist super! Wer mehrere Geräte so wie ich in Benutzung hat, findet hier die Lösung! Und das Gerät sieht auch noch schick aus!

 

Hier mein Testlauf:

 

Specialized Women´s Ride - Beautiful April

Ladies! 

09. April 2016, wir läuten den Frühling ein! Es kann in kurzen Ärmeln gefahren werden!

Wir (Cecilia und ich) laden zu unserer monatlichen Rennradausfahrt für Frauen ein und es finden sich mutige Mädels am Specialized Concept Store in Hamburg ein. Dieses mal war Cecilia leider auf Mallorca, sodass ich durch Kathi unterstützt wurde und wir eine super Betreuung für die Mädels sicherstellen konnten. Nach kurzer Einstellung der Leihbikes und check, ob alle etwas zu essen, zu trinken, Ersatzschläuche und gute Laune dabei haben, geht es auch schon los auf unsere sonnige Runde, denn pünktlich zum Start kommt die Sonne raus und wir machen uns auf den Weg, natürlich nicht ohne die kurze Einweisung in Handzeichen und Fahrweise, aber dann

geht´s wirklich los!

Durch die City über den Hauptbahnhof kommen wir an den Deichtorhallen an und sammeln dort weitere Mädels ein, die sich auf eine sonnige Runde am Deich freuen! Wir machen uns weiter auf den Weg hinter dem Großmarkt entlang bis hin zur Elbkunst Kaltehofe. Dort ist es so wunderbar leer hinterm Deich, dass wir das Tempo bis zur zweiten Schranke freigeben und wer mal so richtig loslegen möchte sprintet los, diejenigen, die die gemütlich die Sonne genießen möchten fahre weiter in entspanntem Tempo gemeinsam weiter. Ich begleite die entspannte Gruppe, Kathi reiht sich bei den flotten Mädels ein und wir treffen uns am 2. Schlagbaum wieder. 

Von dort aus geht es zum Deich und am Oooortkaten See entlang, wir fahren ein entspanntes Tempo und machen hinterm See eine kleine Pause. 

Unglaublich, es ist tatsächlich so warm, dass wir mit kurzen Ärmeln fahren können und trotzdem nicht frieren! #sunshineride !!!

Wir pedalieren bereits nach kurzer Pause weiter und schlängeln uns über das Deichhinterland zurück gen Kaltehofe. Dort gibt es für die Sprinter nochmal eine kleine Möglichkeit die Räder von der Leine zu lassen, vom Sperrwerk fahren wir aber wieder gemeinsam (in einer sehr ordentlichen 2-er Reihe) zurück zum Store. 

Im Store haben die Jungs bereits auf uns gewartet, wir genießen unsere verdienten Muffins und lassen den Nachmittag gemütlich ausklingen. 

Es war eine tolle Runde ich bin immer wieder Stolz auf alle Mitfahrerinnen, die sich trauen mitzufahren und stolz vom Rad absteigen! Wir haben lockere 55km zusammengeradelt und ich freue mich schon auf die nächste Ausfahrt im Mai, wahrscheinlich am 14.05. 

Du hast Lust mitzufahren? Dann "linke" unsere fb-Seite und verpasse nicht die nächste Ausfahrt! Wir haben schon Sonne bestellt!

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